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Der Schweizer Granit Xhaka jubelte gegen Serbien mit der Doppeladler-Geste
Der Schweizer Granit Xhaka jubelte gegen Serbien mit der Doppeladler-Geste © Getty Images
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Nach ihrem umstrittenen Doppeladler-Jubel bestraft die FIFA die Schweizer Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Um das Schlimmste kommen die beiden jedoch herum.

Aufatmen bei der Schweizer Nationalmannschaft: Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka kommen nach dem Jubel-Eklat ohne Sperre davon und stehen den Eidgenossen im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica (Mi., ab 19.30 Uhr im LIVETICKER) sowie einem möglichen Achtelfinale zur Verfügung.

Die FIFA reagierte mit unerwartet milden Strafen auf die Vorfälle rund um das hochbrisante WM-Spiel zwischen der Schweiz und Serbien (2:1). Die Disziplinarkommission sprach lediglich Geldstrafen und Verwarnungen aus.

Die Schweizer Torschützen Shaqiri und Xhaka müssen jeweils 8680 Euro Strafe zahlen. Der Schweizer Kapitän Stephan Lichtsteiner kommt mit 4340 Euro davon.

Krstajic mit Kriegsverbrecher-Vergleich gegen Brych

Der serbische Verband wurde wegen des Fehlverhaltens der Fans mit einer Geldstrafe in Höhe von 46.860 Euro belegt. Zudem erhielt der Verband eine Verwarnung. Der serbische Trainer Mladen Krstajic und Verbandsboss Slavisa Kokeza müssen jeweils 4340 Euro zahlen.

Krstajic hatte mit seinem Kriegsverbrecher-Vergleich in Zusammenhang mit dem deutschen Schiedsrichter Felix Brych aus München für einen Eklat gesorgt.

"Ich würde ihn nach Den Haag schicken", sagte der frühere Bundesliga-Profi in Anspielung auf den Sitz des Kriegsverbrecher-Tribunals für das ehemalige Jugoslawien. Dann ergänzte er: "Dort sollte ihm so der Prozess gemacht werden, wie sie uns (im Spiel) den Prozess gemacht haben."

Xhaka und Shaqiri von serbischen Fans beleidigt

Auch gegen Kokeza ging die FIFA aufgrund fragwürdiger Kommentare vor. Die serbischen Fans waren in den Fokus des Weltverbandes geraten, weil nationalistisch gesinnte Anhänger während des Spiels mehrmals "Töte den Albaner" skandiert hatten.

Dabei ist der verwendete Begriff "Siptara" für die Albaner eine rassistische Beleidigung - zahlreiche Schweizer Spieler haben albanische oder kosovo-albanische Wurzeln.

Dazu gehören Shaqiri und Xhaka. Sie hatten ihre Treffer mit der Doppeladler-Geste gefeiert, Lichtsteiner schloss sich dem an. Das Formen des albanischen Wappentiers mit den Händen ist ein von der FIFA verbotenes politisches Statement.

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