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Grenoble - Die DFB-Frauen erreichen gegen Nigeria souverän das Viertelfinale. Bereits in der ersten Halbzeit stellt das deutsche Team die Weichen auf Sieg.

Alexandra Popp reckte erst die Fäuste wuchtig in den Himmel - dann umarmte sie erleichtert alle Teamkolleginnen.

"Ich bin glücklich. Wir waren souverän. So will ich meine Mannschaft sehen", sagte die überragende Kapitänin im ZDF, nachdem sie die deutschen Fußballerinnen in ihrem 100. Länderspiel ins WM-Viertelfinale geführt hatte. Dank der bisher besten Turnierleistung gewann der zweimalige Weltmeister in der ersten K.o.-Runde 3:0 (2:0) gegen Nigeria.

Damit steht die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der achten WM-Endrunde zum achten Mal im Viertelfinale. Popp (20.), Sara Däbritz per Foulelfmeter (27.) und Lea Schüller (82.) trafen für die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die nach wie vor kein Gegentor kassiert hat.

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In der Runde der besten Acht bekommt es Deutschland am Samstag (29. Juni) mit Kanada oder Schweden zu tun - die beiden treffen am Montag aufeinander.

Auf gutem Weg zu Olympia

"Es ist schön, das wir das Ziel erreicht haben. Das war nicht leicht. Wir sind total happy", sagte "MVT", die ein Extra-Lob für Popp parat hatte: "Ich freue mich sehr für Poppi, für die es ein besonderes Spiel war. Sie hat perfekt für die Mannschaft gearbeitet."

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Nach dem Erfolg gegen den Rekord-Afrikameister soll auch das Viertelfinale auf dem Weg zur erhofften Olympia-Qualifikation nur eine Zwischenstation für die Deutschen sein. Schließlich dürfen nur die drei besten Teams aus Europa 2020 in Tokio antreten.

Im Viertelfinale kann laut Voss-Tecklenburg auch Spielmacherin Dzsenifer Marozsan wieder eingreifen. Die 27-Jährige war seit einer Fraktur des linken Mittelzehs im Auftaktspiel gegen China (1:0) außer Gefecht.

"Unser Ziel ist das Finale", sagte Torhüterin Almuth Schult, die langsam den Rekord von Nadine Angerer ins Visier nehmen darf. Ihre Vorgängerin war beim WM-Triumph 2007 komplett ohne Gegentor geblieben.

Doppelter Videobeweis zu Gunsten Deutschlands

Vor 17.988 Zuschauern in Grenoble bestimmte der Olympiasieger, der in der Gruppenphase drei Siege in drei Spielen (6:0 Tore) geholt hatte, über weite Strecken das Geschehen. Mitte der ersten Hälfte rückte der Videobeweis in den Blickpunkt. Der Kopfballtreffer Popps nach einer Ecke der starken Lina Magull wurde überprüft, weil Svenja Huth im Abseits stand - zum Glück für die Deutschen passiv.

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Auch den nächsten Videobeweis "gewann" das DFB-Team. Schiedsrichterin Yoshimi Yamashita (Japan) sah ein Foul von Evelyn Nwabuoku an Magull nicht - im Gegensatz zum Video-Assistenten Carlos Del Cerro Grande aus Spanien.

Däbritz erzielte vom Punkt ihr drittes WM-Tor. Die 24-Jährige ist die erste Deutsche, die seit 2003 in drei WM-Spielen in Folge getroffen hat. Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz schaffte das damals sogar in fünf Begegnungen.

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Obwohl Nigeria reichlich Platz für Konter ließ, ging im zweiten Durchgang wenig im Spiel nach vorne. Die DFB-Auswahl ließ die Konsequenz in der Offensive vermissen - auch weil Mittelstürmerin Popp als stabilisierendes Element zurück ins Mittelfeld gerückt war. Däbritz konnte die Chance zur Vorentscheidung nicht nutzen (79.), Schüller machte es kurz darauf nach einem schweren Abwehrfehler Nigerias besser.

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