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Der Grenzgänger, der Gyökeres in die Schranken weist

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Bayer Leverkusen sieht gegen den FC Arsenal lange wie der glückliche Sieger aus, ehe ein strittiger Elfer von Kai Havertz zum Ausgleich führt. SPORT1 bewertet die Werkself in der Einzelkritik.
JANIS BLASWICH: Wer erwartet hatte, dass Bayers Torhüter von Beginn an im Mittelpunkt stehen würde, sah sich getäuscht. Nachdem ein Abschluss von Gabriel Martinelli in der 20. Minute an den Querbalken geklatscht war, musste Blaswich wenig später erstmals eingreifen – bei einem eher harmlosen Versuch von Piero Hincapié.
Ansonsten blieb der 34-Jährige im ersten Durchgang weitgehend beschäftigungslos. Nach der Pause vor allem als sicherer Flankenfänger gefordert, erledigte er auch diese Aufgaben ohne jeden Wackler. Beim späteren Elfmetertreffer von Kai Havertz zwar im richtigen Eck, letztlich aber dennoch machtlos. SPORT1-Note: 3
EDMOND TAPSOBA: Tadellose und souveräne Vorstellung des Verteidigers, der sich kaum nennenswerte Fehler erlaubte. Mit seiner gewohnten Ruhe und Abgeklärtheit gab er den Mitspielern den nötigen Halt und war defensiv immer wieder zur Stelle.
So etwa in der 67. Minute, als er ein Dribbling von Jurrien Timber im Sechzehner entschärfte und damit eine gefährliche Szene der Londoner beendete. SPORT1-Note: 2
ROBERT ANDRICH: Bewegte sich früh am Rand des Grenzbereichs. In der zweiten Minute klammerte der Kapitän energisch gegen Viktor Gyökeres und sah folgerichtig die Gelbe Karte. Zwei Minuten später rempelte er den Schweden erneut um und rückte noch ein Stück weiter ins Notizbuch des Schiedsrichters.
Umso bemerkenswerter, wie Andrich sich anschließend fing. Er organisierte seine Nebenleute beinahe durchgehend mit klaren Kommandos, gab defensiv eine weitgehend stabile Figur ab und machte sich nach dem Seitenwechsel sogar als Torschütze einen Namen. SPORT1-Note: 2
JARELL QUANSAH: Trat erstmals richtig in Erscheinung, als er Gunners-Verteidiger Gabriel Magalhaes Mitte der ersten Halbzeit einen Fernschuss ans Kinn feuerte und den Brasilianer so kurzzeitig zu Boden beförderte.
Wie die anderen Jungs aus der hinteren Dreierkette - Tabsoba und Andrich - nahezu fehlerfrei. Viktor Gyökeres und Gabriel Martinelli stand er ständig auf den Füßen und begleitete sie teilweise bis ins Mittelfeld. SPORT1-Note: 2,5
ALEJANDRO GRIMALDO: Klagte noch am Wochenende über Müdigkeit – sowohl bei sich selbst als auch bei der Mannschaft – und lieferte nun eine Leistung, die zu diesen Worten kaum passen wollte. Der Spanier konzentrierte sich zunächst auf die Defensivarbeit, ließ den ansonsten so flinken Bukayo Saka kaum zur Entfaltung kommen und tauchte danach auch immer wieder offensiv auf.
Direkt nach der Pause bereitete Grimaldo sowohl die Top-Chance von Martin Terrier als auch die Führung durch Andrich mustergültig vor. SPORT1-Note: 2
ALEIX GARCÍA: Spulte sein Pensum zuverlässig ab. Ließ sich von den Engländern nicht aus der Ruhe bringen, verteilte sowohl lange als auch kurze Bälle präzise, löste Drucksituationen ein ums andere Mal mit großer Übersicht und kreierte einige Umschaltmomente.
Zudem rieb er sich immer wieder in Zweikämpfen auf und hielt so die Balance im Spiel. Im eigenen Torschuss dafür etwas zu ungenau, hätte aus seiner Chance in der 78. Minute mehr machen können. SPORT1-Note: 2,5
EXEQUIEL PALACIOS (bis 82. Min): Wie fast jedes Mal bis unter die Schädeldecke motiviert, lieferte der quirlige Argentinier seine mit Abstand stärkste Leistung in diesem Kalenderjahr ab. Er biss, ackerte und grätschte, wo es nur ging, und kaschierte damit so die wenigen defensiven Stellungsfehler oder missratenen Pässe.
