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Die brutalsten Fouls der Fußball-Geschichte

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Es ist die hässlichste Szene des 3. Spieltags der Bundesligasaison 2016/17: Mainz führt gegen den FC Augsburg kurz vor Schluss mit 3:1. Völlig übermotiviert steigt der Mainzer Jose Rodriguez an der Mittellinie gegen Augsburgs Dominik Kohr ein
Kohr bleibt mit schmerzverzertem Gesicht liegen. Rodriguez trifft ihn mit offener Sohle am Schienbein. Die Spieler auf dem Platz sind entsetzt - überall ist Blut. Rodriguez sieht die Rote Karte
Für Kohr geht es nicht weiter. Der 22-Jährige erleidet ein schweres Weichteiltrauma mit tiefer, offener und ca. 14 Zentimeter großer Wunde und einem freiliegenden Unterschenkelknochen. Er wird den Mainzern wochenlang fehlen. SPORT1 zeigt weitere brutale Szenen der Fußball-Geschichte
Das tut schon beim Hinschauen weh! Schalkes Johannes Geis (r.) erwischt Andre Hahn von Borussia Mönchengladbach am 10. Spieltag der Bundesliga-Spielzeit 2015/16 äußerst schmerzhaft zwischen Knie und Schienbein
Der Gladbacher muss vom Feld getragen werden. Schienbeinkopfbruch und Außenbandriss sind die Folge. Geis muss fünf Pflichtspiele aussetzen
Das grobe Einsteigen des damaligen Duisburgers Paul Steiner beendet 1979 die Karriere von Nationalspieler Heinz Flohe (unten). Der langjährige Kölner steht damals in Diensten von 1860 München. Flohe, Weltmeister von 1974, erleidet einen Schien- und Wadenbeinbruch
Ewald Lienen (Bild) von Arminia Bielefeld wird 1981 im Bundesliga-Duell gegen Werder Bremen im Zweikampf mit Gästespieler Norbert Siegmann durch die Stollen des Gegenspielers der Oberschenkel aufgeschlitzt. Lienen rennt mit der klaffende Wunde zum Spielfeldrand und beschimpft Werder-Trainer Otto Rehhagel, Siegmann zum Foulspiel angestiftet zu haben. Die Wunde wird mit 23 Stichen genäht
Es gilt als die Mutter aller Horror-Fouls: Deutschlands Torhüter Toni Schumacher räumt Patrick Battiston im WM-Halbfinale 1982 so heftig ab, dass der Franzose das Bewusstsein verliert und ins Krankenhaus gebracht wird. Trotz Entschuldigung Schumachers und mehrfacher Versöhnungsversuche steht die Sache auch heute noch zwischen den beiden
Als "das schlimmste Foul des Schweizer Fußballs" wird eine Szene bezeichnet, die sich 1985 ereignet. Gabet Chapuisat grätscht Gladbachs Ex-Coach Lucien Favre mit gestrecktem Bein von der Seite nieder
Bremens damaliger Stürmerstar Rudi Völler war im Jahr 1985 einfach zu schnell für Bayerns Abwehr-Ass Klaus Augenthaler, der den Werderaner, der sich im vollem Lauf befindet, rüde stoppt. Völler erleidet einen Adduktorenanriss und muss zweimal operiert werden. Bayern-Manager Uli Hoeneß spricht von einem "normalen Foul". Werder-Trainer Otto Rehhagel glaubt, dass "Jagd" auf seinen Musterschützling gemacht werde. Völler und Augenthaler stehen 1990 
gemeinsam in der deutschen Weltmeister-Elf von Rom
Kölns Torwart Bodo Illgner bringt 1987 den Stuttgarter Karl Allgöwer zu Fall. Der Schwabe erleidet eine Knochenabsplitterung in der Schulter, Allgöwer droht gar die Invalidität und verklagt den deutschen Weltmeister-Torwart von 1990 zivilrechtlich. Das Stuttgarter Landgericht kann Illgner allerdings keinen Vorsatz nachweisen
Im selben Jahr wird Lothar Matthäus im Europapokal der Landesmeister Opfer eines üblen Angriffs. Real Madrids Juanito tritt zweimal auf den am Boden liegenden Bayern-Profi ein, zunächst auf den Rücken, dann sogar ins Gesicht. Der Spanier wird für fünf Jahre von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen
Im Manchester-Derby geht im Jahr 2001 eine Karriere zu Ende. Citys Alf Inge Haaland (unten) wird von Roy Keane (M.) so schwer am Bein verletzt, dass er seine Laufbahn in Folge der Läsionen beenden muss. Die Tat gilt als Revanche-Foul, vier Jahre zuvor hat sich der Ire in einem Zweikampf mit Haaland schwer verletzt
