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Ski Alpin: Die besten Skifahrer der Geschichte im Ranking

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Mit Marcel Hirscher beendet der erfolgreichste österreichische Skifahrer aller Zeiten seine Karriere. Elf WM-, drei Olympia-Medaillen und acht Gesamtweltcup-Siege sprechen für sich
Doch ist Hirscher auch der beste Alpine aller Zeiten weltweit? SPORT1 zeigt die Top 15 der Geschichte im Ranking und die erfolgreichsten Deutschen
FELIX NEUREUTHER: Er war bis zur vergangenen Saison einer der erfolgreichste deutschen Skirennläufer. Mit 13 Weltcupsiegen hat er sogar Markus Wasmeier überholt. Allerdings fehlt dem Sohn von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther ein Erfolg bei Olympia. Bei der WM in Bormio (2006) holte er immerhin mit der Mannschaft Gold. Aber das reicht nicht für die besten 15 Fahrer aller Zeiten
MARKUS WASMEIER: Auch der nach Titeln erfolgreichste deutsche Alpine schafft es nicht in die Top 15. Seinen absoluten Karrierehöhepunkt feierte der Mann aus Schliersee bei den Olympischen Spielen in Lillehammer (1994), bei denen er im Super-G und Riesenslalom Gold holte. Direkt danach trat er zurück
PLATZ 15 - GUSTAV THÖNI (ITALIEN): Er ist immer noch eines der großen Idole italienischer Ski-Fans. Zwar war der medienscheue Südtiroler kein Mann der großen Worte, aber auf Skiern versetzte er die Zuschauer mit seiner überragenden Technik in Ekstase. Vor allem im Slalom und Riesenslalom feierte er seine Erfolge
Bei Olympia 1972 in Sapporo vergoldete er im Riesenslalom sein Können. Dazu kamen auch noch fünf WM-Titel. Gebrochen wurde seine Dominanz erst durch Ingemar Stenmark. Insgesamt sammelte er 24 Weltcupsiege. Wahrscheinlich wären es mehr geworden, aber zu dieser Zeit wurden deutlich weniger Rennen gefahren
PLATZ 14 - BODE MILLER (USA): Er war schon immer der etwas andere Rennfahrer im US-Team. Im Gegensatz zur Speed-Tradition der Nordamerikaner vergangener Jahre glänzte Miller zu Beginn seiner Karriere vor allem in den technischen Disziplinen. Erst später fuhr er auch im Speed-Bereich in die Riege der Weltklasse-Fahrer
Sein Markenzeichen war seine absolute Risikobereitschaft. Rennen bedeuteten für Miller, an das absolute Limit zu gehen - und oft auch darüber hinaus. Der Lohn dafür waren ein Olympiasieg (Vancouver 2010/Super-Kombination) und vier WM-Titel. Dazu feierte er 33 Weltcupsiege (in allen Disziplinen) und triumphierte einmal im Gesamtweltcup
PLATZ 13 - LASSE KJUS (NORWEGEN): Der ruhige Norweger war vor allem bei Großereignissen immer für einen Podestplatz gut. Ganze elf Medaillen holte er bei Weltmeisterschaften. Drei davon glänzten golden (Kombination/1993, Super-G, Riesenslalom/1999)
Der allseits beliebte Kjus war ein echte Allrounder, der seine 18 Weltcupsiege auf Abfahrt, Super-G und Riesenslalom verteilte. Lohn seiner Weltcuperfolge war der Gewinn von zwei Kristallkugeln für den Gesamt-Weltcup. 1994 machte er sich mit seinem Olympiasieg in Lillehammer in der Kombination unsterblich
PLATZ 12 - FRANZ KLAMMER (ÖSTERREICH): Auch Franz Klammer gehört zu den ganz großen Namen in der Ski-Nation Österreich. In den 1970ern war der Kärntner der Abfahrtskönig schlechthin und sammelte Siege am Fließband
Es überrascht also nicht, dass 25 seiner 26 Siege in der Abfahrt zustande kamen und der Sieg in der Kombination auch dieser Disziplin zu verdanken ist. Da er aber nicht die Allrounder-Fähigkeiten anderer Skifahrer hat, verpasst der Olympiasieger von Innsbruck (Abfahrt/1974) trotz seiner Dominanz den Sprung auf die vorderen Ränge
