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BVB-Kader-Analyse: Dortmunds Lehren aus der Rückrunde

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Borussia Dortmund geht im Meisterrennen der Bundesliga in der Rückrunde die Puste aus. Das lag vor allem am Personal. SPORT1 zeigt, weshalb der BVB dem FC Bayern wohl den Titel 2019 überlassen muss - und auf welchen Positionen für die kommende Saison Handlungsbedarf besteht
LINKSVERTEIDIGER - MARCEL SCHMELZER: Der 31-Jährige ist über dem Zenit. "Schmelle" kommt in der laufenden Saison nur auf elf Einsätze und kämpft mehr mit Verletzungen als gegen den Gegner. Zudem sind die Schnelligkeits-Defizite nicht zu übersehen, sodass er auf der Außenbahn oft überspielt und übersprintet wird
RAPHAEL GUERREIRO: Der 25-Jährige hat auf dem linken Flügel seine Stärken vor allem in der Offensive, weshalb er die Defensivarbeiten meist vernachlässigt. Der Portugiese ist vielmehr ein Linksaußen als ein Linksverteidiger, was seine zwölf Scorer-Punkte auch unterstreichen. Hinten links sind seine Schwächen zu offensichtlich
ACHRAF HAKIMI: Der gelernte Rechtsverteidiger stellt eine ordentliche Alternative für links dar, wird aber auf der anderen Seite gebraucht, da Lukasz Piszczek mit 33 Jahren ebenfalls nicht mehr der Schnellste ist. Darüber hinaus liebäugelt der 20 Jahre alte Marokkaner, der eigentlich bis 2020 ausgeliehen ist, mit einer vorzeitigen Rückkehr zu Real Madrid. Ausgang offen
ABDOU DIALLO/DAN-AXEL ZAGADOU: Die Notlösungen. Die beiden Franzosen fühlen sich in der Innenverteidigung deutlich wohler als auf der defensiven Außenbahn. BVB-Coach Lucien Favre greift zu dieser Alternative nur in der Not, da die beiden Abwehr-Hünen wegen ihrer Größe hinten links etwas ungelenk wirken
NICO SCHULZ: Die Wunschlösung! Der deutsche Nationalspieler ist mit 26 Jahren im besten Fußball-Alter und hat sich unlängst selbst bei den Schwarz-Gelben ins Gespräch gebracht. Laut Medienberichten darf Schulz Hoffenheim für eine fixe Ausstiegsklausel zwischen 20 und 30 Millionen Euro verlassen. Dortmund soll schon an diesem Top-Transfer arbeiten. Die Schwachstelle hinten links wäre mit Schulz im Nu behoben
ZENTRALES MITTELFELD - THOMAS DELANEY/AXEL WITSEL: In der Hinrunde hat das Mittelfeld-Duo vollends überzeugt - läuferisch, spielerisch, kämpferisch und als Anführer. Die Medien feierten die beiden als Mentalitätsmonster! In der Rückrunde aber ist deutlich zu sehen, dass der Däne (27 Jahre) und der Belgier (30) überspielt sind und zu wenig Verschnaufpausen erhalten haben. Ihre Einsätze müssen in Zukunft besser dosiert werden
JULIAN WEIGL: Der deutsche Nationalspieler wäre der perfekte Backup oder ein guter Nebenmann für Delaney oder Witsel. Einziges Problem: Weigl kommt fast nur als Aushilfs-Innenverteidiger zum Einsatz. Nachdem sich ein Winter-Transfer zerschlagen hat, wird der frühere Stammspieler im Sommer seine Zelte beim BVB wohl abbrechen. Mentor Thomas Tuchel und PSG locken
MAHMOUD DAHOUD: Seit dem Wechsel von Gladbach ist der 23-Jährige in Dortmund auf der Suche nach seiner Rolle und Position. Fürs zentrale Mittelfeld ist Dahoud zu offensiv ausgerichtet und lässt die Lücke zwischen Defensive und Offensive zu weit auseinanderklaffen. Nur 13 Spiele in der Bundesliga (nur vier über 90 Minuten). Zukunft ungewiss
