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Die spannendsten Meisterrennen im Handball

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Showdown in der Handball-Bundesliga! Am Sonntag entscheidet sich, wer die deutsche Meisterschaft gewinnt. Die SG Flensburg-Handewitt führt vor dem letzten Spieltag mit zwei Zählern Vorsprung auf den THW Kiel. Beide waren schon häufiger Teil eines Dramas. SPORT1 blickt auf die spannendsten Titelentscheidungen zurück
1978: Beim ersten von vier Titeln in Serie hat der TV Großwallstadt zwar das um vier Tore schlechtere Trefferverhältnis, landet dennoch mit 43:9 Punkten einen Zähler vor dem VfL Gummersbach (42:10). Joachim Deckarm (2. v. li.) und Heiner Brand (l.) sind geschlagen
1983: Der THW Kiel zieht gegen Gummersbach den Kürzeren. Der VfL (36:12) gewinnt genau das eine Spiel mehr, das am Ende vor dem THW (34:14) zum Titel reicht. Im gleichen Jahr folgt auch der Gewinn des Europapokals, den Erhard Wunderlich und Brand gebührend bejubeln
1984: Ein Sieg liegt auch 1984 nur zwischen Meister Großwallstadt (40:12) und Verfolger TUSEM Essen (38:14). Auf dem Bild: Kurt Klühspies mit dem IHF-Pokal
1985: In Gummersbach spritzt der Champagner! Kiel muss im engen Titelrennen 1985 wie zwei Jahre zuvor Gummersbach (41:11) den Vortritt lassen. Es fehlt nur ein Pünktchen, denn bei der Tordifferenz hat der THW (40:12) mit elf Treffern mehr sogar die Nase vorn. Kiel gewinnt in Summe ein Spiel mehr als der spätere Meister, leistet sich aber auch sechs Niederlagen - Gummersbach nur vier
1988: Auch wenn die Mienen etwas anderes vermuten lassen - Gummersbach unter Trainer Brand (2. v. l.) setzt sich auch 1988 knapp durch. Der VfL (40:12) tütet mit einem Sieg Vorsprung vor der TuRU Düsseldorf (38:14) den Meistertitel ein
1996: Inzwischen ist Kiel nervenstark. Lange Zeit gibt es kaum einen Kieler Titel, bei dem es nicht eng wird. 1996 hat der THW (44:16) am Ende einen Sieg mehr auf dem Konto als Flensburg (42:18). Magnus Wislander lässt die Sektkorken knallen
1998: Der TBV Lemgo muss ebenfalls erkennen, dass bei spannungsgeladenen Meisterschaften am Ende immer häufiger der THW die Nase vorn hat. Ein Pünktchen mehr reicht den Kielern (41:15) zum Titel, die in der Saison 97/98 auch Deutscher und EHF-Pokalsieger werden
1999: In Bauarbeiteranzügen feiern die Zebras um den heutigen Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen (l.) die Meisterschaft. Kiels Spezialisten für enge Entscheidungen schlagen erneut zu: Ein Sieg mehr als Verfolger Flensburg (46:14), und der Titel geht an den THW (48:12)
2000: Im neuen Jahrtausend wird das Titelrennen zum Herzschlagfinale. Die erste Meisterschaft im neuen Millenium wird nur durch das Torverhältnis entschieden. Kiel und Flensburg liegen nach 34 Spieltagen mit 52:16 Punkten gleichauf. Ein Team hat aber die um 17 Treffer bessere Tordifferenz. Welches? Natürlich der THW…
2001: Der SC Magdeburg stoppt die Dominanz des THW, der 2001 nur Fünfter wird. Magdeburg (59:17) rettet einen Punkt Vorsprung gegen den TBV Lemgo (58:18) ins Ziel und feiert den Titel. Stefan Kretzschmar kann sein Glück kaum fassen
2002: Der Rekordmeister schlägt zurück! Morten Berre feiert nach einem dramatischen Meisterkampf standesgemäß auf dem Rathausbalkon und bringt auch den EHF-Pokal mit. Im knappen Rennen gegen die HSG Nordhorn (53:15) reicht den "Zebras" (54:14) am Ende ein mickriger Punkt mehr zum Titel. Der Dritte Lemgo (52:16) verpasst die Meistertrophäe auch nur hauchdünn
