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Die Karriere der Maria Höfl-Riesch

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Maria Höfl-Riesch zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Skirennläuferinnen. Spätestens seit ihren beiden Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver zählt sie auch zu den ganz Großen des Sports. SPORT1 zeigt die Stationen ihrer Karriere
Erstmals steht Klein-Maria mit zwei Jahren auf Skiern - kein Wunder. Denn wer in Garmisch-Partenkirchen geboren ist, kommt damit Skiern auf die Welt
Bereits in ihrer frühen Jugend fährt Höfl-Riesch Erfolge ein. Hier geht sie als Elfjährige bei einem internationalen Jugendrennen an den Start
Nach zahlreichen Erfolgen im Juniorenbereich debütiert sie am 16. Februar 2001 im Weltcup, ein Jahr später steht sie erstmals auf dem Podest. Den ersten großen Sieg ihrer Karriere feiert sie am 30. Januar 2004, als sie die Abfahrt von Haus im Ennstal gewinnt. Höfl-Riesch ist endgültig in der Weltspitze angekommen
Höfl-Riesch und die damalige Lindsey Kildow am 21.12.2004, als Juniorinnen haben sie sich angefreundet. Einen Tag später fährt Lindsey erstmals zum Weihnachtsurlaub zu den Rieschs
In der Folge muss sie allerdings einige Rückschläge einstecken. Im Januar 2005 zieht sie sich bei einem Sturz in Cortina D'Ampezzo einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und muss die Saison vorzeitig beenden
Die Garmisch-Partenkirchnerin arbeitet hart an ihrem Comeback, schließlich steht die Olympiasaison vor der Tür. Bei der Präsentation der Teamkleidung ist Riesch noch frohen Mutes....
...doch das Verletzungspech bleibt ihr treu. Beim Riesenslalom in Aspen stürzt sie erneut und muss die Olympiasaison nach nur sechs Rennen beenden
Kreuzbandriss, Meniskusschaden, Knorpelverletzungen und eine Knochenstauchung lautet die Horrordiagnose
Doch Höfl-Riesch beweist Kampfgeist und schuftet abermals für ihr Comeback. Auch der Besuch einer Kletterhalle gehört zum Rehaprogramm
Zu Beginn der Saison kehrt die gelernte Zollbeamtin dann mit einem Paukenschlag auf die Piste zurück. Etwas überraschend gewinnt sie gleich die erste Weltcupabfahrt der Saison und meldet sich in der Weltspitze zurück. Bis zum Ende der Saison bleibt es zwar die einzige Podestplatzierung...
...doch in der Saison 2007/08 findet sie endgültig wieder zurück zu alter Stärke. Erstmals in ihrer Karriere gewinnt sie die kleine Kristallkugel für den Sieg in einer Disziplinwertung, und dann gleich doppelt. Weder im Super-G, noch in der Kombination ist Höfl-Riesch über die Saison gesehen zu schlagen
Ihr Topniveau in den schnellen Disziplinen kann sie auch in den nächsten Jahren halten, und avanciert zudem auch noch zur Seriensiegerin im Slalom. Dies demonstriert sie auch bei der WM in Val d´Isere
Mit dem Erfolg von Kathrin Hölzl im Riesenslalom platzt auch bei Höfl-Riesch der Knoten. Sie selbst sagt, der Titel von Hölzl hätte ihr den Druck genommen
Und so kommt es dann auch: Höfl-Riesch gewinnt Gold im Slalom und wird erstmals Weltmeisterin. Ihre Freude ist grenzenlos
Wenig später hat sie erneut Grund zum Jubeln. Bereits ein Rennen vor Schluss sichert sie sich die kleine Kristallkugel im Slalomweltcup
