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Kerem Demirbay (l.) und Bayer Leverkusen verzweifeln an Young Boys Bern
Kerem Demirbay (l.) und Bayer Leverkusen verzweifeln an Young Boys Bern © Imago
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Bayer Leverkusen verliert in der Europa League beim Meister der Schweiz. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit holt der Bundesligist noch ein achtbares Ergebnis.

Bayer Leverkusen kann dank einer furiosen zweiten Halbzeit weiter auf den Achtelfinaleinzug in der Europa League hoffen. 

Nach einem Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten verlor das Team von Trainer Peter Bosz beim Schweizer Meister Young Boys Bern "nur" mit 3:4 (0:3). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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"Wir haben es in der ersten Halbzeit einfach nicht gut umgesetzt und deshalb drei Tore gekriegt", sagte Kapitän Jonathan Tah: "Wir haben in der zweiten Halbzeit Mentalität gezeigt und gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind. Trotzdem ist es enttäuschend, dass wir am Ende noch verlieren."

Leverkusen: Lomb für Hradecky im Tor

Stammtorhüter Lukas Hradecky, der weiter mit Fersenproblemen zu kämpfen hat, stand Bosz nicht zur Verfügung. Den Finnen ersetzte Niklas Lomb, der zu seinem dritten Europapokaleinsatz kam. Bern-Coach Gerardo Seoane, der als einer der möglichen Rose-Nachfolger bei Borussia Mönchengladbach gehandelt wird, musste wegen einer Rotsperre auf seinen Top-Torjäger Jean-Pierre Nsame verzichten.

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In der ersten Halbzeit zeigte der Bundesligist eine unkonzentrierte und fehlerhafte Leistung. Das Spiel im Stadion Wankdorf war noch keine drei Minuten alt, als Leverkusen bereits zurücklag. Nach einer Ecke setzte sich Oliver Fassnacht gegen den viel zu passiven Nadiem Amiri durch und traf per Direktabnahme.

Bayer hatte nicht nur aufgrund des frühen Gegentors Probleme mit dem druckvoll agierenden Schweizer Champion. Neuzugang Demarai Gray, der sein Startelfdebüt nach zuletzt zwei Kurzeinsätzen feierte, sorgte erst nach elf Minuten für den ersten offensiven Akzent der Rheinländer. Wie auch Leon Bailey Augenblicke später brachte Gray YB-Schlussmann David von Ballmoos nicht in Verlegenheit.

Nach einer weiteren Ecke durfte sich dann YB erneut freuen (19.). Diesmal setzte sich Jordan Siebatcheu von Jonathan Tah ab und köpfte ein. 

Leverkusen reagierte mit wütenden Angriffen, aber ohne Durchschlagskraft - Bern hingegen kombinierte in den sich bietenden großen Räumen in der Leverkusener Hälfte teilweise nach Belieben. Bosz schrieb frustriert seinen Notizblock voll und stieß sich zudem zu allem Überfluss noch den Kopf an der Kante der Bank-Überdachung.

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Auch beim dritten Tor profitierten die Schweizer von einem Leverkusener Patzer. Nach einem weiten Pass aus der Berner Hälfte verlängerte Aleksandar Dragovic den Ball Richtung eigenes Tor. Meschack Elia spritze dazwischen, lief alleine auf Lomb zu und vollstreckte dann sicher zum 3:0. 

"Unsere Leistung in der ersten Halbzeit kann ich mir nicht erklären. Wir hatten keinen Zugriff, haben zwei Standards amateurhaft verteidigt", sagte Bosz zu den beiden Eckball-Aussetzern seines Teams. 

Schick bringt Leverkusen zurück ins Spiel 

In der zweiten Halbzeit zeigte Leverkusen ein komplett anderes Gesicht. Patrik Schick brachte sein Team mit einem schnellen Doppelpack (49. und 52.) zurück ins Spiel. (Spielplan und Ergebnisse der Europa League)

Es sollte noch besser kommen für Leverkusen. Dem eingewechselten Moussa Diaby gelang mit einem Heber der Ausgleich (68.).

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Erinnerungen an das "Wunder von Bern" im Jahr 1954 wurden wach. Damals gewann Deutschland im Wankdorfstadion nach einem 0:2-Rückstand gegen Ungarn noch mit 3:2 und wurde erstmals Weltmeister. 

Zu einem weiteren Tor sollte es für Leverkusen trotz weiterer guter Chancen nicht mehr reichen. Stattdessen erzielte Siabatcheu in der 90. Spielminute noch das 4:3 für Bern.

Für Bayer-Coach Bosz gibt es für das Rückspiel am kommenden Donnerstag nur eine Marschrichtung: "Unsere Ausgangsposition ist deutlich: Wir müssen das Spiel gewinnen, sonst nichts."

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Mit Sport Informations-Dienst (SID) 

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