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Champions-League-Sieger als Spieler und Trainer

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Als Spieler gewann Zinedine Zidane einst mit Real Madrid die Königsklasse - nun will er auch als Trainer der Königlichen triumphieren. Das gelang vor ihm nur wenigen. SPORT1 zeigt die Vorgänger
Der Erste, dem dieses Kunststück gelang, war ebenfalls für Real aktiv. Miguel Munoz gewann als Teil der goldenen Generation um Alfredo di Stefano und Ferenc Puskas von 1956 bis '58 dreimal in Folge den Landesmeisterpokal. 1956 durfte er als allererster Kapitän den Landesmeisterpokal in die Höhe stemmen. Er beendete 1958 seine Karriere als Spieler und wurde Trainer
Nach einer kurzen Station als Trainer der zweiten Mannschaft wurde er zu Beginn der Saison 1959/'60 Cheftrainer des weißen Balletts. Als Trainer sicherte er sich neunmal die spanische Meisterschaft - und in seiner ersten Saison 1960 und erneut 1966 den Landesmeisterpokal. Munoz ist mit einer 15-jährigen Amtszeit bis heute übrigens der am längsten amtierende Trainer in der Geschichte Reals
Giovanni Trapattoni ist in Deutschland den meisten nur als weißhaarige Trainerlegende mit legendären Deutschkenntnissen in Erinnerung. Dabei kann er durchaus auch auf eine beachtliche Spielerkarriere zurückblicken. Trappatoni wurde in den 60er Jahren mit dem AC Mailand zweimal italienischer Meister und gewann 1963 und '69 den Europapokal
Seine Trainerkarriere begann der heute 78-Jährige als Jugendtrainer beim AC Mailand - im Jahr 1972. Obwohl er in seiner nun mehr über 40 Jahre andauernden Trainerkarriere fast jeden relevanten Titel in Italien und Europa gewinnen konnte, gewann Trapattoni den Landesmeisterpokal als Trainer vergleichsweise "nur" einmal. 1985 gelang ihm dies mit Juventus Turin. Heute trainiert der Italiener die Auswahl der Vatikanstadt
Europas Fußballer des Jahrhunderts Johan Cruyff hatte als Spieler eine beeindruckende Karriere bei Ajax Amsterdam und dem FC Barcelona. Bei Ajax setzten König Johan und seine Mannschaftskameraden mit dem Voetball Total neue Maßstäbe - und sich von 1971 bis '73 dreimal in Folge Europas Krone auf. In Barcelona wiederum feierte der Exzentriker ebenfalls einige Titel, bevor er nach Amerika wechselte und bei Ajax seine Karriere ausklingen ließ
1985 wechselte Cruyff auf die Trainerbank und übernahm den Posten bei Ajax. Er etablierte in den drei Jahren bei seinem Heimatverein ein taktisches System, das noch heute als Ajax-System praktiziert wird. Nach seinem Wechsel zum FC Barcelona feierte El Salvador große Erfolge, der wichtigste unter ihnen zweifellos der Landesmeistertitel 1992 mit dem so genannten 'Dream Team'. In seiner Zeit bei Barcelona revolutionierte Cruyff auch die Nachwuchsarbeit - die Jugendakademie La Masia wurde danke Cruyffc zur legendärsten Talentschmiede der Welt. Der im März verstorbene Cruyff wiederlegte in seiner Karriere endgültig das Klischee, große Spieler könnten keine großen Trainer werden
Auch beim künftigen Bayern-Trainer Carlo Ancelotti überschatten die Erfolge als Coach ein wenig die erfolgreiche Spielerkarriere. Er war nicht der Star des AC Mailand im Team um Ruud Gullit und Marco van Basten, das Ende der 1980er den europäischen Fußball dominierte und 1989 und '90 den Landesmeisterpokal gewann. "Carletto" war trotzdem ein wichtiger Spieler - und nahm für Italien an zwei Weltmeisterschaften teil
Ancelottis Erfolge als Spieler verblassen allerdings gegen seine Errungenschaften als Trainer. Mit dem AC Mailand, den er acht Jahre lang trainierte, gewann er 2003 und 2007 die Champions League. Im als "Wunder am Bosporus" bekannt gewordenen Champions-League-Finale 2005 gegen den FC Liverpool verspielten Ancelotti und seine Mannschaft indes eine 3:0-Führung und verloren noch im Elfmeterschießen
Nach Stationen bei Paris St. Germain und dem FC Chelsea wurde Ancelotti 2013 Trainer bei Real Madrid. Mit den Königlichen gewann er im Mai 2014 tatsächlich "La Decima", den lang ersehnten zehnten Titel im Europapokal. Ancelotti ist zusammen mit Bob Paisley daher der einzige Trainer, der gleich dreimal die Champions League gewinnen konnte. Kein Wunder, dass ihn die Bayern verpflichtet haben...
