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Sharapova hört auf: Die Karriere des Glamour Girls

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Weltranglistenerste, fünfmalige Grand-Slam-Gewinnerin, Dopingsünderin, Glamour Girl: Maria Sharapova, über ein Jahrzehnt lang eine der schillerndsten Persönlichkeiten im internationalen Tennis, beendet ihre Karriere
Tennis - ich sage goodbye", schrieb die 32-jährige Russin in den sozialen Netzwerken zu einem Bild, das sie als ganz junges Mädchen mit einem Tennisschläger zeigt
Nach 28 Jahren im Tennis-Sport will Sharapova nun "Neue Gipfel bestreigen". SPORT1 wirft einen Blick zurück und beleuchtet die Karriere der Maria Sharapova
Alles beginnt hier: Am 4. Juli 2004 schlägt Maria Sharapova die US-Amerikanerin Serena Williams und krönt sich zur Königin von Wimbledon. Es ist eines der bemerkenswertesten Ereignisse der Tennis-Geschichte
Sharapova ist damals zarte 17 Jahre alt und ungesetzt, die Welt hält erstaunt inne ob der Leistung der Russin
Sharapova gewinnt in zwei Sätzen mit 6:1, 6:4 ...
Und Williams muss sich mit dem zweiten Rang begnügen
Es ist der Anfang einer großen Karriere, die schon früh geplant wurde
Sharapova macht ihre erste Tenniserfahrung im Alter von vier Jahren. 1991 bekommt sie von Aleksandr Kafelnikov - einem Freund ihres Vaters Juri - einen Schläger geschenkt. Von da an übt sie fleißig mit ihrem Vater
Nur zwei Jahre später wird Sharapova bei einem Sichtungsturnier in Moskau von Martina Nawratilova entdeckt. Die damalige Weltklassespielerin rät Marias Eltern, ihre Tochter bei Trainerikone Nick Bollettieri in Florida ausbilden zu lassen. Die Familie wagt den Sprung über den großen Teich
Vater Juri arbeitet dort unter anderem als Tellerwäscher. Als die gebürtige Sibirin neun Jahre alt ist, wird in Bolletieris Tennisakademie damit begonnen, an ihrer Karriere zu feilen. 2000 gewinnt "Masha" im Alter von 13 Jahren ihr erstes Turnier im Juniorenbereich
Bei den US Open 2001 schaut sie sich auf der Tribüne die Spiele ihrer Idole an
2002 debütiert sie dann als 14-Jährige auf der WTA-Tour. Zwar verliert Sharapova in Indian Wells in der zweiten Runde deutlich gegen Monica Seles, doch drei Siege bei Juniorenturnieren im gleichen Jahr machen klar, dass der Teenager vor einer großen Karriere steht
Mit der Qualifikation für die Grand-Slam-Turniere in Paris und Melbourne gelingt Sharapova 2003 der Durchbruch. In Wimbledon verliert sie erst im Achtelfinale gegen Swetlana Kuznezowa
Am Ende des Jahres gewinnt sie als 16-Jährige bei den Tokio Open ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour. Innerhalb von nur einem Jahr klettert Sharapova in der Weltrangliste von Rang 186 auf 32
2004 folgt die Krönung: In Wimbledon triumphiert sie im Finale gegen Titelverteidigerin Serena Williams. Sharapova ist die erste Russin und mit 17 Jahren die drittjüngste Spielerin, die das bedeutendste Grand-Slam-Turnier gewinnt
Im gleichen Jahr darf Sharapova erstmals beim WTA Tour Championship antreten, wo sie sich auch prompt den Weltmeistertitel sichert. Erneut ist Williams die Leidtragende
Sharapovas Spiel besticht durch Härte und präzise Schläge von der Grundlinie. Ihr Stöhnen beim Schlag wird zu ihrem Markenzeichen und bringt ihre Gegnerinnen zur Weißglut. Doch der Erfolg gibt ihr Recht. Ein Grand-Slam-Sieg gelingt der Russin 2005 zwar nicht, dennoch ist sie für kurze Zeit erstmals an der Spitze der Weltrangliste
Der erste Erfolg bei den US Open folgt im Jahr darauf. Im Finale setzt sie sich gegen Justine Henin durch
2007 wird sie immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen und gewinnt nur ein einziges Turnier. Sie hat Zeit, sich auch abseits des Courts blicken zu lassen
Von ihrer Schulterverletzung völlig genesen läuft Sharapova 2008 wieder zu alter Stärke auf. In Melbourne gewinnt sie bei den Australian Open ihren dritten Grand-Slam-Titel
