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Die deutsche U21 holte zum dritten Mal nach 2009 und 2017 den EM-Titel
Die deutsche U21 holte zum dritten Mal nach 2009 und 2017 den EM-Titel © SPORT1-Grafik/Imago
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Die deutsche U21 holt zum dritten Mal den EM-Titel. Ein großer Erfolg der Mannschaft und von Stefan Kuntz' Team - aber er überdeckt Probleme. Ein Kommentar.

Die deutsche U21 ist zum dritten Mal Europameister.

Zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Jahren schaffte Stefan Kuntz, was dem DFB zuvor in über 40 Jahren Turnier-Geschichte nur ein einziges Mal gelungen war. Nur die knappe Endspiel-Niederlage gegen Spanien 2019 verhinderte sogar einen erstaunlichen Titel-Hattrick.

Erstaunlich vor allem deshalb, weil die deutsche Mannschaft zu keinem der drei Turniere unter Kuntz als Favorit angetreten war.

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Baku und Wirtz als größte Namen der U21

Spätestens diesmal hätten es eigentlich alle besser wissen müssen, die den DFB-Junioren allenfalls Außenseiterchancen zugestanden. (EINZELKRITIK: Dorsch macht den Schweinsteiger)

Aber wer konnte es den Kritikern verübeln, schließlich waren sie beim DFB selbst der Meinung, diesmal einen eher schwachen U21-Jahrgang aufzubieten. (STIMMEN: Dorsch dankt Oma für Motivation)

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Keine Profis von absoluten Top-Klubs, dafür mehr als ein Dutzend Zweitliga-Spieler. Nur Ridle Baku und Florian Wirtz durften schon mal bei der A-Nationalmannschaft reinschnuppern - und Wirtz ist mit seinen gerade erst 18 Jahren noch so jung, dass er sogar noch bei der übernächsten U21-EM auflaufen darf.

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Insgesamt sieben Spieler des Endrunden-Kaders sind auch für die neue U21 spielberechtigt. Das zeigt zum einen, dass der Jahrgang 1998/99 in der Breite nicht allzu üppig besetzt ist.

Kuntz und Co. haben wieder Großes geleistet

Es zeigt zum anderen, dass die Sorgen um den Nachschub an Talenten, die auch die Verantwortlichen beim DFB immer wieder äußern, durchaus ihre Berechtigung haben. Es muss sich etwas ändern im deutschen Nachwuchs!

Der erneute Triumph bei der U21-EM überdeckt viele Probleme, weil das Trainerteam mit Stefan Kuntz, Antonio Di Salvo, Daniel Niedzkowski und Klaus Thomforde einmal mehr eine grandiose Einheit geformt und das Maximum aus diesem Kader herausgeholt hat. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Um eine erneute Weltmeister-Generation zu formen, wie es 2014 rund um die U21-Europameister von 2009 gelungen war, braucht es aber mehr als das. Es braucht Talente, die anschließend gut genug sind, den Sprung zur A-Nationalmannschaft zu schaffen - und davon gab es schon in den vergangenen Jahren zu wenige.

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Nur Gnabry vom 2017er-Team bei der EM

Von den U21-Europameistern 2017 steht aktuell in Serge Gnabry nur ein einziger Spieler im EM-Kader von Joachim Löw. Von den Vize-Europameistern 2019 sind es immerhin drei.

Dass es abgesehen von Baku und Wirtz viele weitere aktuelle EM-Helden dauerhaft in den Kader des künftigen Bundestrainers Hansi Flick schaffen, scheint derzeit ebenfalls eher fraglich. (Bierhoff und Neuer gratulieren DFB-Junioren)

Es bleibt zu hoffen, dass diese Spieler, die Fußball-Deutschland in der vergangenen Woche so viel Freude bereitet haben, ihre Kritiker noch einmal Lügen strafen.

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