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"Heute noch stolz": Über das Wunder von der Grotenburg

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Vor 34 Jahren war Bayer Uerdingen im Viertelfinal-Rückspiel des damaligen Euopapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Dresden nach 45 Minuten schon so gut wie draußen. Es folgte eines der irrsten Spiele der Europapokalgeschichte.
"Es macht mich stolz, an dieser Leistung - wenn auch nur in Form einer einzigen Aktion, der Abwehr des Angriffs in der 85. Minute - beteiligt gewesen zu sein", sagt der damalige Keeper Werner Vollack zu SPORT1. "So konnte ich zumindest einen kleinen Beitrag zu diesem wahnsinnigen Erfolg leisten. Heute noch bin ich stolz, ein Teil dieser großartigen Mannschaft gewesen zu sein."
"Dass Dresden dann so eingebrochen ist in der zweiten Halbzeit, könnte keiner ahnen", erinnert sich Wolfgang Funkel bei SPORT1. "Mit jedem Tor wurden wir immer stärker  und glaubten irgendwann  auch an die Sensation. Für den Verein und besonders für mich war es das Spiel meines Lebens."
Doch wo reiht sich dieses "Wunder von Grotenburg“ ein? SPORT1 zeigt die größten Europapokalwunder mit deutscher Beteiligung
PLATZ 14: Bayern München - FC Porto 2015: Schlechte Stimmung in München im April 2015 vor dem CL-Viertelfinalrückspiel gegen den FC Porto. 1:3 ging das Hinspiel verloren, noch nie konnte der FCB zuhause einen Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen
Doch die Münchner zeigen im Rückspiel eine Gala-Vorstellung, schon nach 27 Minuten steht es 3:0. Am Ende schießt der deutsche Meister die Portugiesen mit 6:1 aus der Allianz Arena
PLATZ 13: Borussia Mönchengladbach - SpG Wattens-Wacker Innsbruck 1978: Ein peinliches 1:3 im Hinspiel des Landesmeister-Cups 1978 beantwortet die Fohlen-Elf um Rainer Bonhof mit einem 2:0 am Bökelberg. Die Auswärtstorregel hilft beim Halbfinaleinzug
PLATZ 12: Hamburger SV - FC Burnley 1961: Im Viertelfinale des Landesmeisterpokal 1961 ist der HSV gegen den englischen Meister Burnley auf Tore von Uwe Seeler angewiesen. Nach einem 1:3 im Viertelfinal-Hinspiel gelingt im Rückspiel die 4:1-Sensation
PLATZ 11: 1. FC Kaiserslautern - Real Madrid 1982: Ein echtes Wunder schafft Lautern 1982 im Viertelfinale des UEFA-Pokals. 3:1 gewinnt Madrid das Hinspiel, im Rückspiel behält der FCK mit 5:0 die Oberhand, auch dank dreier Platzverweise gegen Real
PLATZ 10: Werder Bremen - BFC Dynamo Berlin 1988: In den 80er-Jahren hat der SVW ein Abonnement auf Europapokal-Wunder. 1988 muss der BFC Dynamo dran glauben. Werder macht die 0:3-Hinspielpleite mit einem 5:0 im Rückspiel wett
PLATZ 9: Carl-Zeiss Jena - AS Rom 1980: Trainer Hans Meyer sorgt in jungen Jahren gegen die Roma für eine Sensation. In der 1. Runde des Europapokals der Pokalsieger zerlegt Jena den AS Rom nach einer 0:3-Hinspielniederlage im Rückspiel mit 4:0
PLATZ 8: Bayern München - Inter Mailand 1988: Nach einer 0:2-Niederlage im heimischen Olympiastadion muss der FCB im Dezember 1988 vor gigantischer Kulisse im San Siro antreten. Inter wartet mit Lothar Matthäus und Andi Brehme
Durch Tore von Roland Wohlfarth, Klaus Augenthaler und Jürgen Wegmann steht es am Ende 3:1, die Auswärtstorregelung hilft bei die Sensation. Auch der heutige SPORT1-Experte Olaf Thon (r.) ist am "Wunder von Mailand" beteilligt
PLATZ 7: Hamburger SV - Real Madrid 1980: Trotz eines 2:0-Polsters aus dem Hinspiel sind die Königlichen im April 1980 in Hamburg ganz klein. Der HSV zerlegt Real mit 5:1. Die vielleicht größte Stunde des HSV im Europapokal der Landesmeister
