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Olympia 2018: Der Kader der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft

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Es ist der größte Erfolg für das deutsche Eishockey aller Zeiten: Das DEB-Team gewinnt nach einem sensationellen Turnier in Pyeongchang Silber.
Im Finale unterliegt die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm denkbar knapp in der Overtime mit 3:4. Dennoch können die Spieler stolz auf sich sein. Sie haben in Deutschland eine Eishockey-Euphorie entfacht
SPORT1 stellt die deutschen Silber-Helden vor
Bundestrainer Marco Sturm steht seit 2015 beim Deutschen Eishockey Bund in der Verantwortung. Er setzt bei seinem Olympia-Kader auf eine Mischung aus Jugend und Erfahrung
TOR - DANNY AUS DEN BIRKEN (33 Jahre, Red Bull München): Der gebürtige Düsseldorfer ist Stammkeeper beim aktuellen Meister München. Bei der Olympia-Qualifikation glänzte Capitals-Goalie Philipp Grubauer mit starken Paraden, in Pyeongchang ist Aus den Birken der starke Rückhalt des Teams
Außer im zweiten Gruppenspiel stand der 33-Jährige in jedem Spiel auf dem Eis. In der spielfreien Zeit schaute er unter anderem beim Biathlon vorbei und durfte mit Laura Dahlmeier jubeln
DENNIS ENDRAS (32, Adler Mannheim): Endras spielte bereits 2008 für die Nationalmannschaft. Er wurde bei der WM 2010 als erster deutscher Spieler zum MVP gewählt. Seit 2012 spielt Endras bei den Adlern Mannheim
Endras ist der Mann der großen Gesten: Nach dem Tod von Ex-Mannheim-Profi Robert Dietrich im Jahr 2011 (Flugzeugabsturz) ließ sich Teamplayer Endras dessen Bild auf seine Torhütermaske malen. Jetzt dachte Endras im Moment der größten Freude auch an Denis Reul, der Olympia verletzungsbedingt verpasst.
TIMO PIELMEIER (28, ERC Ingolstadt): Der 28-Jährige spielte in der Saison 2009/10 beim Farmteam der Anaheim Ducks. Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab er im Dezember 2013. Nach sechs Jahren in den USA kehrte Pielmeier 2012 nach Deutschland zurück
Pielmeier und Aus den Birken sind auf dem Eis Konkurrenten um den Platz im Tor. Privat verstehen sie sich augenscheinlich gut und sind für jeden Spaß zu haben
VERTEIDIGUNG - DARYL BOYLE (30, Red Bull München): Der Abwehrspieler besitzt sowohl die deutsche als auch die kanadische Staatsbürgerschaft. Er bringt Führungsqualitäten mit ins Team und ist besonders im Powerplay dank seiner harten Schlagschüsse gefährlich
Seit 2013 läuft Boyle, der in Kanada geboren ist, für die DEB-Auswahl auf und feierte in diesem Jahr seine Olympia-Premiere. Seiner Freundin machte Boyle im Dezember 2017 auf der Zugspitze einen Heiratsantrag - sie hat Ja gesagt
CHRISTIAN EHRHOFF (35, Kölner Haie): Ehrhoff ist ein offensiv ausgerichteter Verteidiger, der häufig auch läuferisch und mit schnellen Spielzügen überzeugen kann. Er bringt zudem 16 Jahre Erfahrung in der NHL mit, unter anderem in Vancouver und Buffalo
Im Viertelfinale gegen Schweden erzielte der Fahnenträger der Schlussfeier den Treffer zum 1:0. Er ist ein absoluter Familienmensch und baute bereits zu NHL-Zeiten ein Haus in Krefeld
FRANK HÖRDLER (32, Eisbären Berlin): Der Verteidiger bringt geballte Erfahrung in den Kader. Der 32-Jährige von den Eisbären Berlin hat insgesamt sieben deutsche Meistertitel gewonnen. Seit 2003 spielt der Linkshänder in der Hauptstadt
Gleich im ersten Gruppenspiel war Hördler (l.) bei der 2:5-Niederlage gegen Finnland als Torschütze erfolgreich
BJÖRN KRUPP (26, Grizzlys Wolfsburg): Der Sohn des ehemaligen NHL-Profis sowie ersten deutschen Stanley-Cup-Siegers Uwe Krupp hat die deutsche und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft
