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Paris-Roubaix: "Die Hölle des Nordens"

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Kopfsteinpflaster, Schlamm, Stürze: Beim Eintagesrennen Paris-Roubaix bleibt den Fahrern nichts erspart. In diesem Jahr  geht die Königin der Klassiker in ihre 111. Auflage. SPORT1 zeigt spektakuläre Bilder der "Hölle des Nordens"
Es könnte durchaus beschaulich sein im französischen Frühling - nur dann wäre es nicht Paris-Roubaix
Der berühmte Radklassiker verlangt den Radprofis alles ab. Es geht über brutale Kopfsteinpflaster-Abschnitte, Paves genannt. 27 solcher Paves sind zu meistern mit einer Gesamtlänge von ungefähr 50 Kilometern
Es geht durch Staub und euphorisierte Menschenmassen
Mitunter nimmt der Staub den Fahrern jede Sicht. Gerade auf dem Kopfsteinpflaster wird das Radfahren dann zu einem gefährlichen Unterfangen
Auch Schlamm macht den Fahrern zu schaffen. Der Untergrund wechselt ständig. Das berühmte Radrennen, das 1896 zum ersten Mal stattfand, gehört zu den so genannten Monumenten des Profi-Radsports
Eine der legendären Passagen der Königin der Klassiker, wie das härteste aller Eintagesrennen auch genannt wird, ist der Wald von Arenberg. Hier führt Tom Boonen das Feld über die tückische Kopfsteinpflaster-Passage
Die Trophäe für den Sieger könnte passender nicht sein: Der Schnellste erhält einen großen Pflasterstein. Auf dem Bild küsst Tom Boonen die Trophäe, die er schon vier Mal erobern konnte. 2013 muss er passen. Bei seinem Sturz in Flandern hat er sich einen Rippenbruch zugezogen
Fabio Cancellara hat schon zwei Siege beim traditionsreichen Radrennen auf dem Konto. Zuletzt gewinnt der Schweizer Paris-Roubaix im Jahr 2010. Nach seinem Triumph bei der "Ronde" am Ostersonntag könnte der 32-Jährige zum zweiten Mal nach 2010 das begehrte Double erringen
Wer sich auf den harten Klassiker einlässt, muss Schmerzen aushalten können. Stürze sind auf den kindskopfgroßen Pflastersteinen an der Tagesordnung
Kein Bild mit Seltenheitswert: Bei diesem Sturz nehmen gleich mehrere Fahrer ein Bad im Schlamm
Auch die Begleitmotorräder haben Schwierigkeiten mit dem Untergrund. Hier muss ein Fahrer dem gestürzten Motorrad ausweichen
Die Profis haben den 260 Kilometern durch die ehemalige Industrie-Region einen anderen Namen gegeben: Hölle des Nordens. Wer in die Gesichter blickt, weiß warum
Denn Paris-Roubaix ist je nach Wetter mal staubig, mal schlammig, oft beides. In jedem Fall bedeutet es Radsport bis zur völligen Erschöpfung - und darüber hinaus
Der Deutsche Steffen Wesemann, der 2002 Zweiter wurde und 2007 Dritter, hat das Rennen trotz aller Anstrengungen nie gewinnen können
Auch sein Name ist unzertrennlich mit Paris-Roubaix verbunden: Johan Museeuw gewinnt den Klassiker drei Mal. 1998 bricht er sich im Wald von Arenberg die Kniescheibe und verliert fast das Bein. 2004 wird Museeuw wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt
Solche Gesichter sieht man im Ziel zur Genüge
Hier lernt der Däne Lars Michaelsen die Tücken von Paris-Roubaix reichlich schmerzhaft kennen
Und auch die Sieger müssen weit über ihre Grenzen hinausgehen: Der Australier Stuart O'Grady wird nach seiner Siegfahrt 2007 von Helfern gestützt
Als Lohn für die Schinderei wartet eine kalte Dusche in denkbar schmuckloser Umgebung. Und doch ist es für Radprofis das Größte
Denn wer es geschafft hat und das Rennen als Sieger verlässt, dessen Namen wird für alle Zeiten in den Duschen im Radstadion von Roubaix verewigt
Paris-Roubaix: "Die Hölle des Nordens"
Kopfsteinpflaster, Schlamm, Stürze: Beim Eintagesrennen Paris-Roubaix bleibt den Fahrern nichts erspart. In diesem Jahr geht die Königin der Klassiker in ihre 111. Auflage. SPORT1 zeigt spektakuläre Bilder der "Hölle des Nordens"
@Getty Images
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