Braucht man ein Sinnbild für Leverkusens kämpferische Leistung an diesem Abend, wäre Palacios der perfekte Charakter dafür. SPORT1-Note: 1
ERNEST POKU: Der junge Niederländer bekam es auf der rechten Außenbahn mit dem ehemaligen Leverkusener Piero Hincapié zu tun und fand gegen den robusten Verteidiger lange Zeit nur wenige Mittel.
Bei seinen seltenen Vorstößen nach vorn agierte er meist zu zaghaft und ideenarm, defensiv kam er mehrfach einen Schritt zu spät. In der 25. Minute legte er den Ball unglücklich für Hincapié auf, dessen Abschluss dann verunglückte. SPORT1-Note: 4
IBRAHIM MAZA (bis 74. Min): Untermauerte einmal mehr eine inoffizielle Faustregel, die in Leverkusen zuletzt Florian Wirtz prägte: Wenn es nach vorn gefährlich wird, hat Maza meist seine Füße im Spiel und dirigiert das Tempo. Technisch – wie inzwischen gewohnt – mit einer ansehnlichen Darbietung fehlte ihm vor der Pause aber die Präzision im Abschluss.
Zwei Versuche verzog er jeweils links am Tor von Arsenal-Keeper David Raya vorbei. Dafür in der zweiten Halbzeit mit einer umso wichtigeren Aktion, als er Eberechi Eze bei der Ecke vor Andrichs 1:0 clever freiblockte. Wurde rund einer Viertelstunde vor Schluss unter großen Jubel ausgewechselt. SPORT1-Note: 2
MARTIN TERRIER (bis 82. Min): Stand erstmals seit September 2024 wieder in der Königsklasse in der Startelf und stellte fest, dass es dort körperlich noch einmal anders zur Sache geht als in der Bundesliga. Zwei-, dreimal musste der Franzose harte Zusammenpralle verkraften.
Aber immerhin: Mit energischem Einsatz seinerseits setzte auch er wiederholt Akzente und holte sich dafür Sonderapplaus von den Rängen ab – obwohl sein spielerischer Output lange überschaubar blieb. Scheiterte nach wenigen Sekunden in der zweiten Halbzeit per Kopf an Raya. SPORT1-Note: 3,5
CHRISTIAN KOFANE: Der 19 Jahre alte Kameruner durfte erneut die vorderste Position im Leverkusener Angriff bekleiden und setzte den Aufwärtstrend seiner Formkurve fort. Auch wenn sich Kofane diesmal nicht in die Torschützenliste eintragen konnte, beeindruckte es, mit welcher Beharrlichkeit er die physisch überlegenen Innenverteidiger William Saliba und Gabriel Magalhaes immer wieder beschäftigte und unter Druck setzte.
Einen frühen Warnschuss des Angreifers nahm Raya nach sieben Minuten sicher auf. SPORT1-Note: 2
MALIK TILLMAN (ab 74.): Ganz bitterer Abend für den US-Amerikaner. Verursachte erst eine unnötige Ecke, dann auch noch den  – zugegeben diskutablen – Elfmeter, den Kai  Havertz kurz vor dem Ende sicher zum 1:1 verwandelte und Leverkusen den Sieg kostete. SPORT1-Note: keine Bewertung
JONAS HOFMANN (ab 82. Min.): Sammelte weitere Minuten in der Champions League, hatte aber keine nennenswerten Aktionen mehr. SPORT1-Note: keine Bewertung
EZEQUIEL FERNÁNDEZ (ab 82. Min.): Übernahm im defensiven Mittelfeld den Job seines Landsmannes Palacios und ließ sich nichts mehr zuschulden kommen. SPORT1-Note: keine Bewertung
Der Grenzgänger, der Gyökeres in die Schranken weist
Bayer Leverkusen sieht gegen den FC Arsenal lange wie der glückliche Sieger aus, ehe ein strittiger Elfer von Kai Havertz zum Ausgleich führt. SPORT1 bewertet die Werkself in der Einzelkritik.
@IMAGO/Revierfoto
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