Privat entspannt der 26-Jährige, der in Buffalo im US-Bundesstaat New York geboren ist, gerne mit der Spielkonsole auf dem Sofa
SINAN AKDAG (28, Adler Mannheim): Der gebürtige Rosenheimer weist mit drei WM-Teilnahmen große Erfahrung im Nationalteam auf. Er wurde für den verletzten Denis Reul nachnominiert
Nach einem harten Check im Gruppenspiel gegen Norwegen ist Olympia aber auch für Akdag beendet. Der Mannheimer ist inzwischen zurück in der Heimat
MORITZ MÜLLER (31, Kölner Haie): Der Ehemann von Nadja Eichin, Tochter des einstigen Werder- und 1860-Managers Thomas Eichin, agiert seit 2007 in der A-Nationalmannschaft. Er spielt solide, sichere Pässe und bringt die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen an der Bande mit
In Pyeongchang nutzt er die Gunst der Stunde für ein Foto mit Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger
JONAS MÜLLER (22, Eisbären Berlin): Er ist einer der Jungspunde im deutschen Team und nicht verwandt mit Namensvetter Moritz. Bereits seit vier Jahren steht er bei den Berlinern unter Vertrag
Seit der Saison 2014/2015 kommt er regelmäßig in der DEL zum Einsatz. Im selben Jahr gab er bereits sein Debüt in der Nationalmannschaft
STURM - YASIN EHLIZ (25, Nürnberg Ice Tigers): Der Deutsch-Türke geriet im März in den Playoffs der DEL in die Schlagzeilen, weil ein Puck sein Ohr zerstörte. Wenige Tage später stand er bereits wieder auf dem Eis
Seit Dezember 2013 schnürt er für die DEB-Auswahl die Schlittschuhe
Ehliz ist ein absoluter Social-Media-Experte. Auf Instagram hält er seine Fans stets auf dem Laufenden und gewährt Einblicke in das Innenleben der DEB-Auswahl
GERRIT FAUSER (28, Grizzlys Wolfsburg): Der Offensivspieler des Vizemeisters trägt den Spitznamen G-Rock. 2017 spielte er mit zwölf Punkten in 18 Partien richtig starke Playoffs
Der 28-Jährige (r.) wurde erst im Januar Vater von Sohn Ben Constantin. Hier posiert er vor dem Abflug nach Pyeongchang mit Wolfsburg-Teamkollege Björn Krupp
MARCEL GOC (34, Adler Mannheim): Schon 2001 vom NHL-Team aus San Jose gedraftet, blickt der feine Techniker auf zehn Jahre NHL-Erfahrung zurück. Inzwischen läuft Goc für die Adler Mannheim auf. Am Halbfinal-Tag verpasste er den Geburtstag seines Sohnes Jonas...
...und hatte anschließend live im TV Tränen in den Augen. Goc kommt nach Rückschlägen immer stärker zurück. Die WM im letzten Jahr verpasste er verletzt und stand stattdessen für SPORT1 als Experte am Mikrofon, bei Olympia ist er Deutschlands Kapitän
PATRICK HAGER (29, Red Bull München): Mit 1,78 Meter ist er nicht gerade eine Kante. Die fehlende Körpergröße macht Hager allerdings durch sein körperbetontes Spiel wett
Seit 2008 ist er bei der Nationalelf dabei. Mit bislang drei Treffern ist er Deutschlands Top-Torschütze bei den Spielen in Pyeongchang
DOMINIK KAHUN (22, Red Bull München): Der Offensivspieler durchlief alle Jugendmannschaften der Adler Mannheim. Seine Geschwindigkeit und Puckbeherrschung zeichnen ihn besonders aus. Seit 2014 ist er in der DEB-Auswahl aktiv
Beim Viertelfinal-Sieg gegen Weltmeister Schweden erzielte Kahun den dritten deutschen Treffer. Der 22-Jährige ist - ähnlich wie Yasin Ehliz - äußerst aktiv auf Instagram
MARCUS KINK (32, Adler Mannheim, Stürmer): Gehört zu den erfahrensten Spielern im Kader. Spielt seit 2004 für die Adler, wurde zwei Mal Meister. Kink zeichnet sich weniger durch seine Torgefahr, aber vielmehr durch sein betont physisches Spiel aus. Der Kabinen-DJ ist seit 2004 bei der DEB-Auswahl dabei
Kink schreit seine Freude nach dem Erreichen des Finals heraus. Er war es, der die WhatsApp-Gruppe des DEB-Teams schon vor dem olympischen Turnier in "Mission Gold" benannte - eine Vorahnung?
