Blitzschnell und eiskalt: Mbappes große WM-Show
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Kasan und München - Stuttgart-Ass Benjamin Pavard ist der erste französische Verteidiger seit 20 Jahren, der bei einer WM trifft. Das war zuletzt Lilian Thuram gelungen.

Mit einem herrlichen Treffer hat Benjamin Pavard seinen Höhenflug bei der WM in Russland fortgesetzt.

Der Rechtsverteidiger vom VfB Stuttgart traf beim 4:3 der Franzosen gegen Argentinien im Achtelfinale mit einer spektakulären Volley-Abnahme aus rund 20 Metern zum 2:2 für Frankreich.

"So ein Tor in so einem wichtigen Spiel - unglaublich", meinte der Torschütze danach.

Es war das erste Tor für Pavard in seinem neunten Länderspiel. Der 22-Jährige hatte erst im vergangenen November sein Debüt für die Equipe Tricolore gefeiert.

Zudem war es der erste WM-Treffer eines französischen Verteidigers seit dem Doppelpack des früheren Weltstars Lilian Thuram beim 2:1 im Halbfinale 1998 gegen Kroatien.

"Ein wunderschönes Tor. Er nimmt den Ball, wie er kommt und haut ihn rein. Das hat uns sehr gut getan", schwärmte auch Stürmer-Star Antoine Griezmann, der den Torreigen mit dem Treffer zum 1:0 eröffnet hatte, in der ARD vom Geniestreich des VfB-Juwels.

Topklubs sollen interessiert sein

Pavard macht damit auf der größten Bühne des Weltfußballs weiter Werbung in eigener Sache, nachdem er schon durch seine starke Saison in Stuttgart Topklubs auf sich aufmerksam gemacht hat. Unter anderem wird der FC Bayern als möglicher Interessent gehandelt.

"Seine Bundesliga-Saison war schon beeindruckend", sagte sein früherer VfB-Trainer Hannes Wolf im ZDF: "Die WM ist jetzt eine erste kleine Krönung für ihn."

Benjamin Pavard treibt bei der WM seinen Marktwert in die Höhe © iM Football

Reschke schließt Abschied im Sommer aus

Allerdings hatte Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke mehrfach einen Wechsel des Leistungsträgers, der noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, in diesem Sommer ausgeschlossen.

"Eigentlich hatten wir mit seinem Berater einen klaren Karriereplan, in dem der VfB Stuttgart für die kommende Saison eine wichtige Rolle spielt", hatte Reschke schon vor der WM-Endrunde im Gespräch mit SPORT1 erklärt.

Er gab aber zu: "Pavard ist natürlich ein Spieler für die Champions League. Ich würde aber ein Fragezeichen dahinter setzen, ob das schon in der kommenden Saison der Fall ist.“

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