Galerien>

Die Karriere von Wolfgang Niersbach

1 / 14
Wolfgang Niersbach ist von seinem Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgetreten. Der 64-Jährige zieht damit die Konsequenzen aus seiner Verwicklung in die Affäre um die WM 2006
"27 Jahre DFB waren für mich immer viel mehr als ein Beruf. Die Arbeit in den unterschiedlichen Funktionen war für mich eine Herzensangelegenheit. Ich liebe den Fußball und diesen Verband, indem ich wunderbare Momente erleben und mit großartigen Menschen
zusammenarbeiten durfte. Um diesen DFB und das Amt zu schützen,trete ich schwerenHerzens als DFB-Präsident zurück", erklärt Niersbach und ergänzt:  "Gleichwohl werde ich auch danach alles für eine umfassende Aufklärung der Vorgänge beitragen." SPORT1 zeigt die Bilder seiner Karriere
Die Verbindung zum Sport ist bei Wolfgang Niersbach früh gegeben. 1973 startet der Rheinländer als Volontär bei der Nachrichtenagentur Sport-Informationsdienst und ist dort anschließend als Redaktuer überwiegend für Fußball und Eishockey zuständig. So entsteht auch der Kontakt zum DFB. 1987 wird er Pressechef im Organisationskomitee der EURO 88 in Deutschland, ein Jahr später DFB-Pressechef und später Mediendirektor
Somit feiert er 1990 seinen ersten WM-Titel als Pressechef. Die Erinnerungen daran, so sagt er, seien noch heute präsent
Seine erste EM als Pressechef erlebt er 1992 in Schweden mit
1998 stellt er mit Erich Ribbeck den Nachfolger von Berti Vogts vor
Sein letztes Turnier als Mediendirektor erlebt er bei der enttäuschenden EM 2000, als Deutschland als Letzter in der Gruppenphase scheitert
Zwischen 2001 und 2006 arbeitet er für den Erfolg der Fußball-WM in Deutschland. Als Vizepräsident des Organisationskomitees hilft er an zentraler Stelle, den Sommer 2006 zum Märchen werden zu lassen
Auf dem DFB-Bundestag im Oktober 2007 wird Niersbach als Nachfolger von Horst R. Schmidt zum neuen Generalsekretär des DFB ernannt und ist damit der höchste hauptamtliche Mitarbeiter des Verbandes
2011 wird Niersbach vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet
Machtwechsel beim DFB: Ab März 2012 führt Niersbach als elfter Präsident der Verbandsgeschichte den DFB. Auf einem Außerordentlichen Bundestag löst er den amtsmüden Theo Zwanziger ab
Dann plötzlich der dunkle Schatten über der Karriere: Für die Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland sind angeblich Bestechungsgelder im Millionenbereich geflossen. Es geht um 6,7 Millionen Euro, die der DFB an die FIFA gezahlt haben soll
Es folgen eine öffentliche Schlammschlecht mit seinem Vorgänger Zwanziger und eine Steuerrazzia. Zuletzt gilt er sogar als Kandidat für den Chefposten bei der FIFA oder UEFA. Seine Führungsämter in der FIFA und der UEFA wird er zumindest vorerst behalten, seine Zeit als DFB-Präsident ist jedoch vorbei
Die beiden Vizepräsidenten Reinhard Rauball (r.) und Rainer Koch (l.) übernehmen Niersbachs Amtsgeschäfte
Die Karriere von Wolfgang Niersbach
Wolfgang Niersbach ist von seinem Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgetreten. Der 64-Jährige zieht damit die Konsequenzen aus seiner Verwicklung in die Affäre um die WM 2006
@SPORT1 Grafik: Marc Tirl/Imago
AUCH INTERESSANT