Skurrile Buden! Beckham sieht Slapstick-Festspiele
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Deutschland muss sich beim SheBelieves Cup gegen England mit einem Remis begnügen. Der Turniersieg ist damit nicht mehr zu realisieren.

Die deutschen Fußballerinnen haben beim SheBelieves Cup in den USA auch im zweiten Spiel das erste Erfolgserlebnis des Jahres verpasst.

Der Olympiasieger musste sich gegen den WM-Dritten England in Harrison/New Jersey mit einem 2:2 (1:1) begnügen und kann den Triumph beim hochkarätig besetzten Vier-Nationen-Turnier bereits abschreiben.

In einer munteren Begegnung ging die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones durch Hasret Kayikci (17.) und ein Eigentor von Millie Bright (51.) zweimal in Führung. Doch Ellen White (18./73.) glich per Doppelpack aus.

Zum Abschluss gegen Frankreich

"Wir waren im Grunde die bessere Mannschaft, aber das bringt uns am Ende nichts, wenn wir unentschieden spielen", befand Angreiferin Alexandra Popp: "Wir müssen die einfachen Gegentore vermeiden."

Mit einem Punkt liegt Deutschland vor dem letzten Spiel gegen Frankreich am Mittwoch (ab 21.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Orlando auf Tabellenrang drei hinter England und den USA (beide 4).

Goeßling ersetzt Peter

Drei Tage nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen den Gastgeber setzte Jones in der Arena der New York Red Bulls auf zwei neue Kräfte: Lena Goeßling für die verletzt abgereiste Abwehrchefin Babett Peter sowie Kayikci als Sturmspitze. Im Mittelfeld mischte die Bundestrainerin zudem kräftig durch. Bis auf Svenja Huth auf dem rechten Flügel begannen alle Spielerinnen auf veränderten Positionen.

Die Umstellung schien zunächst zu fruchten, die deutsche Mannschaft spielte mit mehr Druck und Tempo nach vorne. Dann aber wurde es turbulent: Erst bugsierte Kayikci den Ball nach einem Getümmel im Strafraum ins Tor, dann glich White im direkten Gegenzug mit einem abgefälschten Weitschuss aus.

Die DFB-Auswahl verlor nach diesem Sekundenschlaf in der Abwehr merklich den Zugriff aufs Spiel und lud die Lionesses so zu gefährlichen Angriffen ein. Ein Schuss von Toni Duggan (24.) strich nur knapp am deutschen Tor vorbei.

Führung durch kurioses Eigentor

Kurz nach dem Seitenwechsel profitierten die Deutschen dann von einer slapstick-artigen Einlage der englischen Hintermannschaft. Einen Schuss der eingewechselten Lina Magull lenkte die zurückeilende Torhüterin Siobhan Chamberlain per Fußabwehr an die Hacke von Innenverteidigerin Bright, von dort sprang der Ball ins Tor.

Beim erneuten Ausgleich war die deutsche Defensive bei einem weiten Ball aus dem Mittelfeld überhaupt nicht auf dem Posten, die starke White verwandelte im Eins-gegen-Eins mit Torhüterin Almuth Schult eiskalt.

Der SheBelieves Cup dient den DFB-Frauen in diesem Jahr als intensive Vorbereitung auf die heiße Phase der WM-Qualifikation, die im April fortgesetzt wird. Auf dem Weg zur Endrunde 2019 sollte sich der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister nach einer Heimniederlage gegen Island keine weiteren Ausrutscher erlauben.

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