2006 hat Michael Ballack seinen Fuß zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Im Duell der Blues gegen die Reds trifft der Deutsche im Chelsea-Trikot Mohamed Sissoko mit der Sohle. Der Liverpooler kommt glimpflich davon. Ballack tut es sofort leid und entschuldigt sich noch in der Kabine bei Sissoko. Rot bekommt er trotzdem
Die vielleicht berühmteste Szene der WM 2006 liefern Zinedine Zidane und Marco Materazzi. Im Finale lässt sich der Franzose von Bemerkungen des italienischen Verteidigers provozieren und versetzt ihm einen kräftigen Kopfstoß auf die Brust - der unrühmliche Abgang eines Zauberfußballers
Mittlerweile geht Tim Wiese (hinten) im Ring auf seine Gegner los. 2008 trifft der Bremer Keeper Ivica Olic (r.) auf üble Art und Weise auf Kopfhöhe. Unglaublich: Wiese bekommt nur Gelb. Gott sei Dank bleibt Olic nahezu unverletzt
Nach diesem Horror-Foul im Jahr 2008 von Martin Taylor (l.) an Eduardo da Silva muss der eingebürgerte kroatische Nationalspieler um die Fortsetzung seiner Laufbahn bangen. Das linke Bein von Eduardo bricht an drei Stellen. Fast ein Jahr ist der damalige Arsenal-Stürmer außer Gefecht gesetzt
Mit zehn Spielen Sperre wird ein brutales Einsteigen von Pepe bestraft. Der Portugiese von Real Madrid tritt im Jahr 2009 mehrmals auf den am Boden liegenden Javier Casquero vom FC Getafe ein. Der Innenverteidiger lässt auch noch Faustschläge gegen einen Teamkollegen Casqueros folgen
2010 muss Englands Talent Aaron Ramsey (unten) um seine Karriere als Fußballer bangen. Der Arsenal-Spieler erleidet nach einem extrem brutalen Einsteigen von Stokes Ryan Shawcross (r.) einen Schien- und Wadenbeinbruch
Auch die 2. Bundesliga ist nicht frei von unschönen Szenen. 2010 rauschen der Cottbuser Macchambes Younga-Mouhani und Bochums Matias Concha in vollem Tempo aufeinander zu. Für einen von beiden hat der Crash schwerwiegende Folgen: Conchas rechter Unterschenkelknochen bricht
Wie Wiese hat auch Nigel de Jong (r.) im WM-Finale 2010 riesiges Glück. Sein Kung-Fu-Tritt gegen Spaniens Xabi Alonso (M.) wird vom Schiedsrichter nur mit der gelben Karte geahndet. Die Niederlande unterliegen im Finale mit 0:1
Paolo Guerrero brennen 2012 gegen den VfB Stuttgart alle Sicherungen durch. Der Peruaner in Diensten des Hamburger SV jagt Sven Ulreich bis zur Eckfahne nach, um den VfB-Keeper in vollem Sprint von hinten umzugrätschen. Eine geplante Aktion, die Guerrero eine Sperre von acht Bundesliga-Spielen einbrockt
Dass es in WM-Partien mehr zur Sache geht als sonst, wird auch 2014 wieder deutlich. Kolumbiens Camilo Zuniga wird von den brasilianischen Medien zerrissen und erhält von den Fans der Selecao Morddrohungen, nachdem er Neymar im WM-Viertelfinale so in den Rücken springt, dass Brasiliens Hoffnungsträger sich einen Wirbelbruch zuzieht und die restlichen Partien verpasst. Die Aktion löst nahezu Volkstrauer aus. Zuniga kommt ganz ohne Bestrafung davon
Immer wenn Fußballer im Sprung auf andere losgehen, wird es besonders gefährlich. Chelseas Kurt Zouma rammt Ricardo Bagadur vom AC Florenz in einem Vorbereitungsspiel (!) für die laufende Saison mit unglaublicher Wucht um. Auch der Franzose darf weiterspielen
Auch in den unterklassigen Ligen geht es zur Sache. Im Oktober 2015 während der Regionalligapartie zwischen Eintracht Trier und Kickers Offenbach (6:0) rast Gästeakteur Martin Röser auf seinen Gegenspieler zu und senst ihn brutal um. Im Anschluss lässt er sich noch zu einem Mittelfinger Richtung Trierer Fans hinreißen. Rote Karte und drei Spiele Sperre sind die Folge
Die brutalsten Fouls der Fußball-Geschichte
Es ist die hässlichste Szene des 3. Spieltags der Bundesligasaison 2016/17: Mainz führt gegen den FC Augsburg kurz vor Schluss mit 3:1. Völlig übermotiviert steigt der Mainzer Jose Rodriguez an der Mittellinie gegen Augsburgs Dominik Kohr ein
@Getty Images
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