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GOAT-Ranking: Die größten Ski-Fahrerinnen aller Zeiten

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Lindsey Vonn beendet ihre einzigartige Karriere mit einer Bronzemedaille in der WM-Abfahrt von Are. Die US-Amerikanerin hat im alpinen Skisport alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. In der Rangliste der Athletinnen mit den meisten Weltcup-Siegen belegt sie Platz eins
Doch reicht es für Vonn auch zum Titel "Greatest of all Times"? SPORT1 zeigt die 15 größten Skifahrerinnen aller Zeiten im Ranking
PLATZ 15 - ROSI MITTERMAIER (DEUTSCHLAND): Der Stern von Mittermaier ging bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1976 auf. Mit Goldmedaillen in Abfahrt und Slalom sowie Silber im Riesenslalom war die "Gold-Rosi" geboren. Dazu holte sie auch zehn Weltcup-Siege
Obwohl ihre Paradedisziplin der Slalom war (acht Weltcup-Siege), war sie auch in den anderen Disziplinen erfolgreich und feierte in Riesenslalom und Kombination je einen Sieg. Dazu kommen noch 31 weitere Podestplätze in allen Wettbewerbsformen zwischen 1967 und 1976
PLATZ 14 - MARIELLE GOITSCHEL (FRANKREICH): Goitschel (M.) war eine der erfolgreichsten Skiläuferinnen der 1960er Jahre. Ihre größte Konkurrentin war ausgerechnet ihre ältere Schwester Christine Goitschel. Ihren Karrierehöhepunkt hatte sie bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1964
Hinter ihrer Schwester belegte sie in ihrer Vorzeigedisziplin Slalom den zweiten Platz. Zwei Tage später drehte sie das Ergebnis und schlug ihre Schwester in deren Paradedisziplin Riesenslalom. Neben diesen Erfolgen gewann sie noch sieben WM-Titel und triumphierte in sieben Weltcup-Rennen
PLATZ 13 - ERIKA HESS (SCHWEIZ): Hess war in den 1980ern eine der dominierenden Fahrerinnen im Slalom. Ganze 21 Weltcup-Siege feierte sie allein in dieser Disziplin
Allerdings beendete sie bereits mit 25 Jahren ihre Karriere. Als Grund gab sie dafür den unmenschlichen Druck während der Olympischen Spiele in Sarajevo 1984 an, als sie als Favoritin im Slalom und Riesenslalom scheiterte. Die geringe Anzahl an Weltcup-Rennen zu dieser Zeit verhinderte ebenso wie bei Goitschel und Mittermaier eine bessere Platzierung
PLATZ 12 - KATJA SEIZINGER (DEUTSCHLAND): Drei Olympiasiege, Weltmeisterin, Gesamtweltcup-Siegerin, von 1992 bis 1998 immer unter den Top Drei des Gesamtweltcups - Seizinger ist eine der ganz großen Fahrerinnen der Geschichte
Vor allem den Olympischen Spielen in Nagano 1998 drückte sie mit zweimal Gold (Abfahrt, Kombination) und Bronze (Riesenslalom) ihren Stempel auf. Leider musste die Speed-Spezialistin nach einer Verletzung im Sommertrainingslager 1998 frühzeitig ihre Karriere beenden. 2018 wurde sie in die deutsche Hall of Fame des Sports aufgenommen
PLATZ 11 - TINA MAZE (SLOWENIEN): Maze hat mit ihren zwei Olympiasiegen, vier Weltmeistertiteln und dem Sieg im Gesamt-Weltcup 2012/13 die Top Ten nur knapp verfehlt. Für die Slowenin sprechen ihre Allrounder-Fähigkeiten, die sie mit Erfolgen in allen Disziplinen bewiesen hat
Ihre besondere Liebe galt aber dem Riesenslalom, in dem sie 14 ihrer 26 Weltcup-Siege feierte. Dass Maze nicht noch weiter vorne mitmischt, liegt in der kurzen Dauer ihrer Weltklassephase. Erst nach zehn Jahren im Weltcup enterte sie die Riege der Topfahrerinnen, was in der Rekord-Saison 2012/13 gipfelte
