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David Abraham (l.) erzielte das 1:0 für Eintracht Frankfurt gegen Standard Lütich
David Abraham (l.) erzielte das 1:0 für Eintracht Frankfurt gegen Standard Lütich © Getty Images
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Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt feiert gegen Standard Lüttich einen wichtigen Sieg in der Europa League und marschiert in Richtung K.o.-Runde. Zwei Abwehrspieler sorgen für die Tore.

Eintracht Frankfurt hat sich auf dem Weg in die Europa-League-Zwischenrunde durch einen Sieg im "Schlüsselspiel" eine glänzende Ausgangsposition verschafft. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Die Hessen besiegten am Donnerstag trotz einer durchwachsenen Leistung ihren Konkurrenten Standard Lüttich mit 2:1 (1:0) und belegen nach drei Spielen mit sechs Punkten den zweiten Platz in Gruppe F. (SERVICE: Die Tabellen der Europa League)

Die Eintracht konnte sich dabei auf ihre treffsicheren Abwehrspieler verlassen: Kapitän David Abraham (28.) köpfte den Halbfinalisten der Vorsaison in Führung, Martin Hinteregger (73.) erhöhte ebenfalls per Kopf. Selim Amallah (83.) verkürzte für die Gäste.

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"Ich wollte den Treffer unbedingt machen, wenn man sieht, was hier los ist", sagte Hinteregger bei Nitro: "Standard ist keine schlechte Mannschaft, sie haben das extrem gut gemacht defensiv. Gerade in der ersten Halbzeit. Das Gegentor kann passieren, aber letztlich haben wir das gut über die Zeit gebracht." (SERVICE: Alle Ergebnisse im Überblick)

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Bobic: "Zwei Elfmeter nicht gegeben"

Fredi Bobic haderte nach der Partie auf DAZN mit den Schiedsrichterentscheidungen: "Mit den zwei nicht gegebenen Elfmetern wurde es natürlich nochmal schwerer. Wenn die gegeben werden, ist das Spiel frühzeitig entschieden", so der Sportvorstand der Eintracht. "Durch den Anschlusstreffer von Lüttich ist es natürlich noch einmal eng geworden. Wir sind trotzdem froh, dass wir gewonnen haben, weil es kein einfaches Spiel war."

Auch Trainer Adi Hütter zeigte sich nach dem engen Erfolg glücklich: "Wir haben uns lange schwer getan, weil es Standard Lüttich auch gut gemacht hat. In der zweiten Hälfte haben wir umgestellt, dann lief es besser. Über die 90 Minuten gesehen, war der Sieg aber verdient", so der Coach bei Nitro.

Bereits in zwei Wochen kommt es beim zehnmaligen belgischen Meister zum zweiten "Schlüsselspiel", wie Eintracht-Trainer Adi Hütter die Partien gegen Lüttich bezeichnet hatte. Unter Umständen könnte dann eine (Vor-)Entscheidung über den Einzug in die K.o.-Runde fallen, die Frankfurt als klares Ziel ausgegeben hatte.

"Siege kann man durch nichts ersetzen. Die tun uns unfassbar gut, weil wir in den kommenden Wochen jeden dritten Tag gefordert sind. Daher ist es gut, dass wir vor dem ungemütlichen Herbst solch eine Siegesserie gestartet haben", sagte Bobic.

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Fehlen von Dost und Silva macht sich bemerkbar

Die Gastgeber waren vor 47.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena zwar sichtlich bemüht, den Schwung aus der Bundesliga nach vier Spielen ohne Niederlage mitzunehmen. In der Spitze machte sich das Fehlen von Andre Silva (Achillessehne) und Bas Dost (muskuläre Probleme) aber bemerkbar, Top-Torjäger Goncalo Paciencia stand als einzige Anspielstation häufig auf verlorenem Posten.

Das lag auch daran, dass die Pässe aus dem zentralen Mittelfeld gar nicht erst bei Paciencia landeten und der zuletzt überragende Filip Kostic mit seinen energischen Flügelläufen noch keine Gefahr heraufbeschwor. Dafür klärte der Serbe im eigenen Strafraum eine erste brenzlige Situation (22.) geschickt.

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Abraham trifft nach Freistoß

Abraham, der nur dank der Verletzung von Almamy Toure in die Startelf gerückt war, nutzte kurz danach einen langen Freistoß auf den zweiten Pfosten. Das Tor hätte der Eintracht eigentlich Sicherheit geben müssen, stattdessen aber erhielt Amallah (41.) noch vor der Pause die große Chance zum Ausgleich.

"Der zweite Stürmer fehlt schon extrem", analysierte Sportdirektor Bruno Hübner nach dem ersten Durchgang bei Nitro: "Wir müssen mehr über die Außen kommen." Als dies geschah, wurde es prompt gefährlich: Paciencia (49.) zwang nach einer Flanke von Kostic mit seinem Volleyschuss Lüttichs Torhüter Vanja Milinkovic-Savic zu einer sehenswerten Parade.

Nach rund einer Stunde wurden die Zweikämpfe giftiger, zahlreiche Fouls auf beiden Seiten behinderten den Spielfluss. Zudem musste die Eintracht höllisch aufpassen, keinen Konter zu fangen. Der zweite Treffer durch Publikumsliebling Hinteregger kam zum idealen Zeitpunkt.

"Standard hat es heute sehr gut gemacht, aber wir waren durch Standards extrem gefährlich. Der Sieg für uns geht absolut in Ordnung", sagte Eintracht-Verteidiger Danny da Costa bei Nitro. Beide Frankfurt-Treffer fielen nach einem ruhendem Ball.

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