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DFB-Pokal, Finale: FC Bayern - Eintracht Frankfurt im Head-to-head

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Vorhang auf zum krönenden Abschluss: Rund 800 Millionen TV-Zuschauer werden beim DFB-Pokalfinale in Berlin weltweit zuschauen, das in 180 Länder übertragen wird. Dabei ist die Favoritenrolle klar vergeben
Alles andere als ein Sieg des FC Bayern wäre eine Riesenüberraschung: Während die Münchner souverän zur 28. Meisterschaft spazierten, rutschte die Frankfurter Eintracht ausgerechnet am Saisonende in eine Formkrise und verpasste noch den Europacup. Der SPORT1-Vergleich beider Teams
TOR - Sven Ulreich vs. Lukas Hradecky: Nach einer starken Saison als Vertreter von Manuel Neuer, der in Berlin erstmals wieder auf der Bank sitzt, patzte Ulreich im Champions-League-Halbfinale in Madrid und konnte auch beim 1:4 gegen Stuttgart nicht überzeugen
Hradecky dagegen hatte maßgeblichen Anteil am zweiten Finaleinzug der Eintracht in Folge. Auch in der Liga überzeugte der Finne, der er in allen Spielen im Tor stand und die sechstwenigsten Gegentreffer kassierte. Verlässt Frankfurt daher voraussichtlich Richtung Leverkusen. Punkt für Frankfurt - 0:1
ABWEHR RECHTS - Joshua Kimmich vs. Danny da Costa: Kimmich musste in dieser Woche im Training etwas kürzer treten, dürfte aber rechtzeitig fit werden
In Normalform hat der Ex-Ingolstädter gegen den Nationalspieler klar das Nachsehen, vor allem aufgrund dessen Stärken nach vorne. Punkt für Bayern - 1:1
ABWEHR ZENTRAL - Mats Hummels vs. Carlos Salcedo: Der Weltmeister zeigte in dieser Saison immer mal wieder kleinere Wackler, war aber insgesamt - abgesehen vom letzten Spiel gegen Stuttgart - der erwartete Rückhalt der FCB-Hintermannschaft
Salcedo, mexikanischer Nationalspieler, hat sich in seinem ersten Jahr in der Bundesliga dank seiner kompromisslosen Spielweise einen Stammplatz erarbeitet und erhält daher den Vorzug vor Routinier Marco Russ, der schon 2006 bei der Finalniederlage gegen den FCB dabei war.  Trotzdem klarer Punkt für Bayern - 2:1
Niklas Süle vs. David Abraham: Der Nationalspieler hat sich in seiner ersten Saison nahtlos ins Starensemble eingefügt und als Vertreter des verletzten Jerome Boateng vor allem gegen Real Madrid überzeugt. Will nach seiner ersten Meisterschaft auch seinen ersten Pokalsieg
Der Argentinier Abraham war schon mit dem FC Basel zweimal Pokalsieger. Als Abwehrchef Turm in der Schlacht beim 1:0-Halbfinalsieg auf Schalke. Spielt der Eintracht-Kapitän seine Stärken aus, gibt es ein Unentschieden - 3:2
ABWEHR LINKS - David Alaba vs. Jetro Willems: Alaba hat nach der Rückkehr von Jupp Heynckes eine deutliche Aufwärtstendenz gezeigt und ist rechtzeitig zum Finale wieder fit
Auch der Niederländer Willems hat eine gute Saison gespielt, zieht aber im Vergleich den Kürzeren. Punkt für Bayern - 4:2
MITTELFELD DEFENSIV - Javi Martinez vs. Makoto Hasebe: Heynckes-Liebling Martinez wird nach überstandenen Knieproblemen wohl den Vorzug vor dem angeschlagenen Corentin Tolisso erhalten und soll die Münchner Defensive stabilisieren
Routinier Hasebe, bereits 2009 Meister mit dem VfL Wolfsburg, wird wohl sehr defensiv agieren und sich bei Bayern-Ballbesitz immer wieder in eine Fünferkette zurückfallen lassen. Mit seinen 34 Jahren hat der Japaner aber nicht mehr die Qualitäten von Martinez. Punkt für Bayern - 5:2
Thiago vs. Omar Mascarell: Das vielleicht spannendste direkte Duell. Der Bayern-Star neigt gerade gegen schwächere Gegner zu häufig zur Leichtsinnigkeit und war gegen Stuttgart mit unnötigen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung für zahlreiche gefährliche Gegenstöße verantwortlich
