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Eishockey-WM 2017: Der deutsche Kader

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Riesenjubel! Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist bei der Heim-WM (LIVE im TV auf SPORT1) nach einem Penalty-Krimi gegen Lettland ins Viertelfinale eingezogen und darf weiter vom Titel träumen
Großen Anteil am Erfolg des DEB-Teams hat NHL-Star Leon Draisaitl, der allerdings sehr spät dazustieß. Das Talent der Edmonton Oilers verstärkte den Kader von Bundestrainer Marco Sturm erst im vorletzten Gruppenspiel gegen Italien - brachte aber sogleich neuen Schwung rein
Zum Muttertag gönnte Sturm seinem Star eine kleine Auszeit. Draisaitl durfte nach seinem ersten WM-Auftritt gegen Italien zuhause bei Mama schlafen. Nach neun Stunden Flug eine wahre Erholung für den 21-Jährigen
Ebenfalls erst kurz vor Ende der Gruppenphase reiste Torhüter Philipp Grubauer an. Der Goalie verstärkte das DEB-Team erst im letzten Gruppenspiel gegen Lettland, nachdem er mit den Washington Capitals in den NHL-Playoffs ausgeschieden war
Ob kuriose Spitznamen, böse Verletzungen oder ungewöhnliche Rituale - die deutschen Kufen-Cracks weisen einige Besonderheiten auf. SPORT1 stellt die WM-Helden vor und verrät, was Sie über die Spieler noch nicht wussten
TOR - THOMAS GREISS: Neben Dennis Seidenberg ist auch dessen Teamkollege bei den New York Islanders bei der WM dabei. Greiss hat sich zum Stammgoalie und Publikumsliebling der Islanders entwickelt und Spitznamen wie "Jesus Greiss" sowie Fangesänge wie "Greiss Greiss Baby" erhalten. Derzeit nur noch Goalie Nummer drei
DANNY AUS DEN BIRKEN: Der gebürtige Düsseldorfer stammt aus der Nachwuchsschmiede der Adler Mannheim. 2013 und 2014 war er schon als dritter Goalie bei der WM dabei und feierte sein WM-Debüt 2014 beim 4:5 gegen die USA. Für den EHC Red Bull München ist er der große Rückhalt
Und nicht zu vergessen: PHILIPP GRUBAUER, der bereits seit neun Jahren in Nordamerika lebt und in Washington zumeist nur zweite Wahl ist. Doch trotz mangelnder Spielpraxis stand Grubauer gegen Lettland erstmals im deutschen Tor und glänzte mit einigen spektakulären Paraden
ABWEHR - DENNIS SEIDENBERG: Der Routinier verpasste mit den New York Islanders die Playoffs in der NHL. Er war schon bei drei Weltmeisterschaften dabei und gewann mit den Boston Bruins 2011 den Stanley Cup als zweiter Deutscher nach Uwe Krupp. Aktuell ist er mit einem Tor und sieben Assists der beste deutsche Scorer der WM
DENIS REUL: Der 110 Kilogramm schwere Verteidiger der Adler Mannheim feierte mit der deutschen Meisterschaft 2015 seinen größten Karriereerfolg. Der Adler ist durch seine physische Präsenz eine Bereicherung fürs Team. In der Offensive findet man den Hünen eher selten
JUSTIN KRUEGER: Der Sohn des ehemaligen Nationalspielers und Trainers Ralph Krueger kehrte zurück, nachdem er 2016 für die WM verletzt absagen musste. Er stößt als Titelverteidiger vom SC Bern zur Mannschaft. Sein Vater ist mittlerweile Präsident des FC Southampton
CHRISTIAN EHRHOFF (l.): Der bereits 34 Jahre alte Spieler der Kölner Haie gilt als offensiv ausgerichteter Verteidiger, der häufig auch läuferisch und mit schnellen Spielzügen überzeugen kann. Er spielte zudem 16 Jahre in der NHL, unter anderem in Vancouver und Buffalo. Bei der WM fiel der Kapitän auf, als er nach einem Training in voller Eishockey-Montur in Köln über die Straße spazierte, um das schöne Wetter zu genießen
KONRAD ABELTSHAUSER (r.): Der einzige Verteidiger von DEL-Meister München wurde 2010 von NHL-Team San Jose gedraftet. Sein Name war für die Amerikaner allerdings ein unüberwindbares Hindernis. Sogar auf dem Meisterschaftsring, den er mit dem Farmteam Allen Americans gewonnen hat, wurde Abeltshauser falsch geschrieben
FRANK HÖRDLER: Der Verteidiger bringt geballte Erfahrung in den Kader. Der 32-Jährige von den Eisbären Berlin hat insgesamt sieben deutsche Meistertitel gewonnen. Seit 2003 spielt der Linkshänder in der Hauptstadt und ist bei der WM der einzige Eisbär
MORITZ MÜLLER: Der Ehemann von Nadja Eichin, Tochter des einstigen Werder- und Löwen-Managers Thomas Eichin, agiert seit 2007 in der A-Nationalmannschaft auf dem Eis. Er spielt solide, sichere Pässe und bringt die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen an der Bande mit
ANGRIFF - BROOKS MACEK: Der Stürmer mit der starken Übersicht ist besonders im Powerplay wichtig und zeigte bei seinem WM-Debüt 2016 gute Leistungen. Macek wurde zwar in Kanada geboren, sein Vater stammt jedoch aus Geldern. Mit dem EHC Red Bull wurde er gleich im ersten Jahr Meister, seine Mutter war Eiskunstläuferin
