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Bundesliga: VfB Stuttgart steigt ab - das sind die Folgen

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Der Super-GAU ist eingetreten, der VfB Stuttgart steigt zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren in die 2. Bundesliga ab. Der Abstieg reißt ein Loch ins Herz der Schwaben - nicht nur ein emotionales, sondern auch ein finanzielles
Welche Auswirkungen hat der Abstieg auf die Finanzen der Schwaben? Welche Herausfoderungen warten auch auf den neuen Sportdirektor Sven Mislintat (l.)? Welche Spieler bleiben, wer muss gehen? Was passiert in der Vereins-Führung? SPORT1 klärt auf
FINANZEN: Der Abstieg trifft den Geldbeutel der Schwaben hart. Allein durch Fernsehrechte werden die Stuttgarter statt 48 Millionen Euro in der kommenden Zweitliga-Saison rund 22 Millionen Euro weniger einnehmen. Sportvorstand Thomas Hitzlsperger muss also dringend Kosten sparen
Doch der Verkauf von Benjamin Pavard für 35 Millionen Euro zum FC Bayern lindert die Sorgen etwas. Dennoch müssen massiv Kosten eingespart werden. Denn für die kommende Saison kalkulieren die Schwaben mit mindestens 30 Prozent weniger Umsatz
Die aktuellen 140 Millionen werden sich auf einen zweistelligen Millionenbereich verringern. Dazu zählt nicht nur die TV-Vermarktung, sondern auch Einnahmen aus Sponsoring, Ticketverkäufen, Stadion-Logen etc.
SPIELER: Der Kader der Schwaben wird vermutlich zur Großbaustelle. Sportvorstand Thomas Hitzlsperger kündigte direkt nach dem feststehenden Abstieg Veränderungen an und meinte damit auch das Spielerpersonal
Der Wechsel von Pavard steht fest, auch Shooting-Star Ozan Kabak (kam im Winter für 10 Millionen von Galatasaray Istanbul) wird nicht zu halten sein. Dank Klausel kann der 19 Jahre alte Türke laut "Bild" für 15 Millionen Euro wechseln
Auf der Zu- und Abgang-Seite wird sich einiges tun. Sicher kommen zur neuen Saison Mateo Klimowicz und Atakan Karazor, zudem kehren einige Spieler nach Leihe zurück. Die prominentesten hierbei sind Orel Mangala (Bild, HSV) und Marcin Kaminski (Fortuna). Mangala soll auf jeden Fall in Stuttgart bleiben
Die Leihen von Alexander Esswein und Steven Zuber enden, sie werden wohl zu ihren Vereinen (Hertha und Hoffenheim) zurückkehren. Dazu laufen mit den Verträgen von Kapitän Christian Gentner (Bild), Dennis Aogo und Andreas Beck gleich drei Arbeitspapiere erfahrener Bundesliga-Profis aus. Beck soll verlängern, Gentner ließ seine Zukunft nach dem Spiel vorerst offen
Fast alle Verträge der VfB-Profis dürften Anpassungen für die 2. Bundesliga haben. Ob das jedoch reicht, die Gehälter von rund 60 Millionen um mindestens 30 Prozent zu kürzen, ist unklar. Weitere Verkäufe stehen im Raum, Großverdiener wie Ron-Robert Zieler und Holger Badstuber (Bild) wären Kandidaten
Wie es weitergeht, hängt natürlich auch davon ab, ob etablierte Bundesliga-Spieler sich zum VfB bekennen und den Neuanfang - möglicherweise mit drastischen Gehaltseinbußen - mitgestalten wollen. Daniel Didavi (re.) hat bereits betont, auf jeden Fall bleiben zu wollen
Und auch Mario Gomez hat seine Entscheidung getroffen - und zwar pro VfB: "Mario will mithelfen, den sportlichen Schaden zu reparieren. In dieser Lage wird er den Verein nicht verlassen", erklärte sein Berater UIi Ferber den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung"
Auf der Abgang-Seite werden sich höchstwahrscheinlich auch Namen wie Pablo Maffeo (Bild) und Borna Sosa tummeln. Beide kamen vor der Saison für zusammen 15 Millionen Euro und machten mehr abseits des Platzes von sich reden. In Stuttgart werden sie auch in Zukunft wohl keine Rolle mehr spielen
Auch das eine oder andere Juwel könnte den Schwaben den Rücken kehren, wenn den der passende Verein anklopft und entsprechende Summen zahlt. Anastasios Donis (Bild), Nicólas González oder Timo Baumgartl wären Beispiele
FÜHRUNG: Anders als beim Abstieg 2016 hat sich die sportliche Führung der Schwaben schon vor Saisonende neu aufgestellt, auch für einen möglichen Abstieg. Hitzlsperger bleibt, Tim Walter (Bild) kommt von Holstein Kiel und wird neuer Cheftrainer
Interimstrainer Nico Willig (Bild) kehrt zur U19 zurück, Sven Mislintat übernahm schon vor Wochen als Sportdirektor und wird im Sommer einiges zu tun haben
Das größte Fragezeichen steht hinter Präsident Wolfgang Dietrich. Mitte Juli ist Mitgliederversammlung und die Kritik an Dietrich aus der Fanszene wird immer lauter. Seine Zukunft könnte auch davon abhängen, ob er es vorher schafft, den anvisierten zweiten Investor mit ins Boot zu holen
Denn ein weiterer Geldgeber neben Daimler würde dem VfB zusätzlich weiteren Spielraum verschaffen und die Planungen für das kommende Saisonziel erleichtern. Das ist trotz aller Einsparungen eindeutig: Direkter Wiederaufstieg
Bundesliga: VfB Stuttgart steigt ab - das sind die Folgen
Der Super-GAU ist eingetreten, der VfB Stuttgart steigt zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren in die 2. Bundesliga ab. Der Abstieg reißt ein Loch ins Herz der Schwaben - nicht nur ein emotionales, sondern auch ein finanzielles
@Getty Images
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