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Handball-EM: So schafften die Bad Boys 2016 das EM-Märchen

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Bei der Handball-EM 2016 in Polen versetzte die DHB-Mannschaft mit dem Titelgewinn ganz Deutschland in Ekstase. Nun wollen die "Bad Boys" den Triumph in Kroatien wiederholen. Zuvor blickt SPORT1 noch einmal auf das Handball-Märchen vor zwei Jahren zurück
Die Zeichen standen anfangs nicht gut für die deutsche Auswahl. In der schweren Gruppe mit Spanien, Schweden und Slowenien musste sie verletzungsbedingt auf die Stammkräfte Uwe Gensheimer (Bild), Patrick Groetzki, Patrick Wiencek und Michael Allendorf verzichten
In der Vorbereitung präsentierte sich das Restteam als schwer berechenbare Wundertüte - auch beim EM-Auftakt gegen Spanien musste die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson noch etwas Lehrgeld bezahlen
Trotz guter Leistung unterlag das DHB-Team mit 29:32 und drohte bereits nach der Vorrunde auszuscheiden
Zwei Tage danach stand Deutschland deshalb bereits unter Druck. Um den Traum vom großen Wurf am Leben zu halten, mussten gegen Schweden dringend Punkte her
Der Start verlief jedoch alles andere als gut: Zur Halbzeit lag Deutschland mit 13:17 zurück. Doch in der zweiten Hälfte drehte das DHB-Team um seinen herausragenden Torhüter Andreas Wolff auf und konnte die Partie noch umbiegen
Im letzten Vorrundenspiel gegen Slowenien überzeugte die DHB-Mannschaft dann mit einer tollen Abwehrleistung und gewann deutlich mit 25:21. Das Ticket für die nächste Runde war somit gebucht. Deutschland erreichte hinter Spanien Platz zwei
Da Schweden und Spanien ebenfalls die Hauptrunde erreichten, wurden die Ergebnisse aus der Vorrunde in die nächste Runde mitgenommen. Deutschland startete also mit einem Sieg und einer Niederlage
Um in das Halbfinale einziehen zu können, musste das deutsche Team in der Hauptrunde mindestens auf dem zweiten Rang landen (sechs Teams in der Gruppe). Zunächst ging es in der Hauptrunde gegen Ungarn
Es wurde ein Spiel wie im Rausch: Mit einem beeindruckenden 29:19-Sieg hielt Deutschland den Traum vom EM-Halbfinale aufrecht
Im zweiten Spiel taten sich Christian Dissinger (Bild) und Co. deutlich schwerer. Gegen Russland musste die Mannschaft lange zittern, setzte sich am Ende aber in den dramatischen Finalminuten mit 30:29 durch
Doch Deutschland bezahlte den Sieg teuer: Sowohl Dissinger als auch Steffen Weinhold verletzten sich so schwer, dass das Turnier für sie danach vorzeitig beendet war. Bundestrainer Sigurdsson nominierte Julius Kühn und Kai Häfner nach
Siegen oder fliegen hieß es für das DHB-Team gegen Dänemark: Doch auch gegen die Dänen ging Deutschland als Underdog in die Partie
Gegen den Europameister von 2012 folgte erneut ein Krimi. Das jüngste Team der EM behielt die Nerven und kickte den Favoriten mit einem 25:23-Triumph aus dem Wettbewerb
Der Halbfinal-Einzug ließ bei der DHB-Mannschaft alle Dämme brechen. Selbst die verletzten Leistungsträger Weinhold und Dissinger humpelten zur großen Siegesparty aufs Feld
Im Halbfinale in Krakau wartete Norwegen, das völlig überraschend Titelverteidiger Frankreich mit 29:24 entzaubert hatte
Die beiden Außenseiter lieferten sich einen erbitterten Kampf, der erst in der Verlängerung entschieden wurde. Die Mannschaft stürmte durch ein 34:33 (27:27, 14:13) nach Verlängerung in einem dramatischen Halbfinal-Thriller ins Endspiel
Zum Helden wurde mit Häfner (r.) ausgerechnet ein nachnominierter Spieler. Er erzielte wenige Sekunden vor Ablauf der Verlängerung das entscheidende Tor
Der erste Finaleinzug bei einem Großereignis seit dem WM-Gold beim Wintermärchen 2007 war damit perfekt
Im Finale traf die DHB-Auswahl auf Spanien - das einzige Team, welches Deutschland bei dieser EM zuvor bezwingen konnte
Doch entgegen aller Erwartungen kam es nicht zu einem weiteren Thriller: Das deutsche Team revanchierte sich für die Vorrunden-Niederlage und erteilte Spanien beim klaren 24:17-Sieg eine Lehrstunde
Damit krönte sich das DHB-Team nach 2004 zum zweiten Mal in der Geschichte zum Europameister. Ob Deutschland diesen Erfolg bei der EM 2018 in Kroatien wiederholen kann?
Handball-EM: So schafften die Bad Boys 2016 das EM-Märchen
Bei der Handball-EM 2016 in Polen versetzte die DHB-Mannschaft mit dem Titelgewinn ganz Deutschland in Ekstase. Nun wollen die "Bad Boys" den Triumph in Kroatien wiederholen. Zuvor blickt SPORT1 noch einmal auf das Handball-Märchen vor zwei Jahren zurück
@Getty Images
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