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Paul Breitner - Bilder seiner Karriere

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Weltmeister, Europameister, Deutscher Meister, Spanischer Meister, Fußballer des Jahres 1981: Paul Breitner blickt auf zahlreiche Erfolge zurück. Doch auch außerhalb des Platzes sorgt der einstige Fußball-Revoluzzer für Aufsehen
Der neueste Trubel um Breitner: Nach eigenen Angaben haben die Bosse des FC Bayern ihm nahe gelegt, sich nicht mehr auf ihrer Ehrentribüne blicken zu lassen. Der Grund: Seine öffentliche Abrechnung mit der Bayern-Führung nach ihrer umstrittenen PK
Ein Blick zurück zeigt: Breitner und die Bayern-Bosse verstanden sich einst deutlich besser. Hier posiert Breitner während seiner ersten Station beim FC Bayern München (1970 bis 1974) mit Uli Hoeneß (l.) in Unterhose vor einem teuren Oldtimer. SPORT1 zeigt die besten Bilder aus Breitners Karriere und seinem bunten Leben
Auch das eine berühmte Momentaufnahme: Breitner vor einem Porträts des einstigen chinesischen Kommunistenherrschers Mao Zedong. Nicht immer macht sich Breitner, der 1970 sein Studium an der Pädagogischen Hochschule München für den Profisport abbricht, damit Freunde
Weil sich Breitner als politisch links hervortat, auch Bewunderung für Che Guevara offenbarte, hätte ihn die konservative Bayern-Führung in den Siebzigern fast verkauft. Die Teamkollegen aber standen ihm bei und verhinderten es - sie wussten, wie sehr sie der moderne Mittelfeld- und Abwehrspieler auf dem Platz bereicherte
Hoeneß stand damals zu ihm: Breitner lernte ihn während seiner Zeit in der Jugendnationalmannschaft und anschließend bei den Bayern kennen und schätzen. Das Verhältnis über die Jahre war aber wechselhaft: Als Hoeneß Manager wurde, kam es schon mal zum Bruch und angeblich rund zehn Jahren Funkstille
Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte er schon mit 22 Jahren: den Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft 1974 im eigenen Land
Nicht nur mit Gerd Müller (l.) feierte er ausgiebig den Titel. Anschließend überwarf er sich jedoch mit Bundestrainer Helmut Schön und trat aus dem DFB-Team zurück
Sein Augenmerk lag nie immer nur auf dem Fußball und so versucht sich Breitner, der angeblich dem drohenden Wehrdienst zu entgehen versuchte, indem er sich 11 Tage in einem Kohlenkeller versteckte, unter anderem auch als Schauspieler. Hier im Streifen "Potato-Fritz"
Trotz mäßiger Kritiken später noch einmal, in dem Film "Kunyonga - Murder in Africa". Ob er den Fall geklärt hat?
Breitner war schon immer ein lässiger Kerl. Ob hier bei der Nationalmannschaft, zu der er nach seinem Rücktritt erst sieben Jahre später wieder zurückkehrte, oder...
...im Fasching. Breitner ist übrigens der Herr rechts, unter der Verkleidung links - kaum zu erkennen - versteckt sich "Kaiser" Franz Beckenbauer
Nicht immer spielte Breitner in der Bundesliga. Nach der WM 1974 wagte er den Sprung nach Spanien zu Real Madrid. Mit den "Königlichen" und Teamkollege Günter Netzer holt er gleich im ersten Jahr das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg
Doch nach drei Jahren zog es ihn wieder zurück in die Heimat. Erst fand sich kein Klub, der die Ablöse von 1,6 Millionen Euro für Breitner zahlen will. Günter Mast, der millionenschwere Jägermeister-Chef, schaffte jedoch die Sensation und holte Breitner zu Eintracht Braunschweig
Der Übergang von Madrid nach Braunschweig klappte allerdings nicht wie gewünscht. Mit seinen Teamkollegen kam der damals 26-Jährige nicht klar und verließ den Verein nach nur einem Jahr mit den Worten: "Ich tue euch jetzt den Gefallen und gehe"
Der nächste Anlauf in München folgte (1978 bis 1983). 1980 und 1981 werden die Bayern zweimal Meister und Breitner (oben links) wird sogar zum Fußballer des Jahres gewählt. Sein kongenialer Partner in dieser Zeit?
Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Breitner sahen nicht nur auf der Vespa gut aus - beim FCB bilden sie das Duo "Breitnigge". Bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres 1981 wurde Breitner auf Rang zwei gewählt - hinter Rummenigge
Er kann es nicht lassen: Hier versuchte sich Breitner sogar auf der Trabrennbahn
Nach seinem Karriere-Ende 1983 tat sich Breitner weiter als kritischer Querkopf hervor, unter anderem als Kolumnist der "Bild". Ein Blatt vor den Mund nahm er dabei nicht: Ex-Bundestrainer Jupp Derwall etwa nennt er "Totengräber des deutschen Fußballs"
Im Jahr 1998, nach dem Rücktritt von Berti Vogts, bekam Breitner die Chance, es besser zu machen: DFB-Präsident Egidius Braun bietet ihm die Nachfolge an - zog die Zusage aber nach einem Tag wieder zurück, als er erfuhr, dass Breitner auch ihn scharf kritisiert hatte. Erich Ribbeck machte es stattdessen - wenig erfolgreich
Breitner blieb dem Fußball trotzdem verbunden: Als Moderator für die WM 2002 bei Sat. 1, ab 2007 als Berater, Scout und Markenbotschafter des FC Bayern. Im Frühjahr 2017 legte er diesen Posten nieder, konzentriert sich stattdessen auf seinen Job in der Immobilienbranche
Privat ist Breitner auch karitativ sehr engagiert, unter anderem als Helfer bei der Münchener Tafel. Er ist verheiratet, hat drei Kinder - Sohn Max arbeitet seit 2006 in der Medienabteilung des FC Bayern
Trotz der intensiven Verbindung schont Breitner auch die Bayern nicht, wenn ihm beim alten Klub etwas missfällt. Nach der Aufsehen erregende PK der Bosse im Oktober 2018 ist er "deprimiert" und findet: "Bei Uli Hoeneß geht es immer um die FC-Bayern-Familie. Da müssten jetzt die Kinder sagen: Für den Papa müssen wir uns gewaltig schämen"
Die Konsequenz: Hoeneß' Ärger, übermittelt von Finanz-Vorstand Jan-Christian Dreesen. Breitner solle sich "auf absehbare Zeit nicht im Ehrengast-Bereich blicken lassen". Breitner gibt darauf seine Ehrenkarten zurück
Auch dieses Bild darf hier natürlich nicht fehlen: Breitner als Ritter beim deutschen Champions-League-Finale 2013. Egal in welcher Rolle und welcher Funktion: Paul Breitner ist ein Original, das letztlich nur wenige im deutschen Fußball missen möchten
Paul Breitner - Bilder seiner Karriere
Weltmeister, Europameister, Deutscher Meister, Spanischer Meister, Fußballer des Jahres 1981: Paul Breitner blickt auf zahlreiche Erfolge zurück. Doch auch außerhalb des Platzes sorgt der einstige Fußball-Revoluzzer für Aufsehen
@Getty Images
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