PLATZ 6: Borussia Mönchengladbach - AC Florenz 2017: Im Rückspiel der Europa-League-Zwischenrunde gegen Florenz liegen die Fohlen in der ersten Hälfte mit 0:2 zurück. Nach dem 0:1 aus dem Hinspiel glaubt keiner mehr an das Team von Trainer Dieter Hecking
Doch noch vor dem Halbzeitpause erzielt Lars Stindl den Anschlusstreffer. In der zweiten Hälfte explodiert Gladbach, zwei weitere Stindl-Treffer und ein Christensen-Tor bringen das 4:2, den Achtelfinaleinzug und das größte Europapokalwunder der Vereinsgeschichte
PLATZ 5: Bayern München - Juventus Turin 2016: Wahnsinn in München 2016 im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juve. Nach einem 2:2 im Hinspiel liegt Bayern im Rückspiel bis zur 73. Minute 0:2 zurück, wirkt mausetot
Doch dann dreht Bayern auf. Robert Lewandowski und Thomas Müller retten den FCB in die Verlängerung, dort trifft Thiago die Turiner ins Mark, legt den Grundstein für den 4:2-Erfolg und das Weiterkommen. Eine emotionale Sternstunde unter Pep Guardiola
PLATZ 4: Werder Bremen - Spartak Moskau 1987: Unter Otto Rehhagel ist der SVW erfolgreich wie nie in Europa - trotz teilweise katastrophalen Hinspielen. 1987 unterliegen die Hanseaten im UEFA Cup mit 1:4 in Moskau, starten dann im Weserstadion die Aufholjagd
6:2 nach Verlängerung heißt es am Ende. Spartak ist ausgeknockt und Rehhagel bejubelt mit seinen Schützlingen um Keeper Oliver Reck (2. v. r.) das "Wunder von der Weser". Im Halbfinale ist aber im deutschen Duell Schluss gegen Leverkusen
PLATZ 3: Borussia Dortmund - Malaga FC 2013: Den emotionalsten Moment der Ära Jürgen Klopp erlebt der BVB gegen Malaga. Im CL-Viertelfinal-Rückspiel 2013 erzielt Malaga in der 85. Minute das 2:1, Dortmund ist gefühlt schon raus, bräuchte zwei Tore
Dann der Nachspielzeit-Wahnsinn im Westfalenstadion. Zunächst trifft Julian Schieber, dann stochert Felipe Santana den Ball in der Nachspielzeit über die Linie. Das Stadion bebt, der BVB packt den ersten CL-Halbfinaleinzug nach 15 Jahren
PLATZ 2: Karlsruher SC - Valencia CF 1993: Edgar "Euro-Eddy" Schmitt wird mit vier Toren in einem Spiel in der 2. Runde des UEFA-Pokals 1993 zum Helden. Im Hinspiel mit 1:3 noch chancenlos gegen Valencia, artet das Rückspiel zur Karlsruher Fußball-Party aus
Schon nach 37 Minuten führt der KSC 3:0, am Ende siegt die Elf von Winfried Schäfer sogar 7:0. Der "Winni-Wahnsinn" und "Euro-Eddy" sind seitdem fest in der KSC-Historie verankert
PLATZ 1: Bayer Uerdingen - Dynamo Dresden 1986:  Die Mutter aller deutschen Europokalabende! Dynamo führt nach dem 2:0 im Hinspiel auch im Viertelfinal-Rückspiel des Europapokals der Pokalsieger in Krefeld mit 3:1. Die Fans feiern bereits den Halbfinaleinzug
Nach der Halbzeit dreht Uerdingen aber komplett durch. Das Team von Trainer Kalli Feldkamp erzielt innerhalb einer knappen halben Stunde sechs Treffer, Wolfgang Funkel (r.) gelingt an diesem historischen Abend ein Dreierpack, am Ende steht es 7:3
Uerdingen schafft DAS deutsche Europapokalwunder schlechthin, hat sich derart verausgabt, dass nicht mal mehr Kraft für ausgiebiege Feierei übrig ist. Wolfgang Funkel (mit Schal) und Matthias Herget schleichen kaputt, aber freudetrunken in die Kabine
"Heute noch stolz": Über das Wunder von der Grotenburg
Vor 34 Jahren war Bayer Uerdingen im Viertelfinal-Rückspiel des damaligen Euopapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Dresden nach 45 Minuten schon so gut wie draußen. Es folgte eines der irrsten Spiele der Europapokalgeschichte.
@Getty Images
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