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Die deutschen U21-Europameister von 2009

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Mit einem 4:0 im Finale gegen England sichert sich die deutsche U21-Nationalmannschaft 2009 den EM-Titel. Für viele Talente dieser "Goldenen Generation" ist es der Startschuss einer großen Karriere. SPORT1 zeigt, was aus den Siegern von damals wurde
Vater des Erfolgs ist der mittlerweile 68 Jahre alte Horst Hrubesch (r.). Anschließend kümmert sich der frühere Stürmer um Deutschlands U18, um bis 2013 noch einmal drei Jahre die U21 zu übernehmen. Er beendet 2016 mit Olympia-Silber in Rio eigentlich seine Trainerkarriere, interimsweise kehrt er 2018 bei den DFB-Frauen auf die Trainerbank zurück
MANUEL NEUER: Die Nummer eins, damals in der U21, heute in der A-Elf. Der spätere Welttorhüter kassiert in fünf Spielen nur ein einziges Gegentor und gewinnt seinen ersten Titel mit dem DFB - 2014 folgt der WM-Pokal in Brasilien
Neben Neuer stehen noch die Torhüter Florian Fromlowitz und Tobias Sippel im Aufgebot. Fromlowitz muss im Frühjahr 2017 wegen anhaltender Knieprobleme seine Karriere in Homburg beenden. Sippel wechselt 2015 zu Mönchengladbach, wo er als Ersatzkeeper noch bis 2021 unter Vertrag steht
JÉRÔME BOATENG: Der heute 30-Jährige spielt 2009 für den Hamburger SV, ist dort ein wichtiger Eckpfeiler in der Defensive. Nur wenige Monate nach der EM debütiert er in der A-Nationalmannschaft, mit der er 2014 Weltmeister wird. Mit den Bayern feiert er viele Erfolge, seine Zeit an der Säbener Straße neigt sich aber offenbar dem Ende entgegen
BENEDIKT HÖWEDES: Boatengs Partner in der Innenverteidigung ist der langjährige Schalker Kapitän. Der spätere Weltmeister ist beim Turnier in Schweden ein absoluter Leistungsträger und erzielt im Gruppenspiel gegen Finnland das erste Tor des deutschen Teams. Seit 2018 trägt er das Trikot von Lokomotive Moskau
MATS HUMMELS: Der Innenverteidiger zeigt vor allem im Finale bei seinem ersten Startelfeinsatz eine starke Partie und kommt aufgrund seiner großen Spielübersicht im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Reift beim BVB zum Weltklasse-Verteidiger, steht nach seinem Wechsel zu Bayern 2016 aktuell vor einer erneuten Rückkehr. Wird Anfang 2018 von Bundestrainer Joachim Löw wie Boateng und Thomas Müller ausgebootet
DENNIS AOGO: Gehört in der Elf der EM-Sieger nicht zu den Stammspielern, kommt im Finale erst sieben Minuten vor Schluss zum Einsatz. Eine große Länderspielkarriere bleibt dem früheren Freiburger verwehrt (zwölf Einsätze). Nach dem Abstieg mit dem VfB Stuttgart ist Aogo aktuell vereinslos
ANDREAS BECK: Der damalige Hoffenheimer erzielt im Halbfinale gegen Italien das einzige (und damit entscheidende) Tor. Der Sprung zum Stammspieler in der A-Mannschaft gelingt ihm allerdings nicht. Kehrt 2017 zu seinem Jugendklub VfB Stuttgart zurück, sein auslaufender Vertrag dort wird nach dem Abstieg 2019 nicht verlängert
SEBASTIAN BOENISCH: Auch der damalige Bremer Verteidiger steht bei der EM 2009 im Aufgebot der Deutschen, entscheidet sich ein Jahr später allerdings für die A-Nationalmannschaft Polens. Landet über Leverkusen bei den Münchner Löwen, den Gang in die Regionalliga 2017 macht Boenisch nicht mehr mit, seither ist er vereinslos
DANIEL SCHWAAB: Der Badener gehört ebenso zu den Europameistern von 2009, ist allerdings nur Reservist. Danach sind ihm nicht mehr viele Auftritte im Trikot der Nationalmannschaft vergönnt, steigt 2016 mit dem VfB Stuttgart ab, spielt ein Jahr später mit der PSV Eindhoven Champions League. Dort endet 2019 sein Vertrag
MARCEL SCHMELZER: Der Dortmunder gilt wie Beck als vielversprechende Nachwuchshoffnung auf der Position des Außenverteidigers. Auch er kann diese im Nationaltrikot nie ganz erfüllen, hat beim BVB immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und ist daher nicht mehr erste Wahl
SAMI KHEDIRA: Der Schwabe, damals bereits Deutscher Meister mit dem VfB, ist Kopf und Kapitän der Mannschaft. Der Aufstieg ins A-Team ist die logische Folge, nach dem Ausfall von Michael Ballack bei der WM 2010 ist er nicht mehr aus Löws Elf wegzudenken. Seit dem WM-Debakel 2018 wird er aber nicht mehr berufen. Die weiteren Stationen seiner glanzvollen Karriere sind Real Madrid und aktuell Juventus Turin