PLATZ 10 - HANNI WENZEL (LIECHTENSTEIN): Wenzel eröffnet die Top Ten. Die Liechtensteinerin hätte auch für Deutschland starten können. Ihr Vater flüchtete 1951 aus der DDR und ließ sich in Bayern nieder, wo Hanni auf die Welt kam. Nach einer Radpanne in Vaduz gefiel es dem Vater aber so gut in Liechtenstein, dass er dort hinzog
Ihre Erfolge können sich sehen lassen. Sie ist die bis heute jüngste Slalom-Weltmeisterin (Gold mit 17 Jahren 1974 in St. Moritz). Dazu kamen drei weitere WM-Titel und zweimal Olympisches Gold in Lake Placid 1980 (damals galten Olympische Rennen gleichzeitig auch als WM-Rennen). Ihre Stärken hatte sie in den technischen Disziplinen, in denen sie 23 Siege feierte (zwölf im Riesenslalom, elf im Slalom)
PLATZ 9 - MARIA HÖFL-RIESCH (DEUTSCHLAND): Höfl-Rieschs Karriere ist eng verbunden mit dem Duell mit Lindsey Vonn, in deren Schatten sie lange Zeit stand. Erst in der Saison 2010/11 konnte sie sich daraus befreien und mit dem Sieg im Gesamt-Weltcup den Ski-Thron erklimmen
Zusätzlich vergoldete sie den Erfolg noch mit zwei Olympischen Goldmedaillen in Vancouver 2010 (Super-Kombination, Slalom). Den Erfolg in der Super-Kombi konnte sie 2014 in Sotschi wiederholen. Dieser Triumph zeigt ihre Vielseitigkeit. Höfl-Riesch zählte sowohl im Slalom als auch in den Speed-Disziplinen zur absoluten Weltspitze - eine Seltenheit im modernen Ski-Zirkus
PLATZ 8 - RENATE GÖTSCHL (ÖSTERREICH): Götschl räumte vor Lindsey Vonn fast alles ab. Sie wurde dreimal Weltmeisterin (Kombination/1997, Abfahrt/1999, Mannschaft/2007) gewann 1999/2000 den Gesamt-Weltcup und stand 46 Mal in Weltcup-Rennen ganz oben auf dem Stockerl. Damit ist sie immer noch die fünfterfolgreichste Athletin der Weltcup-Geschichte
Allerdings war es ein harter Weg bis zu dieser Erfolgsgeschichte. Die Speed-Spezialistin war zu Beginn ihrer Karriere hauptsächlich als "Sturzpilotin" bekannt. Vor allem ihre draufgängerische Fahrweise und ihr wackeliges Nervenkostüm sorgten regelmäßig für Ausfälle
PLATZ 7 - JANICA KOSTELIC (KROATIEN): Sie ist "Mrs. Olympia". In Salt Lake City 2002 holte die Schwester von Ivica Kostelic dreimal Gold (Slalom, Riesenslalom, Kombination) und noch eine vierte Goldmedaille in Turin 2006 (Kombination). Dazu stehen auch noch zwei Silbermedaillen (2x Super-G) auf ihrem Konto - mehr Olympia-Medaillen hat keine andere Alpine auf dem Konto
Kostelic ist eine von nur sieben Fahrerinnen, die in allen Disziplinen Weltcup-Siege feiern konnten. In der Saison 2005/06 gelang ihr das Kunststück, den Gesamtweltcup und alle Disziplinen-Weltcups zu gewinnen. 2007 erklärte sie mit 25 Jahren bereits ihren frühen Rücktritt vom Ski-Sport, der eine Platzierung in den Top Drei wohl verhindert hat
PLATZ 6 - ANJA PÄRSON (SCHWEDEN): Tärnaby - ein kleiner Ort in Schweden wird zu einer der größten Talentschmieden des Ski-Sports. Sowohl Anja Pärson als auch Ingemar Stenmark kommen aus dem knapp 500-Seelen-Örtchen. Und genauso wie Stenmark dominierte auch Pärson zu ihrer aktiven Zeit den Weltcup
Ihre Stärken hatte die Schwedin in den Technik-Disziplinen, aber bei der Heim-WM in Are 2007 feierte sie neben dem Titel in der Super-Kombi auch Gold in Abfahrt und Super-G. Dazu kamen Olympisches Gold im Slalom (Turin 2006) und vier weitere WM-Titel. Zweimal triumphierte sie im Gesamtweltcup (2003/04, 2004/05). Insgesamt fuhr die Schwedin 42 Weltcup-Siege ein
PLATZ 5 - CHRISTL CRANZ-BORCHERS (DEUTSCHES REICH): Sie ist die wohl erfolgreichste deutsche Skiläuferin aller Zeiten. Cranz war in den 1930er Jahren das Maß aller Dinge im Ski-Sport. Ihre 15 WM-Medaillen sind bis heute unerreicht
