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Borussia Dortmund: Der BVB-Kader im SPORT1-Check

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Nach starkem Saisonstart stürzt Borussia Dortmund mit der Heimpleite gegen den FC Bayern endgültig in die Krise. Welche Spieler können noch überzeugen, wer steht völlig neben sich? Der BVB-Kader im SPORT1-Check
STEHT NEBEN SICH - ÖMER TOPRAK: Lange hat der BVB um den früheren Leverkusener gekämpft. Jetzt scheint es so, als sei Toprak im Abwehrzentrum völlig überfordert. Momentan das Gesicht der desolaten Dortmunder Defensive
JEREMY TOLJAN: Last-Minute-Transfer, der sich noch an die neuen Anforderungen gewöhnen muss. Kann rechts wie links verteidigen. Schafft dies allerdings auf beiden Seiten noch nicht auf gefordertem Niveau. Außerdem wird dem U21-Europameister fehlender nötiger Biss unterstellt
MAHMOUD DAHOUD: Hat sich nach seinem Wechsel von Gladbach im Mittelfeld noch nicht durchsetzen können. Leistet sich immer wieder leichtsinnige Abspielfehler. Zuletzt kaum berücksichtigt
PIERRE-EMERICK AUBAMEYANG: Natürlich hat Aubameyang schon zehn Tore erzielt. Aber eben auch seit fünf Spielen nicht mehr getroffen. Ist der Gabuner überspielt? Fehlen ihm nach dem Abgang von Ousmane Dembele die Passgeber? Oder ist er gar lustlos? Ließ gegen Bayern auch als erster Gegenpresser Einsatz vermissen. Das ist im System Bosz tödlich
LICHT UND SCHATTEN - ROMAN BÜRKI: Mal Weltklasse, wie zuletzt bei einer überragenden Rettungstat im Stile eines Manuel Neuer gegen Robert Lewandowski. Mal Kreisklasse, wie bei seinem Riesenpatzer in Nikosia. Die Spannbreite seiner Leistungen liegt zu weit auseinander. Der Klub verlängerte seinen Vertrag, Bürki muss mental stabiler werden
SOKRATIS: Haut sich nach wie vor voll rein. Doch das Bosz-System stellt auch den Griechen vor Probleme. Da die Innenverteidiger hoch verteidigen sollen, wird Sokratis zu häufig in ungeliebte Laufduelle gezwungen. Sah so gegen Leipzig die Rote Karte. Nicht der gewohnte Turm in der Schlacht
MARC BARTRA: Nach der Verletzung von Lukasz Piszczek von Trainer Peter Bosz auf die rechte Abwehrseite beordert. Dort in der Defensivarbeit verunsichert und im Spiel nach vorne limitiert. Als Innenverteidiger weitaus stabiler
NEVEN SUBOTIC: Ein Einsatz beim 2:2 in Frankfurt. Solide Leistung. Konnte aber auch nicht verhindern, dass der BVB eine 2:0-Führung verspielte. Nur noch dritte Wahl
MARCEL SCHMELZER: War länger angeschlagen, danach noch nicht der Alte. Auch er ließ den Bayern im Liga-Gipfel zu viel Raum
DAN-AXEL ZAGADOU: Weil zahlreiche seiner Teamkollegen angeschlagen waren, wurde Zagadou gleich ins kalte Wasser geworfen - und das auf der für ihn ungewohnten linken Abwehrseite. Dort machte der 18 Jahre alte Franzose seine Sache trotz Defiziten im Aufbauspiel ordentlich. Zuletzt aber schwankend in seiner Leistung. Erzielte in Hannover erst sein erstes Tor und flog dann vom Platz
LUKASZ PISZCZEK: Fehlt seit Wochen wegen eines Außenbandanrisses im Knie. Wirkte davor nicht mehr so souverän. Vielleicht nagt auch das Alter am 32 Jahre alten Polen, der von seinem großen Engagement und seinen Vorstößen auf der rechten Seite lebt
