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Die Karriere des Thomas Schaaf

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Nach zehn Niederlagen aus elf Spielen ist die Zeit von Thomas Schaaf bei Hannover 96 schon wieder abgelaufen. Sein guter Ruf aus Bremer Zeiten scheint nach der miserablen Bilanz bei den Niedersachsen dahin zu sein. SPORT1 zeigt Schaafs Karriere bei Werder in Bildern
Thomas Schaaf und Werder Bremen, das ist eine ganz besondere Beziehung. Fast sein ganz fußballerischen Leben verbringt Schaaf als Spieler und Trainer in Bremen und feiert mit Werder große Erfolge. Seit dieser Saison trainiert Schaaf nun Eintracht Frankfurt und kehrt nun am Samstag erstmals zu seiner alten Liebe zurück. SPORT1 zeigt Schaafs Karriere bei Werder in Bildern
Thomas Schaaf wächst in unmittelbarer Nähe des Weserstadions auf. Am 1. Juli 1972 tritt er dem SV Werder Bremen bei, wo er bis 1979 in der Jugend spielt. Am 18. April 1979 gibt Schaaf beim 0:3 in Bochum sein Bundesliga-Debüt. Damals heißt der Werder-Trainer noch Wolfgang Weber. Doch schon bald übernimmt Otto Rehhagel, der Schaaf praktisch durch dessen ganze Karriere begleitet und als Trainer zum Vorbild wird
Es beginnt eine sportlich erfolgreiche Zeit. 1983 werden Abwehrspieler Schaaf und Verteidigerkollege Rigobert Gruber Vizemeister
Seine erste Deutsche Meisterschaft als Spieler feiert Schaaf 1988. Schaaf steht in der Meistersaison in 29 Spielen auf dem Feld und erzielt ein Tor
Der größte Erfolg als Spieler gelingt Schaaf 1992 mit dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger. Im Finale besiegen die Bremer den AS Monaco. Schaaf wird im Finale nach 34 Minuten für Thomas Wolter eingewechselt und darf am Ende stolz den Pokal in die Höhe strecken
Im Finale des DFB-Pokals sind die Bremer damals regelmäßig vertreten. 1991 und 1994 gewinnen Schaaf und Werder den Pokal. Zuvor gehen allerdings zwei Finals verloren. 1989 mit 1:4 gegen Dortmund (Bild: Schaaf im Zweikampf mit Dortmunds Michael Zorc) und ein Jahr später gegen Kaiserslautern
Der große Rivale von Werder Bremen in den 1980er und 90er Jahren ist aber der FC Bayern. 1993 verweisen die Bremer mit Schaaf die Münchner auf den zweiten Platz. Es ist die zweite Meisterschaft für Thomas Schaaf
Die Spielerkarriere von Thomas Schaaf neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Nach 262 Bundesligspielen und 19 Zweitligapartien ist 1995 Schluss. Schon als Spieler ist Schaaf Jugendtrainer bei Werder, später übernimmt er die Amateurmannschaft. Seine große Stunde schlägt aber am 10. Mai 1999. Schaaf übernimmt das Profiteam und rettet es vor dem Abstieg. Es ist der Beginn einer äußert erfolgreichen und langjährigen Zusammenarbeit mit Manager Klaus Allofs
Nur wenige Wochen später feiert Schaaf seinen ersten Titel als Trainer. Mit Werder holt er erneut den DFB-Pokal und ist überhaupt erst der dritte Trainer, der den Pokal zuvor auch als Spieler gewonnen hat
Das Duo Schaaf und Allofs zeichnet vor allem der gute Riecher auf dem Transfermarkt aus. Immer wieder gelingen den beiden großartige Verpflichtungen. Ob nun die Spielmacher Johan Micoud (Bild) und Diego oder…
Stürmer Ailton! Der brasilianische Kultspieler wird 2004 Torschützenkönig und hat so großen Anteil an Schaafs größtem Erfolg als Trainer. Werder sichert sich Meisterschaft und DFB-Pokal
