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NBA: Los Angeles Clippers mit Kawhi Leonard und Paul George im Check

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Plötzlich Titelkandidat? Die Los Angeles Clippers haben mit den Blockbuster-Moves für Kawhi Leonard und Paul George die NBA erschüttert und die Machtverhältnisse umgekrempelt
Das einstige Loser-Team schickt sich nicht nur an, trotz LeBron James und Anthony Davis bei den Lakers das heißeste Team in L.A. zu werden, sondern auch ein Top-Anwärter auf den Titel
Wie weit sind die Clippers schon? Hat der Kader nach dem wilden Transfer-Sommer das Potenzial für den Titel? SPORT1 macht den Check
PATRICK BEVERLEY: Auf der Point-Guard-Position eine wirklich fiese Ergänzung zu Leonard und George. Neben den beiden individuell herausragenden Verteidigern muss sich Beverley keineswegs verstecken
Der 1,85 Meter große Guard ist eine Pest am Ball, geht Gegnern unter die Haut und entnervt besonders gerne Superstars. Defensiv werden die Clippers vor allem auf dem Flügel ein Albtraum sein. Hier werden Handschellen für Scorer verteilt. Vorne trifft Beverley den Dreier (40 Prozent), der große Spielmacher ist er nicht (3,8 Assists) - muss er neben Leonard und George aber auch nicht sein
LANDRY SHAMET: Dem Shooting Guard wird neben den beiden Superstars eine wichtige Rolle zukommen: offene Dreier versenken
Nach seinem Trade von den Sixers zu den Clippers traf Shamet in der abgelaufenen Saison satte 45 Prozent, nahm sechs Distanzwürfe pro Spiel. Passt perfekt, könnte im zweiten NBA-Jahr sogar noch einen Schritt nach vorne machen
PAUL GEORGE: Die plötzliche Flucht aus OKC, nachdem er dort letztes Jahr noch schnell und öffentlichkeitswirksam verlängert hatte, mögen dem Ruf von "PG13" nicht unbedingt helfen - seine Klasse ist aber unbestritten
Hinten ein herausragender Verteidiger mit langen Armen (2,2 Steals), vorne Allzweckwaffe mit einem Dreier, der in L.A. wieder besser fallen sollte als zuletzt bei den Thunder (38,6 Prozent), wo sich Verteidigungen dank diverser Non-Shooter auf George konzentrieren konnten. 28 Punkte, 8,2 Rebounds und 4,1 Assists im Schnitt (neben Triple-Double-Maschine Westbrook!) sprechen für sich
KAWHI LEONARD: Der "Fun Guy" hat die Ära der Big Three um James, Wade und Bosh in Miami beendet, Toronto zum NBA-Titel geführt und dabei die Über-Warriors aus dem Weg geräumt (die nun ohne Durant und Cousins dastehen)
Statt sich in L.A. mit LeBron und Anthony Davis zu verbünden, wählt er den Weg zu den Clippers - und wünscht sich mit George einen Partner, der ihm in sehr vielen Punkten ähnlich ist
Leonard untermauerte in den Playoffs seinen Status als aktuell wohl bester Two-Way-Player der NBA, hat kaum Schwächen und ist gerade einmal 28 Jahre alt (George ist 29). Die NBA muss sich in den kommenden Jahren in Acht nehmen
IVICA ZUBAC: Von den Lakers abgeschoben und jetzt beim Stadtrivalen Teil der vielversprechenden Zukunft. Mit 9,4 Punkten und 7,7 Rebounds in gerade einmal 20 Minuten zeigte er nach dem Trade schon sein enormes Potenzial
Zubac ist ein Big Man der alten Schule mit hoher Trefferquote am Korb - und mit 28 Millionen Dollar in den kommenden vier Jahren noch dazu günstig
LOU WILLIAMS: Zur starken ersten Fünf (so sie denn mit Zubac auflaufen wird) gesellen sich bei den Clippers schon jetzt mindestens zwei Top-Bankspieler
Die wandelnde Scoring-Maschine Williams (20 Punkte in 26 Minuten) wurde gerade erst wieder zum Sixth Man gewählt - zum dritten Mal. Ein so brandgefährlicher Scorer von der Bank kann Leonard und George mehr als nur entlasten
MONTREZL HARRELL: Auch Harrell wurde aussortiert, die Rockets schickten ihn im Chris-Paul-Trade weg. Bei den Clippers macht sich das Arbeitstier unverzichtbar und ist mit 6 Millionen Dollar Gehalt noch dazu günstig
Er legte von der Bank 16,6 Punkte und 6,5 Rebounds auf, dazu 1,3 Blocks. Mit ihm und Zubac haben die Clippers zwei junge Bigs mit Potenzial zur Verfügung.