MESUT ÖZIL: Der gebürtige Gelsenkirchener ist 2009 der vielleicht beste Spieler der deutschen Mannschaft. Der Spielmacher tritt mit der ihm eigenen Leichtigkeit auf und erzielt im Finale das wichtige 2:0. Auch er wird später Weltmeister, spielt bei Real Madrid und nun beim FC Arsenal. Aus dem DFB-Team tritt er nach dem Wirbel um ein Foto mit dem türkischen Machthaber Erdogan zurück
MARKO MARIN: Zaubermaus und Dribbelkünstler sind die Begriffe, die für Marin zu Beginn seiner Karriere verwendet werden. Bei der EM 2009 setzt der damalige Bremer zu einigen erfolgreichen Dribblings an, danach geht es für ihn allerdings meist nur noch bergab. Seine Odyssee quer durch Europa treibt ihn bis nach Belgrad, dort findet er sein spätes Glück und wird 2019 zum Spieler des Jahres gewählt
ÄNIS BEN-HATIRA: Der Mittelfeldspieler beweist in Schweden ebenfalls Qualitäten. Er kommt zu drei Kurzeinsätzen und einem Auftritt von Beginn an - im Finale spielt er nicht. Seinen Status als unvollendetes Talent kann er bis heute nicht ablegen, wechselt nach politischen Irritationen im Januar 2017 aus Darmstadt in die Türkei. Landet 2019 bei Honvéd Budapest
GONZALO CASTRO: Mittlerweile spielt Gonzalo Castro in der Nationalmannschaft keine Rolle mehr, 2009 ist er eine der großen Stützen des Teams. Im Finale ebnet er den Weg zum Sieg mit dem Führungstreffer gegen England. Steigt 2019 mit dem VfB Stuttgart ab
PATRICK EBERT: Der Potsdamer kommt im Endspiel nicht mehr zum Einsatz, darf nur in den drei Vorrundenspielen ran. Über Hertha und Spartak Moskau landet Ebert bei Rayo Vallecano. Trägt seit 2018 das Trikot von Zweitligist Dynamo Dresden
FABIAN JOHNSON: Der Ex-Löwe spielt dagegen eine wichtige Rolle beim Titelgewinn des deutschen Teams. Der Allrounder macht mit zahlreichen guten Aktionen auf sich aufmerksam und wird nach der EM prompt vom VfL Wolfsburg verpflichtet, wechselt dann zu Hoffenheim und Gladbach
DANIEL ADLUNG: Für Adlung ist der EM-Triumph von 2009 zumindest kein persönliches Erfolgserlebnis. Der Mittelfeldspieler kommt bei der Endrunde in Schweden ebenso wie Dennis Grote (nicht im Bild) kein einziges Mal zum Einsatz. Nach dem 1860-Abstieg landet er über Adelaide United schließlich bei der zweiten Fürther Mannschaft
SANDRO WAGNER: Dass der Münchner noch einmal in der A-Elf Karriere macht, scheint lange Zeit utopisch, bringt es dort aber auf fünf Tore in acht Spielen, ehe er nach einer Nichtnominierung für die WM 2018 seinen Rücktritt erklärt. Macht 2009 im Finale mit einem Doppelpack zum 3:0 und 4:0 alles klar. Wechselt 2019 vom FC Bayern nach China
ASHKAN DEJAGAH: Obwohl er kein echter Mittelstürmer ist, kommt der damalige Herthaner 2009 zu vier Startelfeinsätzen als Sturmspitze. Im Finale gesperrt. 2017 holt Wolfsburg die Offensivkraft aus dem Iran für ein halbes Jahr zurück, spielt aber aktuell wieder dort bei Tractor Sazi. Wird in Irans Nationalmannschaft zur festen Größe
CHINEDU EDE: Der Berliner Jung ist der dritte Angreifer im Hrubesch-Team, einen Einsatz bekommt er nicht. Steht nach einer Odysse über Zypern, Niederlande und Thailand derzeit beim Regionalligisten VSG Altglienicke unter Vertrag
Für viele Spieler ist die EM eine absolute Erfolgsstory. Neuer, Boateng, Hummels, Höwedes, Khedira und Özil gehören zum Kern der Weltmeisterelf von 2014 und sind damit absolute Vorbilder für die heutige U21
Zehn Jahre später will Stefan Kuntz mit seinem Team bei der aktuellen UEFA U21 EM 2019 (LIVE im TV auf SPORT1) erneut den Titel holen - und vielleicht wäre das ja auch für den einen oder anderen Schützling von Kuntz der Startschuss einer großen Karriere
Die deutschen U21-Europameister von 2009
Mit einem 4:0 im Finale gegen England sichert sich die deutsche U21-Nationalmannschaft 2009 den EM-Titel. Für viele Talente dieser "Goldenen Generation" ist es der Startschuss einer großen Karriere. SPORT1 zeigt, was aus den Siegern von damals wurde
@Getty Images
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