MARCUS KINK (l.): Gehört mit seinen 32 Jahren zu den erfahrensten im Kader. Spielt seit 2004 für die Adler Mannheim, wurde zweimal Meister. Hat in der abgelaufenen DEL-Hauptrunde nur ein Spiel verpasst. Kink zeichnet sich weniger durch seine Torgefahr als vielmehr durch sein betont physisches Spiel aus. Während der WM übernimmt er die Rolle des Kabinen-DJs
MATTHIAS PLACHTA (r.): Der Adler, der in der Saison 2015/16 einen Abstecher in die AHL (zweite Liga in Nordamerika) machte, spielte mit 14 Toren und 15 Assists eine starke Hauptrunde. Er sorgt vor allem mit seinen Direktabnahmen für Torgefahr - gerade auch in Überzahl
YANNIC SEIDENBERG: Der kleine Bruder von NHL-Star Dennis ist ein ganz wichtiger Baustein im Gefüge des Meisters in München. Seidenberg ist vor allem für seine Kampfstärke bekannt. Mit zehn Playoff-Punkten bewies er auch seine Offensivqualitäten, im Nationalteam gehört er ebenfalls zu den Fixpunkten
PATRICK REIMER: Der Torjäger wurde 2017 zum dritten Mal zum "DEL-Spieler des Jahres" gewählt. Für die Thomas Sabo Ice Tigers war er DEL-Topscorer in der abgelaufenen Saison. Sein Torriecher sucht in der deutschen Liga seinesgleichen
YASIN EHLIZ (l.): Der Deutsch-Türke geriet in den vergangenen Playoffs der DEL in die Schlagzeilen, weil ein Puck sein Ohr zerstörte. Dass Eishockey-Profis harte Kerle sind, stellte der Nürnberger mit seinem Einsatz wenige Tage darauf und einem Treffer unter Beweis. Zudem ist Ehliz ein als hochveranlagter Stürmer und Vorlagengeber, der eine der Überraschungen der WM bisher ist
GERRIT FAUSER: Der Stürmer von Vizemeister Grizzlys Wolfsburg mit dem Spitznamen G-Rock spielte mit zwölf Punkten aus 18 Partien starke Playoffs. Bei der WM 2016 war der gebürtige Nürnberger auch schon dabei und kam viermal zum Einsatz
PATRICK HAGER: Der 28-Jährige gehört zu den Linksschützen im Team. Mit 1,78 Meter ist er nicht gerade eine Kante. Die fehlende Körpergröße macht Hager allerdings durch sein körperbetontes Spiel wett. Er wurde in Köln suspendiert wegen "teamschädigenden Verhaltens". Auch bei der WM wurde er nach einer Aktion, bei der er einem Gegenspieler von hinten in die Beine fuhr, für zwei Spiele gesperrt
FELIX SCHÜTZ (l.): Schütz gehörte in den vergangenen Jahren zum absoluten Stammpersonal in der Nationalmannschaft. Aktuell spielt er in Rögle/Schweden. Bis zum Spiel gegen Lettland konnte sich Schütz jedoch kaum in Szene setzen, doch als Deutschland auszuscheiden drohte, erzielte er das 3:3 und schoss das DEB-Team damit in die Verlängerung. Vor dem Spiel hatte er seinen Schläger in den Mülleimer in der Kabine gedonnert - ein Ritual , das er sich bei einem amerikanischen Teamkollegen abgeschaut hatte, und das den Knoten bei Schütz platzen ließ
DAVID WOLF: Nach dem WM-Aus von NHL-Angreifer Tobias Rieder wegen einer Verletzung im Fuß nominierte der Bundestrainer Sturm David Wolf nach. Der Spieler der Adler Mannheim hat seit 2014 den Ruf, einer der härtesten Spieler der DEL zu sein. Damals schlug er seinem Gegenspieler Benedikt Schopper sechs Zähne aus, weshalb sogar wegen Körperverletzung gegen ihn ermittelt wurde. Gegen Lettland brachte er das DEB-Team per Doppelschlag mit Dennis Seidenberg in Führung
DOMINIK KAHUN: Der 21-Jährige vom EHC Red Bull ist ein sehr gefährlicher Stürmer. Seine Geschwindigkeit und Puckbeherrschung zeichnen ihn besonders aus. Beim Penalty-Krimi gegen die Slowakei trat er als erster Schütze an und verwandelte mit der Rückhand - ganz cool
PHILIP GOGULLA: Gogulla spielt seit 2004 für die Kölner Haie und gehörte in den letzten Jahren stets zu den besten Scorern seines Teams. Der 29-Jährige hat bereits über 1000 Profi-Spiele auf dem Buckel. 2005 wählten ihn die Buffalo Sabres im NHL-Draft an Nummer 48 aus
FREDERIK TIFFELS: Der am US-College aktive 21-Jährige ist der Held des DEB-Teams. Mit seinem verwandelten Penalty gegen Lettland bewahrte er Deutschland vor dem WM-Aus. Dabei hatte Co-Trainer Geoff Ward, dem Bundestrainer von Tiffels als Schützen abgeraten. Doch Sturm vertraute seinem Youngster und behielt damit Recht
Vor Tiffels hatte Sturm bereits Kahun und Draisaitl aufs Eis geschickt, die jedoch verschossen. Die drei sind laut dem Bundestrainer "Best Buddies", kennen sich schon lange und teilen sich bei der WM ein Zimmer
Eishockey-WM 2017: Der deutsche Kader
Riesenjubel! Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist bei der Heim-WM (LIVE im TV auf SPORT1) nach einem Penalty-Krimi gegen Lettland ins Viertelfinale eingezogen und darf weiter vom Titel träumen
@Getty Images
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