Der Niederländer Frank Rijkaard war ebenfalls ein Teil des Milan Teams, das 1989 und '90 den Landesmeisterpokal gewann. Einen weiteren Landesmeistertitel gewann der in Deutschland vor allem durch seine Spuck-Attacke auf Rudi Völler bei der WM 1990 bekannte Rijkaard mit seinem Jugendverein Ajax Amsterdam (1995)
Rijkaard war von 2003 bis 2008 Trainer des FC Barcelona und gewann 2005 den ersten Meistertitel - nach sechs Jahren wieder für die Katalanen. Eine aus heutiger unvollstellbar lange Durststrecke für Barca. Rijkaards größter Erfolg dabei war zweifellos der Champions-League-Titel 2006, denn: Die Mannschaft um den damaligen Weltfußballer Ronaldinho und einen jungen Lionel Messi besiegte im Finale den FC Arsenal mit Torhüter Jens Lehmann. 2008 wurde Rijkaard dann durch Pep Guardiola an der Seitenlinie ersetzt
Josep 'Pep' Guardiola war als Spieler Teil des von Johan Cruyff trainierten 'Dream Team' des FC Barcelona, das 1992 den Landesmeisterpokal gewann. Der defensive Mittelfeldspieler wurde in der Talentschmiede La Masia ausgebildet und spielte von 1991 bis 2001 für die Blaugranas. Nach seiner Zeit bei Barca agierte Guardiola für verschiedene Vereine und beendete schließlich 2006 seine Karriere bei Dorados de Sinaloa in Mexiko
2007 wurde Guardiola zunächst Trainer der zweiten Mannschaft Barcelonas und übernahm 2008 das Cheftraineramt von Frank Rijkaard. In seinen vier Jahren bei den Katalanen gewann Guardiola unglaubliche 14 Titel, unter anderem das 'Sextuple' 2009 und den Champions League Titel 2009 und 2011. 2012 gab er dann bekannt, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen und verließ den Klub als erfolgreichster Trainer der Vereinsgeschichte. Nach einem Jahr Auszeit wurde Guardiola Trainer des FC Bayern, mit dem er dreimal in Folge im Halbfinale der Champions League ausschied. Zur neuen Saison übernimmt Pep den Trainerposten bei Manchester City
Zinedine Zidane gilt als einer der größten Spieler seiner Generation und gewann als Spieler jeden erdenklichen Titel. Nach seinem Wechsel zu Real Madrid 2001 für die damalige Rekordsumme von 73,5 Millionen Euro avancierte Zizou direkt zum wichtigsten Spieler der Königlichen und entschied das Champions-League-Finale 2002 gegen Bayer Leverusen durch seinen sehenswerten Siegtreffer quasi im Alleingang
Bei Reals Champions-League-Triumph 2014 war Zidane bereits Co-Trainer von Carlo Ancelottis - seit Jahresbeginn ist er nun Cheftrainer der Königlichen. Am 28. Mai hat er die Chance, auch als Klubcoach die Champions League Finale zu gewinnen. Nutzt er sie gegen Atletico?
Champions-League-Sieger als Spieler und Trainer
Als Spieler gewann Zinedine Zidane einst mit Real Madrid die Königsklasse - nun will er auch als Trainer der Königlichen triumphieren. Das gelang vor ihm nur wenigen. SPORT1 zeigt die Vorgänger
@Imago
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