PLATZ 11 - BENJAMIN RAICH (ÖSTERREICH): Benni Raich hatte eine traumhafte Ski-Karriere. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts dominierte er die technischen Disziplinen nach Belieben, holte sich dreimal die Slalom- sowie die Riesenslalomkugel und gewann 2005/06 den Gesamtweltcup. Raich fuhr in jeder Disziplin - außer Abfahrt - auf den ersten Platz. Insgesamt stand er 94 Mal bei Weltcups auf dem Stockerl, 37 Mal fuhr er zum Sieg. Er ist damit der dritterfolgreichste ÖSV-Athlet
Doch nicht nur im Weltcup feierte der Pitztaler Raich (Mitte) große Erfolge, auch bei Großereignissen konnte sich Österreich auf seinen Benni verlassen. Bei Weltmeisterschaften gewann er insgesamt zehn Medaillen (dreimal Gold: zweimal 2005 in Bormio und 2007 in Are). Unsterblich machte sich Raich 2006 bei den Olympischen Spielen in Turin als er im Riesenslalom (Bild) und im Slalom Gold holte - vier Jahre zuvor in Salt Lake City hatte er in beiden Disziplin Bronze eingefahren
PLATZ 10 - MARC GIRARDELLI (LUXEMBURG): Der gebürtige Österreicher startete für Luxemburg und war über ein Jahrzehnt einer der weltbesten Skifahrer. Ebenso wie Miller gehört er zu den fünf Fahrern, die Siege in allen Disziplinen vorweisen können. Seine Paradedisziplin war aber der Slalom, in dem er 16 seiner 46 Erfolge einfuhr
Dazu wurde der als Egozentriker verschriene Girardelli vier Mal Weltmeister und triumphierte fünf Mal im Gesamtweltcup. Allerdings blieb ihm Gold bei Olympia verwehrt. In Albertville (1992) konnte er seine einzigen beiden Medaillen (Silber/Super-G, Riesenslalom) erringen
PLATZ 9 - PIRMIN ZURBRIGGEN (SCHWEIZ): Der Schweizer ist das fleischgewordene Allround-Talent. Nicht nur, dass er seine 40 Weltcupsiege auf alle Disziplinen verteilte, er feierte seine vier WM-Titel auch noch in vier verschiedenen Disziplinen (Bormio 1985/Abfahrt, Kombination, Crans-Montana 1987/Riesenslalom, Super-G)
Dazu bestätigte er sein Talent auch noch durch vier Siege im Gesamtweltcup (1983/84, 1986/87, 1987/88, 1989/90) und krönte seine Laufbahn mit dem Olympiasieg in der Abfahrt (Calgary, 1988). Hätten damals mehr Rennen im Weltcup-Kalender gestanden, wäre das Ausnahmetalent wohl noch weiter vorne im Ranking gelandet
PLATZ 8 - AKSEL LUND SVINDAL (NORWEGEN): Um die Jahrtausendwende mussten die Norweger die Rücktritte von Aamodt und Kjus verkraften. Aber der junge Svindal stopfte diese Lücke im Rekordtempo. Bereits 2005 bei der WM in Bormio machte er mit Silber (Abfahrt) auf sich aufmerksam. Ähnlich wie Zurbriggen war er ein Allrounder par excellence
Neben zwei Triumphen im Gesamtweltcup holte er auch in vier von fünf Einzeldisziplinen (außer Slalom) mindestens eine Kugel und gewann neun WM-Medaillen. Abgerundet wird seine einzigartige Karriere durch zwei Olympische Goldmedaillen (Vancouver 2010/Super-G, Pyeongchang 2018/Abfahrt). Svindal gewann 36-Weltcup-Rennen und noch einmal Abfahrts-Silber bei der WM in Are
PLATZ 7 - HERMANN MAIER (ÖSTERREICH): Unvergessen ist sein Abflug bei der Abfahrt in Nagano 1998. Über 40 Meter segelte er durch die Luft und landete im Fangnetz - um nur drei Tage später Olympisches Gold im Super-G zu gewinnen. Die Legende vom "Herminator" war geboren
Bei 269 Starts im Weltcup kam er unfassbare 96 Mal aufs Podium, 59 Mal davon stand er ganz oben. Dazu gewann er noch drei WM-Titel (Beaver Creek 1999/Super-G, Abfahrt, Bormio 2005/Riesenslalom) und fünf Mal den Gesamtweltcup (1997/98,1998/99, 1999/00, 2000/01, 2003/04)
PLATZ 6 - ALBERTO TOMBA (ITALIEN): Der Mann aus Bologna ist mit Gustav Thöni das große Ski-Idol in Italien. Die technischen Disziplinen dominierte er zwischen 1986 und 1998 fast schon nach Belieben. Ganze 50 Siege (Riesenslalom/15, Slalom/35) feierte er dort. Auch bei Olympia vergoldete er sein Können in diesen Disziplinen (Calgary 1988/Riesenslalom, Slalom, Albertville 1992/Slalom)
