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Rudi Völler und seine Fehltritte

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Rudi Völler on fire. Offenbar setzt die Talfahrt von Bayer Leverkusen dem Sportchef deutlich zu. Jedenfalls kommen seine Attacken immer öfter. Zuletzt legte er sich mit Peter Gagelmann und Mario Gomez an. SPORT1 zeigt die Chronologie von Völlers Fehltritten.
Weltmeisterschaft 1990: 2004 stehen sich Rudi Völler und Lothar Matthäus als Trainer von Deutschland und Ungarn gegenüber. 14 Jahre zuvor kracht es bei der WM 1990 als Spieler. Matthäus ist im Training der Meinung, Völler habe den Ball zu selten abgespielt. Völler dazu: "Erzähl das doch deiner Klobrille." Teamchef Franz Beckenbauer muss schlichtend eingreifen
6. September 2003: Die Mutter aller Ausraster. Nach einem enttäuschenden 0:0 gegen Island verliert der damalige Bundestrainer die Beherrschung. Er attackiert ARD-Moderator Gerhard Delling und Experte Günter Netzer ("Scheißdreck, Käse, Standfußball") und setzt einen legendären Spruch gegen Waldemar Hartmann: "Du sitzt hier locker bequem auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken und bist schön locker"
28. August 2011: Im Doppelpass auf SPORT1 nimmt sich Völler Philipp Lahm nach dessen Buch-Veröffentlichung zur Brust: "Es gibt Sachen, die gehören sich einfach nicht. Mir erklären, was ich im Nachhinein hätte anders machen sollen - das kann der Junge nicht. Das ist höchst unanständig."
17. September 2011: Leverkusen verliert das Derby gegen Köln mit 1:4. "Tante Käthe" hat einen Schuldigen auserkoren: Referee Günter Perl. Auf dem Platz geht es los, in den Katakomben weiter. "Das ist das Allerletzte", darf sich Perl unter anderem anhören
1. August 2015: Marcell Jansen (l.) beendet mit 29 Jahren seine Karriere. Völler kann damit überhaupt nichts anfangen. Bei Jansen könne er "nur den Kopf schütteln. Er hat eine tolle Karriere hingelegt", sagt er im ZDF - und bringt eine inzwischen häufig kopierte Aussage: "Wer so was macht, hat den Fußball nie geliebt."
31. Oktober 2015: Mit den Schiedsrichtern (hier: Deniz Aytekin) gerät Rudi Völler immer wieder aneinander. Nach einem Gegentreffer gegen Wolfsburg, den Manuel Gräfe trotz Abseitsstellung anerkennt, stürmt Völler wutentbrannt von der Tribüne zum Spielfeldrand und pfeffert dabei auch sein Kaugummi auf den Boden. Auch in der Halbzeitpause gibt es Gesprächsbedarf
23. November 2015: St. Paulis Manager Andreas Rettig wagt bei der Verteilung der TV-Gelder einen brisanten Vorstoß, er will vier Vereine von den Einnahmen ausschließen. Für Völler "ein typischer Rettig. Er macht das, was er gerne tut: Er gibt ein bisschen Schweinchen schlau". Die Hamburger reagieren mit einem von Mitarbeitern unterschriebenem Plakat mit einem Foto des berühmten Ferkels
26. November 2015: Auch mit den eigenen Anhängern versteht sich Völler nicht immer bestens. Nach einem 1:1 in der Champions League gegen Bate Borissow gerät Völler mit einem Fan aneinander. Angeblich fällt sogar der Begriff "Pisser" aus Völlers Munde
21. Februar 2016: Leverkusens damaliger Trainer Roger Schmidt provoziert gegen Dortmund einen Spielabbruch. Er beklagt eine irreguläre Ausführung eines Freistoßes vor dem 0:1-Gegentreffer und weigert sich anschließend, den Innenraum zu verlassen
Völler sieht den Fehler bei Schiedsrichter Felix Zwayer. "Das Spiel zu unterbrechen und eine solche Hektik hineinzubringen, ist völlig unnötig. So zu tun, als sei etwas ganz Schlimmes passiert, ist völlig übertrieben", wütet Völler bei Sky. Auch ein ausgebliebener Elfmeterpfiff bringt Völler in Rage: "Er hat sich revanchieren wollen, deshalb hat er den Elfmeter nicht gepfiffen"
Selbst Sky-Moderator Sebastian Hellmann ist vor ihm nicht sicher. "Was haben Sie eigentlich mit dem Roger Schmidt? Was wollen Sie mit Roger Schmidt?", blafft Völler. "Wer hat uns denn mehr geschadet, der Roger Schmidt oder der Schiedsrichter? Sagen Sie mal ganz ehrlich jetzt. Nicht wenn das Mikro aus ist sagen, 'du hast ja recht Rudi'. Sondern jetzt hier vor dem Mikro"
2. April 2017: Völlers neuestes Opfer: Schiedsrichter-Experte Peter Gagelmann. "Der Elfmeter gegen uns war lächerlich. Auch wenn Herr Gagelmann das sicherlich anders sehen wird, die Pflaume", sagte der aufgebrachte 56-Jährige nach dem 3:3 gegen Wolfsburg
Der Konter folgte von Mario Gomez. "Wenn Leverkusen wirklich anfängt über den Schiedsrichter zu reden, dann hat Rudi Völler, Entschuldigung, ein bisschen Wahrnehmungsstörungen", so der Nationalspieler. Fortsetzung folgt...
Rudi Völler und seine Fehltritte
Rudi Völler on fire. Offenbar setzt die Talfahrt von Bayer Leverkusen dem Sportchef deutlich zu. Jedenfalls kommen seine Attacken immer öfter. Zuletzt legte er sich mit Peter Gagelmann und Mario Gomez an. SPORT1 zeigt die Chronologie von Völlers Fehltritten.
@SPORT1-Grafik Eugen Zimmermann: Imago/ Getty Images
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