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Dieses strittige Tor kostete den VfL Wolfsburg den Sieg gegen Gent
Dieses umstrittene Tor kostet Wolfsburg den Sieg gegen Gent © dpa Picture Allianze
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Der VfL Wolfsburg kassiert am 3. Spieltag der Europa League bei KAA Gent spät den Ausgleich. Besonders bitter: Das Kung-Fu-Tor der Belgier ist höchst umstritten.

Ein später Blackout mit einem umstrittenen Tor schockt den VfL Wolfsburg.

Das Team von Trainer Oliver Glasner hat in seinem Europa-League-Spitzenspiel beim belgischen Tabellendritten KAA Gent nach einem Gegentreffer in der Nachspielzeit leichtfertig zwei Punkte verschenkt. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Allerdings war der Kung-Fu-Treffer Roman Jaremtschuk in der 94. Minute durchaus fragwürdig, weil der Torschütze mit seinem hohen Bein nahe am Kopf von Wölfe-Verteidiger Marcel Tisserand war - Schiedsrichter Sergei Ivanov entschied aber nicht auf gefährliches Spiel.

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"Das Bein war gestreckt, das war gefährlich", sagte Weghorst, der nicht nur wegen der schwer einzuschätzenden Schlussszene über den Schiedsrichter schimpfte: "Der war nicht sehr stark."

"Wir sind natürlich unmittelbar nach dem Abpfiff enttäuscht über den späten Ausgleichstreffer. Das Tor war vielleicht nicht ganz regulär", sagte Glasner, der nicht die Schuld beim Schiedsrichter suchte: "Der Ausgleich hat sich auch etwas abgezeichnet, muss man ehrlich sagen. Wir nehmen den Punkt mit und trauern dem Sieg nach."

Wolfsburg trotz spätem Schock auf Kurs

Die nach zwölf Pflichtspielen weiter ungeschlagenen Wölfe verpassten durch das 2:2 (2:1) einen großen Schritt Richtung Gruppensieg, bleiben aber weiter auf Kurs Zwischenrunde.Wolfsburg (5 Punkte) führt gemeinsam mit Gent die Tabelle nach drei Partien an. (SERVICE: Die Tabellen der Europa League)

Torjäger Wout Weghorst nutzte eine blitzschnelle Kombination zum frühen 1:0 (3.) des Bundesliga-Zweiten und markierte damit auch seinen ersten Treffer in dieser Europacup-Saison. Schon in der 24. Spielminute erhöhte Joao Victor nach feinem Dribbling auf 2:0.

Gent kam per Fernschuss von Roman Jaremtschuk (41.) noch vor dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer - kurz vor dem Ende schockte er den Bundesligisten dann mit dem Ausgleichstreffer.

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Schnelle VfL-Führung durch Weghorst

Vor der Partie hatte der VfL ein Lob aus prominentem Munde erhalten - von Bundestrainer Joachim Löw. Bei einem Termin des DFB-Sponsors Volkswagen in Wolfsburg betonte Löw, dass die Wölfe auf ihn einen "sehr stimmigen" Eindruck machten.

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"Was ich und was wir gesehen haben, ist gut", sagte der 59-Jährige der Braunschweiger Zeitung. Löw bezeichnete Maximilian Arnold zudem als "Motor im Spiel" des VfL. (SERVICE: Alle Ergebnisse im Überblick)

Und Arnold sollte in der Ghelamco Arena in Ostflandern gleich seine Qualitäten unter Beweis stellen. Sein Geistesblitz ging dem frühen Führungstreffer voraus, Marcel Tisserand legte schließlich auf Weghorst quer.

Die Gäste drückten danach weiter aufs Tempo. Von einer Dominanz der zuletzt in elf Heimspielen hintereinander siegreichen Belgier war nichts zu spüren.

Keine Rote Karte für Gent

Die Mannschaft des dänischen Trainers Jess Thorup deutete zwar ihre Qualitäten im Offensivspiel an, die Wölfe blieben aber vor dem Pausenpfiff das gefährlichere Team. Schon beim 1:1 am Samstag in Leipzig hatte Glasners Mannschaft eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch mit Klubs auf Champions-League-Niveau mithalten kann.

Im zweiten Durchgang in Gent mussten die Wölfe dann noch einmal ihr kämpferisches Potenzial abrufen. Jaremtschuk kam vor Torhüter Pavao Pervan völlig frei zum Kopfball, verzog aber (54.).

Im Gegenzug forderten die Wölfe eine Rote Karte nach einer vermeintlichen Notbremse - Josip Brekalo war in aussichtsreicher Position ausgebremst worden. Doch es gab nur eine Gelbe Karte für Michael Ngadeu-Ngadjui.

Wolfsburg hatte dann die Chance zur Entscheidung: Jeffrey Bruma tauchte nach einer Ecke von Arnold plötzlich in Schussposition auf, kam aber nicht durch (69.). Die Gäste, die in der Bundesliga am Sonntag gegen den FC Augsburg (15.30 Uhr) spielen, mussten weiter zittern.

 

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