vergrößernverkleinern
Gewann mit Juventus Turin vergangene Saison das Double: Eniola Aluko
Gewann mit Juventus Turin vergangene Saison das Double: Eniola Aluko © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Eniola Aluko wurde bereits 2014 Opfer eines rassistisch motivierten verbalen Angriffs des ehemaligen Nationaltrainers von England. Nun verlässt sie Italien.

Die 102-malige englische Nationalspielerin Eniola Aluko verlässt ein halbes Jahr vor Ablauf ihres Vertrags den italienischen Meister Juventus Turin und hat als einen Grund dafür auch Rassismus genannt.

"Die letzten sechs Monate waren sehr schwierig. Manchmal fühlt es sich an, als sei Turin in Sachen kultureller Offenheit ein paar Jahrzehnte zurück", schrieb Aluko in einem Gastbeitrag für die englische Tageszeitung The Guardian: "Ich habe es satt, in einem Laden beobachtet zu werden, als wäre ich eine Diebin. Zu oft hat man mich am Flughafen so behandelt, als wäre ich der Drogendealer Pablo Escobar."

Meistgelesene Artikel

Bei ihren Spielen habe Aluko, die mit Juve in der vergangenen Saison das Double gewann, keine rassistischen Beleidigungen erlebt. Allerdings erklärte die in Nigeria geborene 32-Jährige, der italienische Fußball habe ein Rassismus-Problem.

Anzeige

Rassismus-Probleme in Italien   

Aluko bemängelte, dass Klubpräsidenten und Tifosi Rassismus als Teil der "Fankultur" betrachteten.

Jetzt aktuelle Fanartikel der internationalen Top-Klubs bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

In Italien gibt es seit Jahren Probleme mit rassistischen Fans. Anfang September hatten Beleidigungen gegen den belgischen Nationalstürmer Romelu Lukaku von Inter Mailand durch Anhänger von Cagliari Calcio für Aufregung gesorgt.

Auch der frühere italienische Nationalspieler Mario Balotelli wurde Opfer rassistischer Anfeindungen.

DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Aluko: Opfer eines verbalen Angriffs

Aluko, die ein Jura-Studium absolviert hat und nach ihrer Karriere als Anwältin arbeiten will, stand bereits im Skandal um den 2017 entlassenen englischen Frauen-Nationaltrainer Mark Sampson im Mittelpunkt.

Sampson, der England 2015 zu WM-Bronze geführt hatte, war vom englischen Fußball-Verband FA wegen "unangemessenem und inakzeptablem Verhalten" gefeuert worden.

Laut Aluko habe Sampson ihr 2014 gesagt, sie möge sicherstellen, dass ihre Verwandten aus Nigeria bei einem Stadionbesuch in Wembley kein Ebola verbreiten.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image