BROOKS MACEK (25, EHC Red Bull München, Stürmer): Der Stürmer mit der starken Übersicht ist besonders im Powerplay wichtig und zeigte bei seinem WM-Debüt 2016 gute Leistungen. Macek, in Winnipeg geboren, hat sowohl die deutsche als auch die kanadische Staatsbürgerschaft
Macek war es, der gegen Finnland das erste deutsche Tor des Turniers erzielte. Im Halbfinale gegen Kanada gelang dem 25-Jährigen der wichtige 1:0-Führungstreffer
FRANK MAUER (29, Red Bull München): Mauer ist der Offensivstar von Meister Red Bull München. 2010 betrat er beim Deutschland Cup erstmals für die A-Nationalmannschaft das Eis
Mauer ist kein Kind von Traurigkeit, wie diese Szene aus dem Halbfinale gegen Kanada zeigt. Dort gelang ihm auch sein bislang einziger Turnier-Treffer
Der Trick-Shot mit dem Schläger zwischen den Beinen dürfte dafür der schönste Treffer des Turniers sein
MARCEL NOEBELS (25, Eisbären Berlin): Nach einigen Jahren in den Farmligen der NHL spielt der Topscorer der U18-Weltmeisterschaft von 2010 inzwischen bei den Eisbären in der Hauptstadt
Hoher Besuch beim Training: Noebels an der Seite von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Beim 4:3-Sieg gegen Schweden steuerte der 25-Jährige einen Treffer bei
LEONHARD PFÖDERL (24, Nürnberg Ice Tigers): Seit 2012 spielt "Leo" Pföderl in der DEL für die Ice Tigers. 2016/17 war er der viertbeste Scorer der Liga. In den Playoffs verletzte Pföderl sich an der Schulter und musste die Saison beenden
Pföderl war es, der im alles entscheidenden K.o.-Spiel gegen die Schweiz den ersten Treffer für das deutsche Team erzielte
MATTHIAS PLACHTA (26, Adler Mannheim): Der Adler, der in der Saison 2015/16 einen Abstecher in die AHL (2. Liga in Nordamerika) machte, sorgt vor allem mit seinen Direktabnahmen für Torgefahr. Im Nationalteam wirbelt er seit 2010
Plachta (r.) erzielte im Halbfinale gegen Kanada den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. Der heute 26-Jährige betrat das Eis erstmals im Alter von drei Jahren
PATRICK REIMER (35, Nürnberg Ice Tigers): Der Torjäger wurde 2017 zum dritten Mal zum "DEL-Spieler des Jahres" gewählt. Sein Torriecher sucht in der deutschen Liga seinesgleichen
Genau wie Teamkollege Danny aus den Birken ist auch Reimer Biathlon-Fan und drückt Laura Dahlmeier die Daumen. Auf dem Eis wurde er im Viertelfinale gegen Schweden zum Matchwinner, als er nach 90 Sekunden in der Verlängerung traf
FELIX SCHÜTZ (30, Kölner Haie, Stürmer): Schütz gehört zum absoluten Stammpersonal in der Nationalmannschaft. Nach Abstechern nach Russland, Lettland und Schweden spielt der 30-Jährige wieder bei den Kölner Haien
Bei der Heim-WM 2010 gelang Schütz beim sensationellen Auftaktsieg gegen den haushohen Favoriten USA der 2:1-Siegtreffer
YANNIC SEIDENBERG (34, Red Bull München): Der jüngere Bruder von NHL-Star Dennis ist ein ganz wichtiger Baustein im Gefüge des Meisters in München. Seidenberg ist vor allem für seine Kampfstärke bekannt. Im Nationalteam gehört er zu den Fixpunkten
Auf dem Flug nach Pyeongchang sitzt er neben Skistar Lindsey Vonn und kommentiert ein gemeinsames Foto mit den Worten: "Eine Wintersportlegende und Lindsey Vonn." Im K.o.-Spiel gegen die Schweiz erzielte er in der Verlängerung nach nur 26 Sekunden das entscheidende Tor zum Viertelfinal-Einzug
DAVID WOLF (28, Adler Mannheim): Der Spieler der Adler Mannheim hat seit 2014 den Ruf, einer der härtesten Spieler der DEL zu sein. Damals schlug er seinem Gegenspieler Benedikt Schopper sechs Zähne aus, weshalb sogar wegen Körperverletzung gegen ihn ermittelt wurde
Der Final-Einsatz von Wolf im Finale war zunächst fraglich. Im Halbfinale gegen Kanada musste er nach einem brutalen Hit gegen seinen Kopf das Eis verlassen. Die einmalige Chance auf ein Olympia-Finale ließ er sich aber nicht entgehen und stand auch im Endspiel seinen Mann
Olympia 2018: Der Kader der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft
Es ist der größte Erfolg für das deutsche Eishockey aller Zeiten: Das DEB-Team gewinnt nach einem sensationellen Turnier in Pyeongchang Silber.
@Getty Images
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