JULIAN WEIGL: Nach langwieriger Verletzung noch nicht wieder das unumstrittene Metronom im Dortmunder Mittelfeld. Tut sich nach eigener Aussage schwer mit den taktischen Vorgaben seines Trainers. Muss im defensiven Mittelfeld deutlich offensiver verteidigen, wirkt dabei nicht so selbstsicher
NURI SAHIN: Agierte zu Saisonbeginn fast so stark wie in der Klopp-Ära. Wie ein Quarterback mit klugen Steilpässen auf die Angreifer. Hat aber ebenfalls abgebaut. Ist auch nicht der größte Läufer und Zweikämpfer
SHINJI KAGAWA: Wechselt sich zumeist mit Götze im offensiven Mittelfeld ab. Vereinzelt noch mit Geistesblitzen. Trotzdem scheint der 28 Jahre alte Japaner seinen Zenit überschritten zu haben
ANDREY JARMOLENKO: Nach dem Abgang von Ousmane Dembele kurzfristig verpflichtet. Schlug zunächst auch voll ein mit einem sehenswerten Tor gegen Tottenham. Soll dem BVB-Spiel eigentlich mehr Erfahrung und Abgebrühtheit verleihen. Nun aber schon seit Wochen unter Form und gegen Bayern gleich mit mehreren Fahrkarten
ALEXANDER ISAK: Knapp ein Jahr ist der Schwede nun beim BVB in der "Lehre". Erzielte im Pokal als Aubameyang-Ersatz ein Tor. Trotz seiner Veranlagung ist der hochgehandelte 18-Jährige aber noch nicht über die Rolle des gelegentlichen Jokers hinaus gekommen
IN FORM - RAPHAEL GUERREIRO: Nach seinem Fußbruch beim Confed Cup erst in den letzten Wochen wieder dabei. Gelang gegen Nikosia gleich ein Tor. Bosz sieht ihn eher als Linksverteidiger im Wechsel mit Marcel Schmelzer. Womöglich ist der Portugiese dort verschenkt, da er aufgrund seiner Spielintelligenz im Mittelfeld - wie im Vorjahr unter Thomas Tuchel - für mehr Akzente sorgen kann
GONZALO CASTRO: Einer der wenigen Dortmunder, der halbwegs seine Normalform abruft. Rackert im Mittelfeld und läuft viele Lücken zu. Davon gibt es genügend, deshalb nicht gerade die dankbarste Aufgabe
MARIO GÖTZE: Im Gegensatz zum Großteil des Kaders mit eher aufsteigender Form. Götze ist anzumerken, dass er nach monatelanger Auszeit wegen einer Stoffwechselstörung immer besser in Tritt kommt. Was noch fehlt, sind seine einst gefürchteten Dribblings auf engstem Raum. Kehrt am Freitag gegen England auch wieder in den Kreis der Nationalmannschaft zurück
MAXIMILIAN PHILIPP: An dem 23-Jährigen liegt es nicht, dass die Borussia in die Krise gerasselt ist. Durch die langfristige Verletzung von Marco Reus gleich im linken Part der Offensive gefordert. Bei neun Einsätzen in der Liga schon fünf Treffer, das ist eine ordentliche Quote
CHRISTIAN PULISIC: Man vergisst häufig, dass der US-Amerikaner erst 19 Jahre alt ist. Gegen die Bayern der einzige Borusse, der sich mit Mut gegen die Niederlage stemmte. Hat einen unglaublichen Antritt und kann famose Haken schlagen. Seine Chancenverwertung ist allerdings ausbaufähig
NICHT ZU BEWERTEN - JADON SANCHO: 17 Jahre jung, von Manchester City weggeeist. Extrem flink. Muss aber noch viel lernen. Soll nach und nach heran geführt werden, kommt bislang auf zwei Kurzeinsätze
Borussia Dortmund: Der BVB-Kader im SPORT1-Check
Nach starkem Saisonstart stürzt Borussia Dortmund mit der Heimpleite gegen den FC Bayern endgültig in die Krise. Welche Spieler können noch überzeugen, wer steht völlig neben sich? Der BVB-Kader im SPORT1-Check
@SPORT1-Grafik: Davina Knigge/ Getty Images/ Picture Alliance
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