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Viel Wirbel um die Strafe für Heiko Vogel
Viel Wirbel um die Strafe für Heiko Vogel © Imago
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Heiko Vogel wird für sein Verhalten gegenüber zwei Schiedsrichterinnen auf ungewöhnliche Weise bestraft. Nun wird der Vorwurf des Sexismus laut.

Heiko Vogel ist als Trainer der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach wegen unsportlichen Verhaltens zu einer Sperre von zwei Spielen verdonnert worden - der auf den ersten Blick recht gewöhnliche Vorfall schlägt nun hohe Wellen. 

Denn der ehemalige Trainer des FC Bayern II wurde vom Westdeutschen Fußball-Verband (WDFV) nicht nur gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt, sondern hat auch die Auflage erhalten, sechs Trainingseinheiten bei einer Mädchen- oder Frauenmannschaft seines Vereins zu absolvieren. 

Hintergrund: Vogel hatte sich die Sperre im Januar eingehandelt, als er sich beim Spiel in der Regionalliga West gegen SV Bergisch Gladbach gegenüber zwei Schiedsrichter-Assistentinnen unsportlich verhalten hatte. Das vom Verband gewählte Strafmaß wurde nun teils scharf kritisiert. 

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Unter anderem von Nora Häuptle, die als beim SC Sand als einzige weibliche Trainerin in der Frauen-Bundesliga arbeitet: "Es ist niemals eine Strafe, ein Team zu trainieren - egal, ob Männer oder Frauen. Da liegt schon mal ein Denkfehler vor." Die 37-Jährige bezeichnete das Vorgehen des WDFV im Gespräch mit dem SWR als "Eigentor". Die Maßnahme sei "despektierlich dem Frauenteam gegenüber." 

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Vogel empfiehlt sie, die angeordneten Einheiten zu genießen: "Das Beste wäre, wenn er selbst die Sache richtig stellt."

Nationalspielern: Strafe eine "bewusste Form des Sexismus"

Deutlich schärfer meldete sich die österreichische Nationalspielerin Viktoria Schnaderbeck zu Wort. Die Spielerin des FC Arsenal sprach auf Instagram von einer "bewussten Form des Sexismus. Fußballerinnen zu trainieren ist KEINE STRAFE. Diese Sanktion des WDFV muss Konsequenzen mit sich bringen. Ich bin mir sicher, dass sich jede Fußballerin und vermutlich auch jede Sportlerin so fühlt, wie ich mich fühle: DISKRIMINIERT."

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Unterstützung erhält Schnaderbeck in den Social Media, wo diverse User in Frage stellten, wie das Trainieren eines Frauenteams eine Strafe darstellen könne.

Der Fall findet mittlerweile sogar internationale Beachtung, weil auch ESPN darüber berichtet. Auf SPORT1-Anfrage wollte sich der WDFV nicht zu der Causa Vogel äußern. Es handele sich um ein schwebendes Verfahren, der Sachverhalt werde aktuell geprüft. 

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