Der bei Real Madrid ausgebildete Mascarell kann hier punkten, wenn er seine Aggressivität und Einsatzbereitschaft in die Waagschale wirft. So könnte er Landsmann Thiago den Schneid abkaufen. Daher Punkt für Frankfurt - 5:3
MITTELFELD OFFENSIV - James Rodriguez vs. Kevin-Prince Boateng: Auch ein hoch interessanter Vergleich. Auf der einen Seite der kolumbianische Superstar, der schon in seiner ersten Saison alle überzeugt und das Offensivspiel der Münchner besser gemacht hat
Ihm gegenüber, vermutlich auch im direkten Duell, der gebürtige Berliner Boateng, der es in seiner Heimatstadt den Skeptikern zeigen und seinen ersten nationalen Titel holen will. Dürfte vermutlich deutlich defensiver als James agieren. Insgesamt geht der Punkt aber an Bayern - 6:3
RECHTER FLÜGEL - Thomas Müller vs. Ante Rebic: Der Bayern-Kapitän musste wegen Magen-Darm-Beschwerden in dieser Woche mit dem Training aussetzen, rechnet aber fest mit seiner Rückkehr in die Startelf. Ansonsten hätten die Münchner auf außen auch ein Problem, da sowohl Arjen Robben als auch Kingsley Coman noch nicht fit sind
Bei Frankfurt hat sich Rebic in den vergangenen Wochen als stärkster Stürmer herauskristallisiert und soll mit seiner Schnelligkeit bei Kontern für Gefahr sorgen. Ist allerdings noch nicht auf dem Level von Müller. Punkt für Bayern - 7:3
LINKER FLÜGEL - Franck Ribery vs. Marius Wolf: Oldie gegen Shootingstar lautet das Duell auf dem linken Flügel. Der Franzose hatte zuletzt gegen Stuttgart beim Saisonabschluss einen schwächeren Tag
Wolf wird vermutlich auf dem ganzen Platz zu finden sein wird. Der Youngster steht nach einer starken Saison im Fokus von Borussia Dortmund. Wenn Wolf seine Stärken, die er die komplette Saison gezeigt hat, ausspielt lautet der Vergleich Unentschieden - 8:4
MITTELSTÜRMER - Robert Lewandowski vs. Luka Jovic: Der Bundesliga-Torschützenkönig hatte in den letzten Spielen zwar Ladehemmung, sinnt aber im Pokalfinale aber Wiedergutmachung und will seinen insgesamt dritten DFB-Pokalsieg holen
Halbfinal-Torschütze Jovic ist mit acht Treffern zweitbester Frankfurter in der Liga hinter Sebastien Haller (9), vor dem er aber aufgrund des schwachen Auftritts des Franzosen vergangene Woche beim 0:1 gegen Schalke sowie seiner Konterstärke den Vorzug erhalten dürfte. Dennoch im Normalfall Punkt für Bayern - 9:4
TRAINER - Jupp Heynckes vs. Niko Kovac: Zum Abschied seiner grandiosen Karriere will Heynckes unbedingt das Double perfekt machen und hat dazu in der vergangenen Woche im Training nochmal deutlich die Zügel angezogen
Auch für Niko Kovac ist es ein Abschied, denn der Kroate verlässt Frankfurt in Richtung Bayern. Will daher unbedingt mit einem Erfolgserlebnis gehen. Doch die stark sinkende Formkurve der Eintracht seit der Bekanntgabe seines Wechsels nach München spricht dagegen. Punkt für Bayern - 10:4
FAZIT: Rein von der Papierform her haben die Frankfurter im Vergleich Mann gegen Mann fast keine Chancen gegen das Starensemble der Bayern. Die Hoffnung der Eintracht ruht daher auf der Tagesform, die beim Gegner sehr schwach sein müsste, um im Kollektiv über Einsatz und effektive Konter die Pokalsensation zu schaffen
DFB-Pokal, Finale: FC Bayern - Eintracht Frankfurt im Head-to-head
Vorhang auf zum krönenden Abschluss: Rund 800 Millionen TV-Zuschauer werden beim DFB-Pokalfinale in Berlin weltweit zuschauen, das in 180 Länder übertragen wird. Dabei ist die Favoritenrolle klar vergeben
@Getty Images
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