Doch das erfolgreiche Jahr 2009 ist nur der Anfang. 2010 stehen die Olympischen Spiele in Vancouver auf dem Programm. Erneut präsentiert Maria Höfl-Riesch vorab die offizielle Teamkleidung des DSV-Teams
Dieses Mal wird sie allerdings nicht durch eine Verletzung ausgebremst, ganz im Gegenteil. Olympia wird zu den Riesch-Festspielen (damals trug sie noch ihren Mädchennamen allein). Am 18. Februar gewinnt die Deutsche die Super-Kombination und krönt sich zur Olympiasiegerin
Doch damit nicht genug. Wenige Tage später triumphiert sie auch in ihrer neuen Spezialdisziplin Slalom. Der Doppelolympiasieg ist perfekt
Aufgrund ihres herausragenden Erfolgs bei Olympia wird Höfl-Riesch im Dezember 2010 zu Deutschlands Sportlerin des Jahres gewählt
Auch in der darauffolgenden Saison ist Höfl-Riesch nicht zu bremsen. In einem Herzschlagfinale sichert sie sich mit drei Punkten Vorsprung den Sieg im Gesamtweltcup
Sie ist damit nach Rosi Mittermaier und Katja Seizinger erst die dritte Fahrerin, der es gelingt die große Kristallkugel nach Deutschland zu holen
Einen Anteil an ihren großen Erfolgen hat auch Manager Marcus Höfl. Anfang 2010 geben die beiden bekannt, auch privat liiert zu sein
Auch Schwester Susanne (l.), die ebenfalls im Skizirkus aktiv ist,  ist ein wichtiger Rückhalt
2011 ist ein ganz besonderes Jahr. Die Weltmeisterschaft findet in Garmisch-Partenkirchen statt, dem Heimatort von Maria Höfl-Riesch. Sie setzt sich selbst enorm unter Druck, sie will "ihren" Fans unbedingt eine Medaille präsentieren. In der Super-Kombination gilt sie als Top-Favoritin, erreicht grippegeschwächt aber nur den elften Rang. Freund Markus muss sie nach dem Rennen trösten
Am Ende holt Höfl-Riesch aber doch noch zweimal Edelmetall und kann wieder lächeln
Außerhalb der Strecke läuft es allerdings nicht immer harmonisch. Mit Lindsey Vonn verbindet Höfl-Riesch seit Juniorenzeiten eine enge Freundschaft. Später feiern ihre Familien zusammen Weihnachten
Da aber auch Vonn zu den absoluten Topläuferinnen gehört, entwickelt sich ein immer größerer Konkurrenzkampf, das Verhältnis der Beiden kühlt merklich ab. Ein Streit um Vonns angeblich regeldwidrige Ausrüstung bringt das Fass zum Überlaufen. Die einstigen Freundinnen wechseln kein Wort mehr miteinander
Auch als Maria Riesch im April 2011 Marcus Höfl in Going am Wilden Kaiser das Ja-Wort gibt und damit ab sofort einen Doppelnamen trägt, ist Lindsey Vonn nicht anwesend
Erst eine Aussprache Ende des Jahres in Lake Louise beendet den Streit. Dennoch sagt Höfl-Riesch: "Es ist nicht mehr so, wie es vorher zwischen uns war. Das wird es wahrscheinlich auch nie wieder, denn die letzten Jahre haben uns beide verändert"
Die sportliche Rivalität der Beiden auf der Piste geht allerdings weiter. Während Vonn weiterhin vorneweg fährt, hat Riesch in der Saison 2011/12 etwas Probleme ihr hohes Niveau zu halten. Erst Ende Januar 2012 steht der erste Saisonsieg zu Buche. Wenig später gewinnt sie aber die Generalprobe für die Olympischen Spiele in Sotschi in Krasnaja Poljana
2012/2013 steht wieder eine WM auf dem Programm. Dieses Mal geht es ins österreichische Schladming und erneut beweist Riesch, das sie bei Großereignissen auf den Punkt topfit ist. In der Super-Kombination holt sie sich ihren zweiten Weltmeistertitel und wagt spontan ein Tänzchen auf dem Siegerpodest
