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Die Karriere des Felix Magath

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Seit rund 40 Jahren ist Felix Magath Teil des Profi-Geschäfts. Erst als Spieler, dann als Trainer und Manager. Er gilt mal als großer Stratege, dann als "Quälix", als Feuerwehrmann und als Meistermacher. SPORT1 zeigt seine Karriere in Bildern
Die Profi-Karriere des Felix Magath beginnt in Saarbrücken. Nachdem er in der Jugend für den VfR Nilkheim und den TV Aschaffenburg kickte, wagt der damals 21-Jährige 1974 den Sprung von Viktoria Aschaffenburg in die Zweite Liga. Für den 1. FC Saarbrücken erzielt er in 76 Spielen 29 Tore
Nach zwei Jahren bei den Saarländern beginnt für Magath das große Abenteuer Bundesliga. Seine erste und zugleich letzte Station als Spieler im deutschen Fußball-Oberhaus ist der Hamburger SV
Mit den Hanseaten eilt der begnadete Spielmacher von Erfolg zu Erfolg. Dreimal werden Magath und der HSV gemeinsam Deutscher Meister: 1979, 1982 und 1983
Eine seiner größten Sternstunden als aktiver Profi erlebt Magath im Jahr 1977. Im Finale des Europapokals der Pokalsieger  gelingt ihm kurz vor Schluss der Treffer zum 2:0-Endstand gegen Anderlecht
Sechs Jahre später jubeln Magath und die Hamburger erneut auf der internationalen Bühne. Im Endspiel des Europapokals der Landesmeister bezwingen sie Juventus Turin mit 1:0. Der Torschütze: Felix Magath
Doch nicht nur im Verein, auch in der Nationalmannschaft läuft es für Magath in dieser Zeit richtig gut. Für die DFB-Elf bestreitet der Mittelfeldmann insgesamt 43 Länderspiele
Seinen größten Erfolg als Nationalspieler feiert Magath im Jahr 1980. Deutschland wird Europameister - und Magath ist mittendrin. Anschließend wird er mit dem DFB-Team noch zweimal Vizeweltmeister
Eine gute Figur am Ball macht auch Magaths damalige Ehefrau Stefanie, mit der er drei gemeinsame Kinder hat
Nachdem er seine aktive Karriere aufgrund einer Verletzung beenden musste, steigt Magath 1986 ins Management des HSV ein. Dort beerbt er Günter Netzer. Anschließend arbeitet Magath als Manager des 1. FC Saarbrücken und des KFC Uerdingen
Magaths Trainer-Karriere beginnt 1992 beim FV Bremerhaven in der Verbandsliga. Ein Jahr später wird er Co-Trainer, 1995 dann sogar Chefcoach beim HSV
Es folgen die Stationen 1. FC Nürnberg und Werder Bremen. 1999 übernimmt Magath den Trainerposten bei Eintracht Frankfurt
In dieser Zeit gilt der mittlerweile 46-Jährige als knallharter Arbeit, als Schleifer, als "Quälix" - aber eben auch als Feuerwehrmann. Sowohl die Eintracht, als auch zwei Jahre später den VfB Stuttgart bewahrt er vor dem Abstieg aus der Bundesliga
Die Stuttgarter, bei denen er als Trainer und Manager in Personalunion fungiert, führt Magath in den Jahren 2003 und 2004 sogar bis auf den zweiten beziehungsweise vierten Tabellenplatz. Dann folgt der Lockruf aus München
Mit dem FC Bayern gewinnt Magath, inzwischen übrigens mit Nicola Jorde (l.) verheiratet, als Trainer innerhalb von nur drei Jahren zweimal das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal
Weil die Münchner nach dem Abgang von Michael Ballack aber nicht mehr an die Leistungen der Vorjahre anknüpfen können, wird Magath im Januar 2007 von seinem Vorgänger Ottmar Hitzfeld abgelöst
Doch Magath hat noch einen im Köcher. 2009 führt er als Coach und Geschäftsführer Sport den VfL Wolfsburg sensationell zum Meister-Titel
Bei seinem anschließenden Engagement auf Schalke verpasst Magath 2010 die Schale nur knapp. Ein Jahr später führt er die Königsblauen ins Endspiel des DFB-Pokals und ins Viertelfinale der Champions League - wird aber trotzdem entlassen
Im März 2011 kehrt Magath noch einmal nach Wolfsburg zurück. Den Glanz vergangener Tage hat er aber verloren. Nach erfolgreichem Klassenerhalt und katastrophalem Start in der Saison darauf wird er von seinen Aufgaben als Trainer und Geschäftsführer Sport entbunden
Die Lust auf den Profiport scheint Magath danach vergangen. Er nimmt sich eine Auszeit und kümmert sich vermehrt um die Familie, statt als Trainer oder Manager zu arbeiten. "Bin ich so bekloppt, dass ich das noch mal mache?", fragt er in der "Welt" und betont: "Ich vermisse nichts."
Anfang Februar 2014 wirds wieder richtig unruhig um den ehemaligen Meistertrainer. Der Hamburger SV, sein Klub, steht in der Fußball-Bundesliga am sportlichen Abgrund. Viele Fans in der Hansestadt verlangen nach dem 60-Jährigen - allen voran Mäzen Klaus-Michael Kühne. Doch "alte Kräfte", wie er sie nennt, lehnen ihn ab. Der frühere Bayern-Coach sagt ab
Dann geht alles ganz schnell. Nur einen Tag später, am 14. Februar, gibt der englische Premier-League-Klub FC Fulham bekannt, dass Magath per sofort Teammanager wird. Er trainiert damit künftig Lewis Holty und Sascha Riether. "Es geht wieder los", schreibt Magath auf seiner Facebook-Seite
Doch Magaths Optimismus währt nicht lange. Der frühere Erfolgstrainer hat auch bei seiner ersten  Station im Ausland kein Glück und gewinnt nur drei der verbleibenden 12 Spiele in der Premier League. Die logische Konsequenz ist der Abstieg in die zweite Liga
Magath bleibt, wie vorher angekündigt, Trainer des FC Fulham. Aber auch eine Liga tiefer bleibt der Coach vom Erfolg verlassen. Nach sieben Spielen und der katastrophalen Bilanz von nur einem Punkt wird Magath entlassen. Es ist der vorläufige Tiefpunkte einer lange Zeit äußerst erfolgreichen Karriere
Im Juni 2016 wagt sich Magath wieder zu neuen Ufern, übernimmt Chinas Tabellenletzten Shandong Luneng. Er rettet ihn vor dem Abstieg, wird in der zweiten Saison Sechster, dann lässt der Klub Magaths Vertrag auslaufen
Die Karriere des Felix Magath
Seit rund 40 Jahren ist Felix Magath Teil des Profi-Geschäfts. Erst als Spieler, dann als Trainer und Manager. Er gilt mal als großer Stratege, dann als "Quälix", als Feuerwehrmann und als Meistermacher. SPORT1 zeigt seine Karriere in Bildern
@Getty Images
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