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Bundesliga: Tops und Flops der Saison 2017/18

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Die 55. Bundesliga-Saison ist Geschichte, einige kuriose, emotionale und erfolgreiche Momente bleiben in Erinnerung. SPORT1 präsentiert die Tops und Flops der Saison 2017/18
MISSVERSTÄNDNIS: Nach dem 7. Spieltag träumte man beim BVB bereits vom Titel, doch nach acht Spielen ohne Sieg musste Coach Peter Bosz gehen. Bosz wurde anfangs für seine offensive Spielweise gelobt, doch die Schwarz-Gelben wurden immer anfälliger in der Defensive. Der Coach fand für die offensichtlichen Probleme aber keine Lösungen und hielt stur an seinem System fest
PECHVOGEL: Acht Monate liegt der letzte Einsatz von Manuel Neuer zurück. Dabei sollte der DFB-Kapitän nach seinem erneuten Mittelfußbruch im September doch eigentlich schon im Januar zurückkehren. Inzwischen ist sogar seine WM-Teilnahme fraglich. "Ich denke nicht, dass es vorstellbar ist, dass ich ohne Spielpraxis in so ein Turnier gehe", sagte Neuer zuletzt
RÜCKKEHR: Jupp Heynckes zögerte, als Uli Hoeneß ihn Ende September anrief, ließ sich dann aber auf ein völlig überraschendes Comeback ein. Zweifler gab es viele: Kann Heynckes das noch? Mit 72? Er kann - und wie! Der ganz große Wurf blieb dem Triple-Trainer von 2013 diesmal verwehrt. Am 19. Mai in Berlin kann er, inzwischen 73-jährig, aber noch das Double holen
TORJÄGER: Gerne hätte er die 30-Tore-Marke auch noch geknackt, aber auch mit 29 Treffern wurde Robert Lewandowski souverän zum dritten Mal Torschützenkönig. Mit dem Handschlag-Eklat in Köln sorgte der Pole allerdings für Unmut bei den Bayern. Wie zuvor die andauernden Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu Real. "Der Boss bin ich - und sonst keiner", stellte Heynckes klar
TOR: Nils Petersen, mit 15 Saisontoren zweitbester Torschütze hinter Lewandowski, war die Lebensversicherung des SC Freiburg. Vor allem sein spektakuläres Tor in Dortmund aus fast 40 Metern Entfernung gegen seinen früheren Teamkollegen Roman Bürki bleibt in Erinnerung - zum Sieg reichte es allerdings nicht, der BVB glich in der Nachspielzeit zum 2:2 aus
TRAINER: Die Zweifel waren groß, als der Bundesliga-Novize Domenico Tedesco den Trainerjob bei Schalke 04 übernahm. Doch es funktionierte - und zwar glänzend. Vizemeister, CL-Qualifikation, Derbysieg - Tedesco hauchte den Schalkern neues Leben ein. Das Spiel des Revierklubs war nicht immer attraktiv, doch Tedescos Handschrift war unverkennbar. Taktisch verblüffte der Coach die Gegner mit immer neuen Varianten
ABSTURZ: Im Mai 2017 schaffte der 1. FC Köln Historisches und zog erstmals seit 25 Jahren wieder in den Europacup ein - nur ein Jahr später ist der sechste Abstieg aus der Bundesliga Realität. Im Dezember musste schließlich Erfolgscoach Peter Stöger gehen, nach einer historisch schlechten Hinrunde konnte aber auch Nachfolger Stefan Ruthenbeck kein Wunder vollbringen
BEKENNTNIS: In Zeiten, in denen Vertragsbruch normal scheint, wirkte Jonas Hectors Bekenntnis zum FC wohltuend bodenständig. Für den Nationalspieler war die Entscheidung logisch, sagt er. Ein Abgang hätte sich "nicht richtig angefühlt". Torhüter Timo Horn folgte diesem Beispiel und verlängerte ebenfalls seinen Vertrag
UMSTEIGER: Nach viereinhalb Jahren in Köln hatte sich Peter Stöger im Dezember ganze sechs Tage Zeit für den Wechsel zum BVB gelassen. Er erhörte den Dortmunder Notruf, die nach der Pleitenserie unter Bosz bis auf Platz 8 abgestürzt waren. Immerhin: Er stabilisierte die vogelwilde Mannschaft und blieb sogar die ersten zwölf Ligaspiele ungeschlagen. Am Ende wurde das Minimalziel Königsklasse aber nur mit Ach und Krach erreicht
