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Die deutschen Frauen dürfen spät jubel
Die deutschen Frauen dürfen spät jubel © Getty Images
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Die deutsche Nationalmannschaft feiert vor einer fantastischen Kulisse in London einen späten Sieg. Der angestrebte Zuschauer-Rekord wird knapp verpasst.

Das deutsche Frauen-Nationalteam hat einen begeisternden Fußball-Abend in Wembley mit einem Prestige-Erfolg gekrönt.

Vor der Traumkulisse mit 77.768 Zuschauern gelang der Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Klassiker gegen England ein durchaus verdienter 2:1 (1:1)-Erfolg.

Den Siegtreffer für die DFB-Auswahl erzielte Supertalent Klara Bühl (90.). DFB-Kapitänin Alexandra Popp (9.) und Ellen White (44.) hatten zuvor in einer unterhaltsamen Partie zum Jahresabschluss getroffen, die entgegen der englischen Ankündigungen den bisherigen Europarekord von 80.203 Zuschauern beim Olympia-Finale 2012 an selber Stelle nicht ganz in den Schatten stellen konnte. 

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Der englische Verband FA hatte als Ausrichter der Frauen-EM 2021 massiv die Werbetrommel gerührt und die Partie Mitte Oktober als ausverkauft vermeldet.

Der Zuschauer-Weltrekord von 1999, als beim WM-Finale 90.185 Menschen den Rose Bowl von Pasadena/Kalifornien besuchten, bleibt ebenfalls unangetastet.

DFB-Frauen nicht in Bestbesetzung unterwegs

Als "Ehre und Geschenk" bezeichnete Voss-Tecklenburg im Vorfeld diese besondere Begegnung, die für den Olympiasieger den ersten Härtetest seit dem enttäuschenden WM-Viertelfinalaus im Sommer bildete.

Da die Stammkräfte Almuth Schult, Giulia Gwinn und Svenja Huth fehlten, konnte "MVT" gegen den WM-Vierten nicht ihre Bestbesetzung aufbieten.

So kam die 19-jährige Sophia Kleinherne vom 1. FFC Frankfurt als Linksverteidigerin zu ihrem Länderspiel-Debüt. Doch die verjüngte DFB-Elf startete furios, nach nur 150 Sekunden hatte Popp bei einem Lattentreffer erstmals die Führung auf dem Fuß. Per Kopf zielte sie wenig später besser - und im Hexenkessel Wembley wurde es für einige Sekunden mucksmäuschenstill.

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Für die Kapitänin war es im 106. Länderspiel der 53. Treffer. Dabei hätte die 28-Jährige das Highlight in London eigentlich verpasst - nach der Blitzheilung eines Außenbandrisses im Sprunggelenk wurde sie von Voss-Tecklenburg erst nachnominiert.

Gegen sichtlich nervöse Engländerinnen blieb die DFB-Auswahl zunächst spielbestimmend. Besonders das Mittelfeld-Dreieck Dzsenifer Marozsan, Sara Däbritz und Lina Magull setzte die notwendigen Akzente.

Frohms bügelt Fehler selbst wieder aus

Doch nach einem rot-würdigen Einsteigen von Sara Doorsoun gegen Beth Mead (30.) wurden die Gastgeberinnen mutiger. Nach einem Foul von Torhüterin Merle Frohms an Mead gab Schiedsrichterin Stephanie Frappart Elfmeter - doch die Freiburgerin Frohms machte die Aktion mit einer starken Parade gegen Nikita Parris (36.) wieder wett. 

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Dann schlug Englands Torjägerin White kurz vor der Pause doch noch zu - der Ausgleich fiel aber aus abseitsverdächtiger Position.

Zur zweiten Hälfte blieb die starke Innenverteidigerin Lena Oberdorf mit Oberschenkelproblemen in der Kabine, Marina Hegering kam für die 17-Jährige in die Partie. Das Spieltempo blieb hoch, beide Seiten drängten auf den nächsten Treffer. Magulls Abstauber-Tor (63.) zählte aufgrund einer Abseitsstellung der Münchnerin nicht. Kurz vor Schluss traf die 18-Järhige Bühl für Deutschland.

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