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Der Ex-Dortmunder Ciro Immobile scheiterte mit Italien in den WM-Playoffs an Schweden
Der Ex-Dortmunder Ciro Immobile scheiterte mit Italien in den WM-Playoffs an Schweden © Getty Images
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Seit dem bitteren WM-Aus befindet sich Italien im Tal der Tränen. Doch nun deutet sich unverhofft ein Ausweg an - dieser führt möglicherweise zur WM.

Erstmals seit 60 Jahren hat Italien die Qualifikation für eine WM verpasst - doch möglicherweise öffnet sich für die Squadra Azzurra noch eine Hintertür nach Russland.

Seit dem Aus in den Playoffs gegen Schweden befindet sich der italienische Fußball im Tal der Tränen. Ein Bericht aus Peru lässt Italien nun unverhofft wieder von einer WM-Teilnahme träumen, auch wenn der Verband mittlerweile reagierte.

Anlass ist ein Bericht aus Peru. "Russland in Gefahr", titelt die Tageszeitung Libero am Donnerstag. Im Bild unter anderem der Ex-Schalker Jefferson Farfan, der die peruanische Nationalmannschaft in den Playoffs gegen Neuseeland zur ersten WM-Teilnahme seit 1982 schoss.

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Bringt Perus Politik Italien zur WM?

Doch dieses Ticket nach Russland gerät nun offenbar in Gefahr. Wie Libero berichtet, plant die peruanische Politikerin Paloma Noceda, Vorsitzende des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, die Einreichung eines Gesetzesentwurfs - mit weitreichenden Folgen. 

Nach Nocedas Vorstellungen soll der peruanische Fußballverband künftig unter staatlicher Kontrolle stehen. Das verbietet allerdings die FIFA.

Nach Medienberichten vom Donnerstag zogen Parlamentarier in Lima nun den umstrittenen Entwurf zurück und ersetzten ihn durch eine entschärfte Fassung. Darin wird die Eigenständigkeit des FPF ausdrücklich unterstrichen, inwieweit die FIFA sich mit dem neuen Entwurf zufrieden gibt, bleibt allerdings abzuwarten.

Erst im März wurde Mali wegen Eingriffen des Sportministers suspendiert. Während der im Mai aufgehobenen Sperre durften weder Nationalteam noch Vereinsmannschaften an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

Sollte das Gesetz in Peru tatsächlich verabschiedet werden, droht dem Team von Nationaltrainer Ricardo Gareca möglicherweise ein ähnliches Szenario.

Aber wer würde im Fall der Fälle nachrücken?

"Bei einem Rückzug oder Ausschluss eines teilnehmenden Mitgliedsverbands entscheidet allein die FIFA-Organisationskommission und trifft die erforderlichen Maßnahmen. Die FIFA-Organisationskommission kann insbesondere den Ersatz des betreffenden teilnehmenden Mitgliedsverbands durch einen anderen anordnen", heißt es dazu in Artikel 7 des FIFA-Reglement.

Nicht nur Italien macht sich Hoffnungen

Und hier kommt Italien wieder ins Spiel - aber auch Neuseeland als in den Playoffs gegen Peru unterlegenes Team oder Chile als in der Südamerika-Qualifikation knapp hinter Peru ausgeschiedene Mannschaft.

Auch die italienische Zeitung Corriere dello Sport griff die Geschichte vom italienischen WM-Traum auf - bezeichnete ihn aber auch als eben solchen: "Wir berichten, was in der peruanischen Zeitung geschrieben steht, selbst wenn wir nicht glauben können, dass die Situation wirklich eintritt."

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