KURZARBEITER: Bernd Hollerbach sollte Ende Januar den Bundesliga-Dino wiederbeleben. Nach nur drei Unentschieden und vier Niederlagen war nach einem 0:6 in München aber wieder Feierabend - und der HSV endgültig am Boden. Die Aufholjagd von Christian Titz kam zu spät. Der HSV steigt erstmals ab
DISKUSSION: Der Videobeweis sollte für mehr Gerechtigkeit sorgen, doch unterschiedliche Auslegungen und Anpassungen der Richtlinien während der Saison sorgten für mehr Verwirrung und hitzige Diskussionen. Der Gipfel der Kuriositäten war der Halbzeit-Elfmeter in Mainz
WECHSEL-ZOFF: Ousmane Dembele war bei Borussia Dortmund fest eingeplant für diese Saison. Das Supertalent sollte sich weiter entwickeln. Doch kaum hatte der Franzose ein Angebot vom FC Barcelona vorliegen, war Dortmund auf einmal nicht mehr wichtig. Er bestreikte so lange das Training, bis man ihn erst bestrafte und dann doch zu Barca ziehen ließ - für 105 Millionen Euro
PROTESTE: In Frankfurt flogen Tennisbälle, in Bremen trillerten die Pfeifen, in Dortmund blieben große Teile der legendären Südtribüne verwaist: Die neu eingeführten Montagsspiele führten in den Bundesligastadien zu lautstarken Protesten. Bei der DFL jedoch blieben sie ungehört. Bis 2021 wird es auch weiterhin fünf Montagsspiele pro Saison geben
LUFTLOCH: Der Mainzer Keeper sorgte für die Slapstick-Nummer dieser Spielzeit: In Gladbach wähnte er den Ball vor seinem Fuß, während er gleichzeitig die Augen nach vorn richtete. Als er ausholte, um die Kugel in die gegnerische Hälfte zu befördern, schlug er aber am Ball vorbei. Im letzten Moment wurde ihm sein Missgeschick bewusst, er konnte den Ball gegen den heranstürmenden Lars Stindl gerade so noch verteidigen. Seine Erklärung für den Fauxpas: Er habe den Elfmeterpunkt für den Ball gehalten
SCHLAMMSCHLACHT: Das Beispiel Max Meyer zeigt, wie sehr ein junger Spieler zwischen die Fronten verschiedener Interessen geraten kann. Weil sich sein Klub und sein Berater nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten, wurde er für die Fans und für Teile der Öffentlichkeit zum Buhmann. Er selbst sah sich als Mobbing-Opfer, der Klub sah die Schuld eher bei Berater Wittmann. Wo der Mittelfeldakteur in der nächsten Saison spielt, ist offen
DERBYHELD: Unter all jenen 3060 Minuten, die der Dauerbrenner Naldo in dieser Bundesliga-Saison auf dem Platz gestanden hat, ragt eine ganz besonders heraus. Die 94. Minute im Derby in Dortmund - der Ausgleich zum Schalker 4:4 nach 0:4 im Derby des Wahnsinns. Torschütze: Naldo! Der Brasilianer entschied dann auch gleich noch das Derby-Rückspiel mit einem seiner fulminanten Freistöße. Dass die Schalker Vizemeister sind, ist auch sein Verdienst
ABSCHIED: Für ihn hat sich die "Süd" noch einmal richtig herausgeputzt. Mit einer beeindruckenden Choreografie und den Worten "Danke Roman" verabschiedeten die BVB-Fans ihren Torwart. Weidenfeller beendet nach 16 Jahren und 453 Pflichtspielen für die Dortmunder seine Karriere. Mit ihm verlassen unter anderem auch der Leverkusener Stefan Kießling und der Kölner Claudio Pizarro die Bundesliga-Bühne
Bundesliga: Tops und Flops der Saison 2017/18
Die 55. Bundesliga-Saison ist Geschichte, einige kuriose, emotionale und erfolgreiche Momente bleiben in Erinnerung. SPORT1 präsentiert die Tops und Flops der Saison 2017/18
@SPORT1-Grafik: Getty Images/Imago
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