Wenige Tage später gewinnt sie trotz eines Sturzes mit dem DSV-Team um Felix Neureuther (l.) die Bronzemedaille
Am Ende tritt sie nach ihrem dritten Platz in der Abfahrt hochzufrieden und mit drei Medaillen im Gepäck die Heimreise an
In der abgelaufenen Saison präsentiert sich Maria Höfl-Riesch bereits wieder in guter Form. In Lake Louise triumphiert sie bei eisigen Temperaturen gleich doppelt und führt aktuell die Gesamtwertung an
Da Lindsey Vonn (r.) verletzungsbedingt absagen muss und Tina Maze (l.) ein Form-Tief erlebt, gilt Höfl-Riesch als Top-Favoritin für Olympia in Sotschi. Insbesondere in der Abfahrt hat sie Gold im Blick
Olympia in Sotschi beginnt für Höfl-Riesch mit einer besonderen Ehre: Sie trägt bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne ins Fischt Olympic Stadium. "In Vancouver durfte ich schon weit vorne mitlaufen, das war eine Gänsehaut-Atmosphäre, die Stimmung im Stadion zu fühlen. Es geht ein ganz großer Traum für mich in Erfüllung", sagt sie zur Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes
Es bleibt nicht der einzige große Moment: In der Super-Kombi rauscht Höfl-Riesch einmal mehr zum Sieg, ihr drittes Olympiagold. Nicht zwingend ihr letztes, vor allem in der Abfahrt sind die Chancen groß
So richtig fassen kann es die Sympathieträgerin auch auf der Medals Plaza noch nicht. Dabei hat sie doch ihre dritte olympische Goldmedaille bereits um den Hals hängen
Spätestens nach der Hymne kann sie doch richtig jubeln und geht aus sich heraus. Es werden die Spiele der Maria Höfl-Riesch - eine weitere Medaille folgt nach der enttäuschenden Abfahrt im Super-G
Mit 0,55 Sekunden Rückstand auf die Österreicherin Anna Fenninger kommt sie auf dem anspruchsvoll gesteckten Kurs mit der zweitbesten Zeit ins Ziel. "Ich hatte die nötige Lockerheit", schildert sie, "meine zweite Medaille. Wahnsinn!" Endlich habe sie auch mal eine Silbermedaille gewonnen, meint sie im Interview mit dem "ZDF", "natürlich ist mir Gold lieber, aber es ist trotzdem schön, auch eine silberne zur Sammlung zählen zu dürfen"
Auch nach Olympia greift Höfl-Riesch noch einmal nach dem ganz großen Coup. In Lenzerheide soll es am letzten Weltcup-Wochende zum Showdown mit Anna Fenninger um den Sieg im Gesamtweltcup kommen
Doch daraus wird nichts. Höfl-Riesch stürzt im vorletzten Rennen der Saison schwer
und muss mit einem Helikopter abtransportiert werden. Zwar ist sie wenig später wieder auf den Beinen, die große Kristallkugel ist allerdings futsch
Ob ihr Karriereende auch mit dieser Enttäuschung zu tun hat, lässt sie offen, aber nach reiflicher Überlegung gibt sie auf einer Pressekonferenz ihr Karriereende bekannt. "Es fällt mir schwer, aber ich denke, es ist die richtige Entscheidung", sagt Höfl-Riesch schwer schluckend. 13 Jahre,  oder genau genommen 4780 Tage nach ihrem ersten Start bei einem Weltcup-Rennen geht die Laufbahn einer der erfolgreichsten Skifahrerin aller Zeiten zu Ende
Die Karriere der Maria Höfl-Riesch
Maria Höfl-Riesch zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Skirennläuferinnen. Spätestens seit ihren beiden Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver zählt sie auch zu den ganz Großen des Sports. SPORT1 zeigt die Stationen ihrer Karriere
@Getty Images
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