Dabei wirkte der Lebemann gerade für den Slalom meist zu kräftig in der Statur, weswegen er von seinen Fans liebevoll "La Bomba" genannt wurde. Aber dank seines genialen Fahrgefühls und der herausragenden Skitechnik fuhr er zumeist wie auf Schienen Richtung Ziel
PLATZ 5 - JEAN-CLAUDE KILLY (FRANKREICH): Der überragende Skirennläufer der 1960er Jahre erlebte bei den Olympischen Spielen in seiner Heimat (Grenoble 1968) die Sternstunde seiner Karriere. In allen drei Bewerben (Abfahrt, Riesenslalom, Slalom) triumphierte der Franzose
Zusammen mit seiner Teamkollegin Marielle Goitschel sorgte er für die goldene Zeit der Grande Nation im Ski alpin. Ziemlich sicher wäre Killy in die Top-3 des Rankings gefahren, wenn er nicht bereits mit 25 Jahren nach seinem Triumph in Grenoble zurückgetreten wäre
PLATZ 4 - TONI SAILER (ÖSTERREICH): Bereits Vater und Onkel waren berühmte Skiläufer in Tirol. Aber Sohn Toni stellte sie klar in den Schatten und wurde bekannt als der "Schwarze Blitz aus Kitz". Da es zu seiner Zeit noch keinen Gesamtweltcup gab, glänzte er allein bei Großereignissen. Da dann aber umso mehr
Bei seinem Start bei den Olympischen Spielen 1956 (Cortina d'Ampezzo) gewann er in allen Bewerben (Abfahrt, Riesenslalom, Slalom) Gold. Bei Weltmeisterschaften war er noch erfolgreicher. Bei acht Starts kam er sieben Mal als Schnellster ins Ziel. Lediglich im Slalom (Bad Gastein, 1958) musste er sich einmal mit Silber begnügen
PLATZ 3 - KJETIL ANDRE AAMODT (NORWEGEN): Bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville ging der Stern des jungen Norwegers auf. Im Super-G holte er sich seine erste Goldmedaille. Aber das war nur der Auftakt einer einzigartigen Karriere, die auch noch unfassbare zwölf WM-Medaillen (Gold/5, Silber/4, Bronze/3) beinhaltet
Mit drei weiteren Goldmedaillen (Salt Lake City, 2002/Kombination, Super-G, Turin, 2006/Super-G) und je zwei Silber- und Bronzemedaillen ist er der erfolgreichste Skirennläufer bei Olympia. Dazu gehört er in den erlauchten Kreis der Athleten, der seine 21 Weltcupsiege in allen Disziplinen feiern konnte
PLATZ 2 - MARCEL HIRSCHER (ÖSTERREICH): Er ist DER Dominator der vergangenen zehn Jahre. Acht Mal in Folge gewann er den Gesamtweltcup gewinnen. Dies ist noch keinem Fahrer vor ihm gelungen. Seine zwei Olympischen Goldmedaillen (Pyeongchang 2018/Kombination, Riesenslalom) und elf WM-Medaillen (Gold/7, Silber/4) sind weitere Beweise seiner Extraklasse
In der ewigen Bestenliste des Ski-Weltcups hat er sich ebenfalls schon auf Rang zwei vorgearbeitet und muss mit 67 Siegen nur einer Legende den Vortritt lassen. Allerdings ist der Österreicher alles andere als ein Allrounder. Fast alle Siege hat er im Slalom und Riesenslalom gefeiert. Hirscher unternahm nur einzelne Ausflüge in den Speed-Bereich
PLATZ 1 - INGEMAR STENMARK (SCHWEDEN): Er ist und bleibt die absolute Nummer eins. Seine 86 Rennsiege scheinen unerreichbar. Vor allem in den technischen Disziplinen war er fast unschlagbar. Er hat die Konkurrenz nicht nur dominiert, die FIS hatte sogar mehrfach das Reglement geändert, um seine Seriensiege einzuschränken
Aber davon ließ sich der Schweiger nicht beirren. Er triumphierte drei Mal im Gesamt-Weltcup (1975/76, 1976/77, 1977/78) und holte in Lake Placid (1980) Gold im Riesenslalom und Slalom. Dazu kommen noch fünf WM-Titel. Wäre ihm 1984 wegen einer B-Lizenz nicht der Start bei Olympia wegen fehlendes Amateurstatus' verboten worden, hätte er wohl noch weiter an seinem Legendenstatus gearbeitet
Ski Alpin: Die besten Skifahrer der Geschichte im Ranking
Mit Marcel Hirscher beendet der erfolgreichste österreichische Skifahrer aller Zeiten seine Karriere. Elf WM-, drei Olympia-Medaillen und acht Gesamtweltcup-Siege sprechen für sich
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