ILKAY GÜNDOGAN: Wäre die Traum-Lösung, ein BVB-Comeback ist allerdings nicht nicht sonderlich wahrscheinlich. Zumindest hat der DFB-Star die Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung bei ManCity vorerst aufs Eis gelegt. Gündogan wäre der perfekte Umschaltspieler für Favre & Co., der defensiv aufräumen, aber auch offensiv Akzente setzen kann
SEBASTIAN RODE: In Dortmund aussortiert und ohne Zukunft, in Frankfurt unumstrittener Stammspieler und angesehener Anführer. Die Hessen wollen den 28 Jahre alten Leihspieler deshalb unbedingt fest verpflichten. Das Kapitel beim BVB wird nach der Saison wohl endgültig geschlossen
STURMZENTRUM - MARCO REUS: 20 Tore, 12 Assists in 35 Spielen. Der Kapitän ist beim BVB nicht zu ersetzen, denn Reus geht als Anführer auf und neben dem Platz voran. Spielt der deutsche Nationalspieler nicht, fehlt Dortmund die stärkste Waffe. Aber: Der 29-Jährige kann es nicht alleine richten und muss dosierter eingesetzt werden, da er sehr verletzungsanfällig ist
PACO ALCACER: Der Top-Joker! Der 25 Jahre alte Spanier kommt auf starke 19 Tore, ist aber als Backup viel wertvoller als in der Stamm-Elf. Neben Reus und Alcacer brauchen die Borussen eine weitere treffsichere Alternative, die robuster und größer ist
MARIO GÖTZE: Der falsche Neuner überzeugt mit und vor allem hinter Reus. Ohne seinen besten Kumpel geht der WM-Held von 2014 meist unter. Götze allein kann es im Sturmzentrum nicht richten, auch wenn er sich zu den Vorjahren wieder gesteigert und verbessert hat. Trotzdem ist der 26-Jährige mehr Vorbereiter als Torjäger
ALEXANDER ISAK: Der Perspektiv-Stürmer spielt bei Willem II groß auf und sich wieder in den Fokus der Schwarz-Gelben. Dabei wurde der Schwede schon als Transfer-Flop abgestempelt. Doch mit 13 Treffern und vier Assists in 16 Spielen für die Niederländer lässt der 19-Jährige aufhorchen. Bekommt Isak das nötige Vertrauen und ausreichend Spielzeit, wäre der Schwede eine gute und günstige Alternative als Mittelstürmer
PATRIK SCHICK: Schon 2017 habe er ein Angebot vom BVB gehabt, bestätigte der Nationalstürmer Tschechiens im Herbst. Seit seinem Wechsel von Sampdoria Genua zum AS Rom schwächelt er, im Sommer soll sich erneut ein Tapetenwechsel anbahnen. Falls Isak nochmals verliehen werden sollte, wäre Schick mit 1,90 Meter der Sturm-Tank, der händeringend gesucht wird
MICHY BATSHUAYI: Ein alter Bekannter steht bei Chelsea auf dem Abstellgleis und wäre nun günstig zu haben, da der 25-Jährige bei seinen Leihstationen bei Valencia und Crystal Palace nicht überzeugt hat. In Dortmund hatte der Belgier aber bewiesen, was er kann (neun Tore in 14 Partien). Nur konnten sich die Parteien im vergangenen Sommer auf keine Ablöse einigen
BVB-Kader-Analyse: Dortmunds Lehren aus der Rückrunde
Borussia Dortmund geht im Meisterrennen der Bundesliga in der Rückrunde die Puste aus. Das lag vor allem am Personal. SPORT1 zeigt, weshalb der BVB dem FC Bayern wohl den Titel 2019 überlassen muss - und auf welchen Positionen für die kommende Saison Handlungsbedarf besteht
@SPORT1-Montage: Veith Nurtsch/Getty Images
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