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Schwedens Kosovare Asllani wird kurz vor Schluss des WM-Halbfinals gegen die Niederlande mit einer Trage vom Platz gebracht
Schwedens Kosovare Asllani wird kurz vor Schluss des WM-Halbfinals gegen die Niederlande mit einer Trage vom Platz gebracht © Getty Images
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Lyon und München - Nach einem äußerst knappen Sieg nach Verlängerung stehen die Niederlande im Finale der Frauen-WM gegen die USA. Schweden trifft im Spiel um Bronze auf England.

Die Europameisterinnen fordern den Titelverteidiger!

Die niederländischen Fußballerinnen sind den USA ins Endspiel der Frauen-WM gefolgt. In Lyon kämpfte sich das Oranje-Team gegen Deutschland-Bezwinger Schweden zu einem 1:0 (0:0) nach Verlängerung und schrieb zwei Jahre nach dem EM-Triumph im eigenen Land mit dem erstmaligen Finaleinzug erneut Geschichte. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Dank des Treffers der Ex-Frankfurterin Jackie Groenen (99.) kommt es am Sonntag (ab 17 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) erneut in Lyon zum Duell mit dem Top-Favoriten. Die Schwedinnen kämpfen am Samstag (ab 17 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) in Nizza gegen England wie zuletzt vor acht Jahren um Platz drei.

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Schwedin Asllani muss lange behandelt werden

In der Nachspielzeit mussten die Skandinavierinnen noch einen Schock verkraften. Stürmerin Kosovare Asllani bekam in einem Zweikampf den Ball unglücklich an den Hals und blieb anschließend benommen liegen. Nach minutenlanger Behandlung musste die 29-Jährige mit einer Halskrause auf einer Trage vom Feld gebracht werden.

Kurios: Während der Behandlung leuchtete der Team-Arzt der Schwedinnen der Verletzten mit der Handy-Taschenlampe in die Augen.

Schweden - Niederlande, Frauen-WM
Schweden - Niederlande, Frauen-WM © ARD

Asllani wurde ins Krankenhaus gebracht, wie Schwedens Pressesprecher Fredrik Madestam mitteilte. Nach CT- und MRT-Untersuchungen gab im Lauf der Nacht Teamarzt Houman Ebrahimi schwedischen Medien zufolge bekannt, dass erste Tests keine Anzeichen für ernstere Verletzungen zeigten.

Am frühen Donnerstagmorgen postete Asllani zwei Bilder auf Instagram, mit einem zerbrochenen Herzen.

Schweden mit mehr Spielanteilen

Bei den Schwedinnen, die im Viertelfinale am Samstag das DFB-Team besiegt hatten (2:1), war Nationalcoach Peter Gehardsson zu einer kurzfristigen Änderung der Startelf gezwungen. Da Nathalie Björn über plötzliches Fieber klagte, begann stattdessen Elin Rubensson im defensiven Mittelfeld. 

48.452 Zuschauer im Stade de Lyon sahen eine deutlich langsamere Begegnung als im packenden ersten Halbfinale am Vorabend (2:1). Nach einer nervösen Anfangsphase übernahmen die früh pressenden Schwedinnen das Kommando. (Service: Spielplan und Ergebnisse)

Bis zur ersten großen schwedischen Torchance brauchte es aber über eine halbe Stunde und einen Eckball von Magdalena Eriksson. Den Nachschuss von Lina Hurtig aus kurzer Distanz wehrte die niederländische Torhüterin Sari van Veenendaal mit dem Fuß ab (37.).

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Schwedens Defensive um die langjährige Wolfsburgerin Nilla Fischer bekam gegen erschreckend ideenlose Europameisterinnen wenig zu tun. Die schnellen Angreiferinnen Sofia Jakobsson und Stina Blackstenius wurden aber auf der anderen Platzhälfte so gut wie nicht in Szene gesetzt.

Glanzparaden und Aluminium auf beiden Seiten

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild, auch wenn die Niederländerinnen etwas mehr Zugriff bekamen. Doch wieder schnupperte Schweden nach einer Standardsituation an der Führung: Nach einer Ecke schoss die aufgerückte Fischer an den Pfosten (56.). 

Dann setzte Vivianne Miedema auf der Gegenseite das erste Ausrufezeichen, Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl aber lenkte den Schuss der Ex-Bayern-Stürmerin mit einer starken Parade an die Latte (64.).

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In der Verlängerung drängten die Niederländerinnen auf die Entscheidung. Groenen, die bis zur vergangenen Saison beim 1. FFC Frankfurt in der Bundesliga gespielt hat, brachte Oranje letztlich in Führung. Nach einer schönen Kombination zog sie aus 20 Metern Entfernung ab und versenkte den Ball per Flachschuss im langen Eck.

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