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Das Logo der WM 2006
Das Logo der WM 2006 © Getty Images
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In der Aufarbeitung der WM-Affäre verzeichnen die Ermittler der Frankfurter Staatsanwaltschaft einen Erfolg. Sie knacken die ominöse Jack-Warner-Datei.

Die Ermittler der Frankfurter Staatsanwaltschaft haben die dubiose und verschlüsselte "Jack-Warner-Datei" des DFB schneller als erwartet geknackt. Das bestätigte die Behörde der Süddeutschen Zeitung.

Über den Inhalt der mutmaßlich vom inzwischen entlassenen Vize-Generalsekretär Stefan Hans verfassten und für die Aufklärung des WM-Skandals 2006 interessanten Datei machten die Ermittler mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen aber keine Angaben.

Freshfields riet von Öffnung ab

Laut SZ benötigte die Staatsanwaltschaft zur Entschlüsselung 24 Tage. Die vom DFB beauftragte Kanzlei Freshfields, die sich mit der WM-Affäre befasste, hatte dem Verband von einer Entschlüsselung abgeraten, "da laut Freshfields selbst bei einem hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand (neun bis zwölf Monate) nicht zu garantieren sei, dass die Datei überhaupt zu öffnen ist", hatte der DFB mitgeteilt.

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Datei namens Erdbeben

Interessant erscheint die in einem Ordner namens "Erdbeben" abgespeicherte Datei schon aufgrund des Namens. Der inzwischen lebenslang gesperrte Ex-Funktionär Warner (Trinidad und Tobago) gehörte zu den Schlüsselfiguren in verschiedenen Skandalen beim Weltverband FIFA.

Warner und der damalige WM-Organisationschef Franz Beckenbauer hatten kurz vor der Vergabe der Endrunde 2006 einen dubiosen Vertrag unterzeichnet, der Warner erhebliche Vorteile zusichern sollte.

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