MAURICE HARKLESS: Der Forward kam per Trade aus Portland und wird in L.A. den schlagkräftigen Backup für Leonard und George geben. "Moe" hat durchaus Starter-Potenzial und tut der Tiefe bei den Clippers gut
Der 2,06-Meter-Mann liefert ein bisschen was von allem: 7,7 Punkte, 4,5 Rebounds, 0,9 Steals und 1,1 Blocks waren es letzte Saison bei den Trail Blazers. Der Dreier kommt und geht - schwache 27,5 Prozent letzte Saison, im Jahr davor aber starke 41,5
RODNEY MCGRUDER: Als Shooting Guard ebenfalls ein brauchbarer Rollenspieler mit zumindest brauchbarem Dreier (35 Prozent). Letztes Jahr bei den Miami Heat mit 7,6 Punkten und 3,6 Rebounds in 24 Minuten mit ordentlichen Zahlen
JEROME ROBINSON: Als Rookie letzte Saison noch mit überschaubarer Einsatzzeit (10 Minuten pro Spiel). Mit 3,4 Punkten und 31,6 Prozent von der Dreierlinie hielt sich der Einfluss des Shooting Guards noch in Grenzen
Am Boston College zeigte Robinson aber sowohl als Scorer (20,7 Punkte im letzten Jahr) als auch als Schütze (41 Prozent Dreier) sein Potenzial. Hinter Williams, Beverley und Shamet wird er aber auf den Guard-Postionen ohnehin nur eine Nebenrolle einnehmen.
MFIONDU KABENGELE: Der 27. Pick im diesjährigen Draft muss hinter Harrell und Zubac um Zeit auf der Center-Position kämpfen. 1,5 Blocks in nur 21,6 Minuten am College sind schon mal eine gute Bewerbung, sein Double-Double mit 21 Punkten und 10 Rebounds in der Summer League gegen die Lakers ebenfalls
TERANCE MANN: Der Zweitrundenpick kämpft um einen Platz im Kader. In der Summer League zeigte der Forward als Rebounder sein Potenzial. 11,4 Punkte und 6,5 Rebounds legte er am College bei Florida State auf
DOC RIVERS: Der Trainer bewieß bereits bei den Boston Celtics 2008, dass er ein neu zusammengestelltes Team binnen kürzester Zeit zum Titel führen kann. Damals klappte das nach Trades für Kevin Garnett und Ray Allen, warum also nicht mit Leonard und George?
FAZIT: Die Clippers haben vieles, was ein heißer Titelanwärter in der NBA heute braucht: zwei Superstars, noch dazu im besten Alter und in ihrer Spielweise kompatibel. Eine schon auf dem Papier erschreckende Defense um die "Klaue", "PG13" und Fiesling Beverley. Genug Scoring von der Bank mit "Sixth Man" Williams
Der Westen ist nach dem Transfer-Beben des Sommers offen wie nie. Warriors ohne Durant, Lakers mit LeBron und Davis, Rockets mit James Harden und einem alternden Chris Paul, aufgepeppte Blazers um Lillard und McCollum, die Jazz mit Mike Conley - vor diesen Teams müssen sich die Clippers nicht verstecken. Im Gegenteil: Mindestens der West-Titel geht nur über die einstige Loser-Franchise
NBA: Los Angeles Clippers mit Kawhi Leonard und Paul George im Check
Plötzlich Titelkandidat? Die Los Angeles Clippers haben mit den Blockbuster-Moves für Kawhi Leonard und Paul George die NBA erschüttert und die Machtverhältnisse umgekrempelt
@Getty Images
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