Doch dann folgt der Rückschlag: Mitte des Jahres muss sie wegen einer Sehnenverletzung in der Schulter ein Spiel abbrechen. Die Blessur setzt sie acht Monate außer Gefecht
Ihr Comeback feiert die Russin im März 2009. Doch außer einem Sieg bei den Pan Pacific Open in Tokio verläuft das Jahr dürftig. Auch 2010 feiert sie nur zwei kleinere Erfolge und rutscht zwischenzeitlich in der Weltrangliste ab
Mitte des Jahres 2011 nimmt die Karriere noch einmal richtig Fahrt auf. Innerhalb von 13 Monaten gewinnt Sharapova fünf Turniere, das letzte in Roland Garros. Mit dem Sieg bei den French Open komplettiert sie 2012 den Karriere-Grand-Slam, dazu ist sie nach vier Jahren zurück an der Spitze der Weltrangliste
Bei den Olympischen Spielen 2012 ist sie Fahnenträgerin der russischen Delegation. Den Sieg im Einzel verpasst sie gegen Serena Williams erst im Finale
Sharapova steigt mit geschätzten Einnahmen in Höhe von 29 Millionen Dollar zur bestverdienenden Sportlerin der Welt auf. Zum Salär trägt auch ihre eigene Süßwarenlinie Sugarpova bei, die sie 2013 präsentiert. Ihr Manager Max Eisenbud sagt: "Der Name Maria Sharapova ist zu einer globalen Marke geworden"
Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi hat sie einen großen Auftritt für ihr Heimatland. Bei der Eröffnungsfeier bringt sie die olympische Fackel ins Stadion
Ihren bis dato letzten großen Titelgewinn feiert Sharapova 2014. Sie triumphiert zum zweiten Mal bei den French Open - ihr fünfter Grand Slam-Sieg
Bei den Australian Open 2016 muss sie eine Viertelfinal-Niederlage gegen Serena Williams hinnehmen. Die Folgen des Turniers sind unheilvoll für Sharapova
Am 7. März 2016 verkündet sie, dass sie in Melbourne positiv auf Doping getestet wurde. Sie hatte das seit Anfang 2016 verbotene Herzmedikament Meldonium weiter eingenommen. Sie habe das Verbot nicht mitbekommen, beteuert sie
Der Sportgerichtshof CAS lässt mildernde Umstände gelten - und verkürzt die ursprünglich verhängte Sperre auf 15 Monate. Bis zu ihrer Rückkehr konzentriert sich Sharapova auf Geschäfts- und PR-Termine
Am 26. April 2017 läuft Sharapovas Sperre ab - und wegen einer (unter Kolleginnen nicht unumstrittenen) Wildcard darf sie direkt beim Turnier in Stuttgart ran. Ihre Vorbereitung muss sie wegen der Sperre noch in einer Halle des schwäbischen Provinzklubs SV Sillenbuch bestreiten
Ihr erstes Match nach dem Urteil bestreitet sie erfolgreich gegen Roberta Vinci beim Porsche Tennis Grand Prix 2017. Im Halbfinale ist schließlich Schluss
Sie verbessert sich in der Weltrangliste im Laufe des Jahres wieder kontinuierlich. Dank einer Wildcard darf sie bei den US Open an den Start, im Achtelfinale muss sie die Segel streichen
2018 ist die Russin wieder bei allen Grand-Slam-Turnieren dabei, kommt aber nie über das Viertelfinale hinaus. In Wimbledon blamiert sie sich regelrecht und scheitert bereits in der ersten Runde an Landsfrau Vitalia Diatchenko
Seit der Dopingsperre kann Sharapova nicht mehr an ihre früheren Leistungen anknüpfen. Auf einen Turniersieg wartet sie seit 2017 vergeblich
Bei den US Open 2019 treffen Serena Williams (l.) und letztmals aufeinander. Williams gewinnt in zwei Sätzen. Ihr 20. Sieg im direkten Duell, Sharapova kommt nur auf drei Siege, einer davon jedoch kampflos
Ihr letztes Spiel bestreitet Sharapova bei den Australian Open 2020. Gegen die Kroatin Donna Vekic verliert sie in der 1. Runde
Sharapova hört auf: Die Karriere des Glamour Girls
Weltranglistenerste, fünfmalige Grand-Slam-Gewinnerin, Dopingsünderin, Glamour Girl: Maria Sharapova, über ein Jahrzehnt lang eine der schillerndsten Persönlichkeiten im internationalen Tennis, beendet ihre Karriere
@Getty Images
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