Das Double wird in Bremen ausgiebig gefeiert, Thomas Schaaf ist mittendrin
In den kommenden Jahren ist Werder Stammgast in der Champions League und im UEFA-Cup, verschafft sich mit dem für Schaaf typischen, spektakulären Offensivfußball europaweit Respekt - in Spanien verehren sie bis heute die Lehre des "Schaafismo"
Den fünften DFB-Pokal als Spieler und Trainer gewinnt Schaaf 2009. Da kann er sicherlich auch die Bierdusche von Diego verschmerzen
Auch Lehrmeister Otto Rehhagel gratuliert
Der ganz große Coup bleibt Schaaf und den Bremern wenige Tage zuvor aber verwehrt. Im UEFA-Cup-Finale verliert Werder gegen Schachtjor Donezk. Da tröstet auch der Applaus der siegreichen Ukrainer wenig
In gewisser Weise markiert das verlorene Finale eine Wende in Bremen, die sportlich erfolgreichen Zeiten sind erstmal vorbei. Werder rutscht in der Tabelle ab, die Mannschaft gerät in den Abstiegskampf. Auch Schaaf ist plötzlich nicht unumstritten. Doch Klaus Allofs stellt sich hinter seinen langjährigen Weggefährten
Im November 2012 verlässt Allofs dann Bremen in Richtung Wolfsburg. Und am 14. Mai 2013 ist es dann auch für Thomas Schaaf soweit. Nach 14 Jahren und 5 Tagen tritt er als Trainer von Werder Bremen zurück. Insgesamt war Schaaf mehr als 40 Jahre bei Werder
Schaaf zieht sich erstmal weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und verbringt Zeit mit seiner Frau Astrid, mit der er eine Tochter hat. Nach etwas mehr als einem Jahr Pause beginnt dann das neue Kapitel in Frankfurt
Mit der Eintracht steht Schaaf derzeit im grauen Mittelfeld der Tabelle. Nach teilweise spektakulären Spielen in der Hinrunde spielen die Frankfurter in der Rückrunde weniger überzeugend. Drei Punkte gegen die Alte Liebe Werder würden Trainer und Team also durchaus gut tun
Schaaf wird mit der Eintracht nie wirklich warm. Der 54-Jährige ist mit dem neunten Platz in der Abschlusstabelle mehr als zufrieden, sieht seine Arbeit jedoch nicht genügend gewürdigt. Schließlich wittert er eine Kampagne gegen sich und wirft deshalb zum Ende der Saison bei der Eintracht hin
Etwas überraschend wird Schaaf zur Rückrunde der Saison 2015/16 Nachfolger des zurückgetretenen Michael Frontzeck bei Hannover 96. Der einstige Bremer Erfolgscoach soll die angeschlagenen Niedersachsen zu alter Stärke führen
Schaafs Debüt bei Hannover misslingt gründlich: die ersten fünf Partien gehen allesamt verloren, das verunsicherte Team verliert im Abstiegskampf immer weiter an Boden. Schaafs Neuzugänge - allen voran Hugo Almeida und Adam Szalai - verpuffen wirkungslos
Nach lediglich einem Sieg aus elf Spielen wird Schaaf bei Hannover 96 freigestellt. Wenige Tage  zuvor äußerte Präsident Martin Kind noch den Wunsch, gemeinsam mit Schaaf den Weg in die Zweite Liga anzutreten. Schaafs Ruf als Erfolgscoach trägt durch die Station in Hannover tiefe Narben davon
Die Karriere des Thomas Schaaf
Nach zehn Niederlagen aus elf Spielen ist die Zeit von Thomas Schaaf bei Hannover 96 schon wieder abgelaufen. Sein guter Ruf aus Bremer Zeiten scheint nach der miserablen Bilanz bei den Niedersachsen dahin zu sein. SPORT1 zeigt Schaafs Karriere bei Werder in Bildern
@Getty Images
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