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Rosbergs mögliche Mercedes-Erben im Check

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Weltmeister Nico Rosberg hat völlig überraschend seine Formel-1-Karriere beendet. Das schockt nicht nur seine Fans, sondern auch Mercedes. Denn die Silberpfeile stehen plötzliche ohne zweiten Fahrer für 2017 da
Für Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda muss Rosbergs Nachfolger noch mehr Speed mitbringen. SPORT1 nennt mögliche Kandidaten für den vakanten Platz im Weltmeister-Team und analysiert die Wahrscheinlichkeit
MAX VERSTAPPEN: Bereits mehrfach versuchte Mercedes, das Riesentalent zu sich zu locken - der Versuch scheiterte jedoch stets. Die Fahrerpaarung Hamilton und Verstappen wäre zudem eine äußerst explosive Mischung, die wohl kaum zu kontrollieren wäre
Red-Bull-Teamchef Christian Horner stellte gegenüber dem "Mirror" direkt einmal klar: "Unsere Fahrer besitzen beide einen langfristigen Vertrag." Verstappen und Daniel Ricciardo sollen bei Red Bull einen Kontrakt bis 2018 plus Option besitzen
SEBASTIAN VETTEL: Den Weltmeister mit einem viermaligen Weltmeister zu ersetzen? Das wäre wohl die Traumlösung von Mercedes, doch auch sie ist wenig realistisch, da Vettel noch bei Ferrari unter Vertrag steht, wie er noch am Sonntag in Daytona betonte. Allerdings: Auch bei Red Bull stieg er nach einer enttäuschenden Saison ein Jahr vor Ende des Kontrakts aus
Sollte er bleiben und Ferrari 2017 trotz der Regeländerungen Mercedes immer noch hinterherhinken, wäre Vettel einem Wechsel sicher nicht abgeneigt. Bei dieser Variante bräuchte Mercedes demnach nur eine Übergangslösung für ein Jahr. Motorsportchef Toto Wolff hält beide Varianten für 2017 für unrealistisch: "Es gibt ein paar Kandidaten, die eindeutig nicht verfügbar sind: Max Verstappen und Daniel Ricciardo von Red Bull, Sebastian Vettel von Ferrari."
JENSON BUTTON: Sollte Mercedes tatsächlich an einer Übergangslösung für ein Jahr interessiert sein, wäre Button (2. v. l.) ein heißer Kandidat
Der Brite hat eigentlich seine Karriere zum Saisonende beendet - doch für einen Platz im Weltmeister-Auto würde sich Button eine Rückkehr sicherlich überlegen
FERNANDO ALONSO: Ob der Spanier sich auch mit einem Einjahresvertrag abspeisen lassen würde? Alonsos fahrerische Klasse ist unbestritten und er würde sicher lieber für Mercedes als für das aktuelle Mittelfeld-Team McLaren fahren
Doch zwei Probleme könnten einen Wechsel von Alonso verhindern: Zum einen ist der 35-Jährige vertraglich an McLaren gebunden, außerdem ging die Fahrerpaarung Hamilton und Alonso bereits zu McLaren-Zeiten nach hinten los
NICO HÜLKENBERG: Der Deutsche war einer der ersten Ansprechpartner für Mercedes, als es vor längerer Zeit perspektivisch um die Nachfolge von Rosberg ging. Doch Hülkenberg hat erst vor wenigen Wochen einen Dreijahresvertrag bei Renault unterschrieben - und die Franzosen haben wenig Interesse, den gerade erst verpflichteten Hülkenberg abzugeben
VALTTERI BOTTAS: Realistischer ist da schon die Verpflichtung des Finnen. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff war sogar lange im Management von Bottas tätig. Zwar hat Bottas noch einen Vertrag für die kommende Saison, doch als Motorenlieferant könnte man mit Williams sicher über eine Ablösesumme verhandeln
Ein Landsmann von Bottas erreichte bei der Marke mit dem Stern bereits Kultstatus. Mika Häkkinen wurde im Mercedes-befeuerten McLaren einst als fliegender Finne Formel-1-Weltmeister, fuhr später in der DTM für die Stuttgarter und ist Markenbotschafter
ESTEBAN OCON: Sollte Rosbergs Nachfolger aus dem eigenen Stall kommen, wäre Ocon ein heißer Kandidat. Der Franzose, der bereits den Silberpfeil getestet hat, debütierte in dieser Saison bei Manor und hat für das kommende Jahr einen Vertrag bei Force India unterschrieben. Beim Mercedes-Kunden ließe er sich jedoch problemlos loseisen
PASCAL WEHRLEIN: Als wahrscheinlichster Kandidat für den zweiten Platz im Mercedes-Cockpit gilt aber Wehrlein. Der 22-jährige Mercedes-Zögling stand zuletzt ebenfalls bei Manor unter Vertrag und wäre die logische Wahl. Wehrlein hat zudem noch kein Cockpit für die kommende Saison
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist außerdem bekennender Wehrlein-Anhänger und fand bereits öfter lobende Worte für den Mercedes-Protege. 2014 war er bereits Ersatzfahrer bei Mercedes. Ein weiterer Vorteil: Wehrlein ist jung, talentiert und wäre dem schwierigen Lewis Hamilton (zunächst) klar untergeordnet
Am Dienstag ließ Wolf die Aktien für Wehrlein dann aber doch etwas sinken: "Wenn ich eine Weihnachtswunschliste machen würde, dann würde ich mir bei ihm noch ein Jahr oder zwei Jahre wünschen in einem Mittelfeldteam, hegte der Mercedes-Sportchef bei der "dpa" Zweifel an der Reife des Youngsters für das silberne Cockpit
Rosbergs mögliche Mercedes-Erben im Check
Weltmeister Nico Rosberg hat völlig überraschend seine Formel-1-Karriere beendet. Das schockt nicht nur seine Fans, sondern auch Mercedes. Denn die Silberpfeile stehen plötzliche ohne zweiten Fahrer für 2017 da
@SPORT1-Grafik: Marc Tirl / Getty Images/Imago
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