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Die deutsche U21-Nationalmannschaft tut sich zum Start der U21-EM gegen Ungarn lange schwer. Dann dreht Wolfsburgs Ridle Baku auf.

Eine Stunde Anlaufzeit benötigte die deutsche U21-Nationalmannschaft bei der U21-EM.

Doch dann spielten sich die DFB-Junioren angeführt von Ridle Baku in einen kleinen Torrausch. Mit 3:0 (0:0) siegte die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz gegen Co-Gastgeber Ungarn und untermauerte vor der kommenden Partie gegen Mitfavorit Niederlande ihre Ambitionen. Die Oranje-Junioren kamen zum Start allerdings nicht über ein 1:1 (1:1) gegen Rumänien hinaus. (Spielplan und Ergebnisse der U21-EM)

Matchwinner Baku: "Das war ein Ausrufezeichen"

Baku bereitete zunächst den Führungstreffer von Lukas Nmecha (61.) vor, anschließend traf der Flügelflitzer des VfL Wolfsburg auch noch selbst doppelt (66., 73.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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"Das war eines meiner schönsten Spiele, die ich bisher gemacht habe. Das hätte ich mir so nicht ausmalen können", sagte Matchwinner Baku bei ProSieben: "Das war ein Ausrufezeichen auch an die anderen. Mit dem heutigen Auftritt können wir sehr zufrieden sein."

Für Kuntz waren vor allem die Umstellungen zur zweiten Halbzeit der Schlüssel zum Erfolg. "Wir hatten zu viele Ballkontakte, wir haben das Spiel zu langsam gemacht", analysierte Kuntz die erste Hälfte.

Nach dem Wiederanpfiff habe die deutsche Mannschaft dann die Position von Kapitän Arne Maier verändert, danach sei das Spiel besser gelaufen. Nach dem Führungstor habe man gemerkt, "dass es noch junge Menschen sind. Das war ein Türöffner und dann spielen sie auch befreit Fußball."

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Immer wieder angetrieben vom ehemaligen Bayern-Nachwuchsspieler Niklas Dorsch übernahm die deutsche Mannschaft von Beginn an das Kommando. Der Mittelfeldspieler von KAA Gent setzte mit einem Distanzschuss auch das erste Zeichen (13.), verfehlte aber das Ziel um einige Meter.

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Deutsche U21 dominant, aber glücklos

Bei einem verunglückten Rückpass der Ungarn wäre Lukas Nmecha fast zur Stelle gewesen, Torhüter Balasz Bese packte aber vor dem Stürmer des RSC Anderlecht zu (21.). Gefährliche Strafraumszenen blieben in der Folge Mangelware.

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Distanzschüsse waren gegen die kompakte Defensive der Ungarn daher das Mittel der Wahl. David Raum (25.) und Kapitän Arne Maier (28.) zielten aber zu ungenau.

Torhüter Finn Dahmen, dem Kuntz aufgrund seines Bauchgefühls den Vorzug vor Lennart Grill gab, blieb im ersten Durchgang beschäftigungslos. Trotz der drückenden Überlegenheit der deutschen Auswahl und 72 Prozent Ballbesitz ging es torlos in die Kabine. (Der Kader der deutschen U21)

Nmechas Führungstor bricht den Bann

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die DFB-Junioren das Tempo - mit Erfolg. Über Josha Vagnoman und Mergim Berisha landete der Ball bei Ridle Baku auf dem rechten Flügel. Dessen punktgenaue Flanke köpfte Nmecha aus fünf Metern mühelos ein (61.).

Die Kuntz-Elf blieb beflügelt vom Führungstor dran. Einen Distanzkracher von Maier konnte Bese zunächst abwehren. Raum fand aber mit einer scharfen Flanke den heranstürmenden Baku (66.), der aus kurzer Distanz nur den Fuß reinhalten musste.

Berisha verpasste mit einem Distanzkracher an die Latte ein Traumtor (72.), scheiterte kurz darauf aus abseitsverdächtiger Position erneut am Querbalken, aber Baku staubte ab und erzielte seinen zweiten Treffer des Abends (73.). Auch in der Schlussphase spielten die DFB-Junioren weiter nach vorne. Der eingewechselte Salih Özcan zwang Bese zu einer Glanzparade (81.).

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