2004: Torwart-Ikone Jan Holpert präsentiert den Flensburger Anhängern die Schale. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wird die SG Meister - und wie: Flensburg (58:10) feiert den Titel, Erzrivale Kiel ist nur einen Sieg dahinter (56:12) und hat auch die um 16 Treffer bessere Tordifferenz
2005: Die Bundesligapartie zwischen Kiel und Flensburg 2005 endet unentschieden - und mit Tumulten. Am Ende der Saison hat der THW (62:6) aber mit nur einem Sieg vor der SG (60:8) die Nase vorn. Bitter: Wäre es am Ende auf die Tordifferenz angekommen, hätte Flensburg (+197) vor Kiel (+181) gestanden. Es ist der erste von sechs Titeln in Serie für die "Zebras"
2007: Die engste Meisterschaftsentscheidung vor dem Drama von 2014 gibt es 2007 - und auch damals ist Kiel beteiligt. Im Zweikampf mit dem HSV Hamburg entscheidet das Torverhältnis. 98 Tore liegt der Rekordmeister vorne und darf sich über den 13. Meistertitel freuen. Nikola Karabatic (l.) bekommt von Kim Andersson (r.) eine Kostprobe des Siegerchampagners
2010: Auch Daniel Narcisse lässt sich das Meistergetränk - in diesem Fall Bier - schmecken. Mit einem 27:24 über Großwallstadt sichert sich Kiel 2010 den sechsten Titel in Folge - mit einem Zähler Vorsprung vor dem HSV. Ein einziges Remis mehr sorgt nach 34 Spieltagen dafür, dass der THW (62:6 Punkte) vor den Hamburgern über die Ziellinie geht (61:7)
2014: Eine kaum zu toppende Dramatik spielt sich 2013/2014 ab. Vor dem letzten Spieltag liegen die Rhein-Neckar Löwen an der Tabellenspitze und gewinnen sogar mit 40:35 in Gummersbach. Am Ende jubelt dennoch Kiel...
...und die Löwen trauern. Denn dank eines 37:23-Kantersieges über die Füchse Berlin zieht der THW am 34. Spieltag noch an den Mannheimern vorbei und sichert sich den Titel. Zwei Tore fehlen den Löwen zur Meisterschaft
2015: Ein Jahr später ist den Kielern um Trainer Alfred Gislason nach dem 20. Titel die Erleichterung anzusehen. Nur einen Sieg hat der THW am Ende Vorsprung auf die Löwen. Bis zum 27. Spieltag sind die Mannheimer noch gleichauf. Im direkten Duell am 28. Spieltag gibt es ein 23:23, am 30. Spieltag leisten sich die Rein-Neckar Löwen dann in Wetzlar (27:31) den entscheidenden Patzer
2018: Die SG Flensburg-Handewitt sichert sich die zweite deutsche Meisterschaft nach 2004 - und liefert sich im entscheidenden Spiel eine wahre Nervenschlacht. Die Partie gegen Göppingen endet 22:21. Am Ende beträgt der Vorsprung auf Verfolger Rhein-Neckar Löwen gerade einmal einen Zähler
2019: Auch dieses Jahr steht Flensburg in der Tabelle ganz oben, Kiel befindet sich in der Position des Verfolgers und muss auf einen Ausrutscher der SG beim Bergischen HC hoffen. Der THW empfängt TSV Hannover-Burgdorf
Kann Flensburg den Titel nach einer souveränen Saison verteidigen? Oder jubeln am Ende doch noch die Zebras?
Die spannendsten Meisterrennen im Handball
Showdown in der Handball-Bundesliga! Am Sonntag entscheidet sich, wer die deutsche Meisterschaft gewinnt. Die SG Flensburg-Handewitt führt vor dem letzten Spieltag mit zwei Zählern Vorsprung auf den THW Kiel. Beide waren schon häufiger Teil eines Dramas. SPORT1 blickt auf die spannendsten Titelentscheidungen zurück
@SPORT1-Montage: Marc Tirl/Gettty Images/Imago
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