Allein zwölf WM-Titel sammelte sie zwischen 1934 und 1939. Sowohl im Slalom als auch in der Abfahrt heimste sie Podestplätze ein. Bei Olympia 1936 in Garmisch holte Cranz-Borchers Gold in der Kombination. Der Zweite Weltkrieg verhinderte weitere Erfolge. Die Resultate der WM 1941 in Cortina wurden annulliert, darunter zwei erste Plätze der Deutschen
PLATZ 4 - MIKAELA SHIFFRIN (USA): Shiffrin eilt im Sauseschritt Richtung Ski-Thron. In ihrer Spezialdisziplin Slalom wurde sie mit 18 Jahren die jüngste Olympiasiegerin aller Zeiten (Sotschi 2014). Bis einschließlich 2017 standen schon vier WM-Medaillen zu Buche
Mit gerade einmal 23 Jahren hat sie schon über 50 Weltcup-Siege auf ihrem Konto, die sich auf alle Disziplinen verteilen. Da die US-Amerikanerin noch einige Jahre im Weltcup vor sich hat, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sie sich im Ranking der besten Fahrerinnen aller Zeiten weiter nach oben arbeitet
PLATZ 3 - VRENI SCHNEIDER (SCHWEIZ): Schneider war die alles überragende Skifahrerin ihrer Zeit. Im Riesenslalom und Slalom dominierte sie die Konkurrenz fast nach Belieben und feierte insgesamt 54 Erfolge. In den Speed-Disziplinen fühlte sich die Schweizerin weniger Zuhause, schaffte aber trotzdem auch in Super-G und Abfahrt Podestplatzierungen
Dennoch waren es vor allem die Technik-Disziplinen, denen sie ihre drei Gesamtweltcup-Siege verdankte (1988/89, 1993/94, 1994/95). Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften holte die Schweizerin je drei Titel
PLATZ 2 - ANNEMARIE MOSER-PRÖLL (ÖSTERREICH): Sie war die Speed-Queen ihrer Zeit. In der Abfahrt heimste die Österreicherin unglaubliche 36 Weltcup-Siege ein. Ihre insgesamt 62 Erfolge im Weltcup waren lange unerreicht - bis Lindsey Vonn den Rekord 35 Jahre später brach und auf 82 schraubte
Bei Olympischen Spielen hatte Moser-Pröll zu kämpfen. Dreimal Edelmetall sind eine dürftige Ausbeute. Dennoch schlug "La Pröll" - den Ehrentitel verliehen ihr französiche Medien - mit Gold in der Abfahrt von Lake Placid 1980 zu. Mit neun WM-Medaillen lief es für sie bei Weltmeisterschaften aber außerordentlich gut
PLATZ 1 - LINDSEY VONN (USA): Ihr Name steht für die Superlative im Ski-Weltcup der Frauen. Keine Rennläuferin hat mehr Siege gefeiert (82 Weltcup-Siege). Den ewigen Rekord von Ingemar Stenmark (86) hat sie nur knapp verpasst. Mit 20 Kristallkugeln (4x Gesamtweltcup, 16 Disziplinen-Wertungen) hat sie den Schweden jedoch überholt. Hinzu kommen drei Olympia- und acht WM-Medaillen
Aber neben ihren sportlichen Erfolgen waren es vor allem ihre Comeback-Fähigkeiten, die sie so erfolgreich machten. Kreuzbandriss bei der WM in Schladming 2013 oder ein Knöchelbruch bei der Vorbereitung auf die Saison 2015/16 - Drama war bei Vonn, die stets zu polarisieren wusste, immer vorprogrammiert
Nichtsdestotrotz, Vonn ist die erfolgreichste Skiläuferin der Geschichte. Ihre Stärken lagen in den Speed-Disziplinen, aber sie hat ihre Fähigkeiten in jüngeren Jahren auch mit Siegen im Slalom und Riesenslalom bewiesen. Sie ist die würdige Nummer eins und damit "The Greatest of All Times" des alpinen Skizirkus
GOAT-Ranking: Die größten Ski-Fahrerinnen aller Zeiten
Lindsey Vonn beendet ihre einzigartige Karriere mit einer Bronzemedaille in der WM-Abfahrt von Are. Die US-Amerikanerin hat im alpinen Skisport alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. In der Rangliste der Athletinnen mit den meisten Weltcup-Siegen belegt sie Platz eins
@Getty Images
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