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So sehen die Weltmeister von 1990 heute aus

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Die Weltmeister von 1990 treffen sich in der Toskana und lassen das Turnier in Italien wieder aufleben.
Erkennen sie jede der Legenden auf dem Gruppenfoto?
SPORT1 blickt auf die WM 1990 zurück und zeigt, was aus den WM-Helden von Rom geworden ist.
Franz Beckenbauer ist 1990 der Planer des Erfolgs als Teamchef. Legendär ist das Bild des innehaltenden Kaisers nach dem Triumph.
Kürzlich feiert der Ur-Münchener seinen 75. Geburtstag. Der Ehrenpräsident des FC Bayern lebt zurückgezogen in Österreich.
Da Franz Beckenbauer die Trainerlizenz fehlt, ist Holger Osieck (l.) der zweite Boss an der Seitenlinie.
Der heute 72-Jährige übernimmt verschiedene Vereine im In- und Ausland. Trainiert auch Australiens Nationalteam. Seit 2013 hat er keinen Job.
Bodo Illgner ist bei der WM die unangefochtene Nummer eins im Tor des DFB-Teams. Er steht die kompletten 660 Minuten zwischen den Pfosten.
Illgner arbeitet nach dem Karriereende als Experte und bietet sich erfolglos als Sportdirektor in der Bundesliga an. Versucht sich als Buchautor und lebt inzwischen in Florida, mit gelegentlichen Aufenthalten in Spanien.
Raimond Aumann (l.) kommt als Nummer zwei hinter Illgner zu keinem Einsatz in Italien. Der Bayern-Keeper schaut von der Bank aus zu.
Aumann beendet 1995 seine Karriere in der Türkei bei Besiktas Istanbul und wird Fanbetreuer beim FC Bayern. Heute ist er Direktor der Fan- und Fanclubbetreuung beim Rekordmeister.
Andreas Köpke (M.) ist nur der dritte Torhüter. Auszeichnen kann er sich nur im Training. Denn auch er steht keine Minute auf dem Platz.
Arbeitet nach dem Karriereende 1998 drei Jahre lang beim Vermarkter Ufa und ist seit 2004 Torwarttrainer der Nationalmannschaft. Er hat dort einen Vertrag bis 2022 und wäre dann 18 Jahre im Amt.
Klaus Augenthaler ist eine feste Größe im deutschen Team. Als Libero spielt er in allen sieben Partien und verpasst keine einzige Minute auf dem Feld.
Nach Stationen in Nürnberg, Leverkusen, Wolfsburg und Unterhaching bleibt Augenthaler seit 2011 ohne Trainerjob, von einem Intermezzo beim Landesligisten SV Donaustauf abgesehen. Seit 2017 ist er Jugendtrainer beim FC Bayern.
Auch Thomas Berthold (r.) ist unter Bundestrainer Franz Beckenbauer gesetzt. Der Abwehrspieler absolviert ebenfalls alle Spiele, wird lediglich zwei Mal ausgewechselt.
Berthold ist nach der aktiven Karriere von 2003 bis 2005 als Manager bei Fortuna Düsseldorf tätig. Heute ist er oft Gast im CHECK24 Doppelpass. 2020 gerät er wegen einer Rede bei der umstrittenen „Querdenker“-Demonstration in die Schlagzeilen.
Andreas Brehme erzielt in seinen sechs WM-Spielen drei extrem wichtige Treffer. Vor dem goldenen Tor im Finale gegen Argentinien vom Elfmeterpunkt trifft er auch im Achtelfinale gegen die Niederlande und zum wichtigen Ausgleich im Halbfinale gegen England.
Brehme trainiert später den 1. FC Kaiserslautern. Ein Posten als Co-Trainer beim VfB Stuttgart bleibt seine letzte Station im Profigeschäft. Danach als DFB-Botschafter tätig. Es tauchen oft Gerüchte hinsichtlich finanzieller Schwierigkeiten auf. 2017 wird er Berater von Vojvodina Novi Sad.
Guido Buchwald wird ebenfalls zum Dauerbrenner in Italien. Wie Illgner und Augenthaler absolviert auch er die maximale Einsatzzeit. Im Finale gegen Argentinien schaltet er als Sonderbewacher Diego Maradona aus.
Buchwald arbeitet erfolgreich in  Japan als Trainer und hat ein kurzes Gastspiel bei Alemannia Aachen. Von 2010-2013 Präsidiumsmitglied bei den Stuttgarter Kickers. Ab 2015 ist er Scout und Mitarbeiter für Internationalisierung auf dem asiatischen Markt beim VfB - ehe er 2019 zurücktritt.
Jürgen Kohler (l.) bringt es bei der Weltmeisterschaft auf vier Einsätze im DFB-Dress. Sein Meisterstück macht er im Achtelfinale gegen Oranje-Superstar Marco van Basten
Kohler übernimmt später die U21-Nationalmannschaft und wird Sportdirektor in Leverkusen. Nach einem Zwischenspiel beim MSV Duisburg unterklassig tätig. Bis 2020 ist er U19-Coach bei Viktoria Köln - übernimmt zum Saisonende 2019 interimsmäßig die Herren und vollendet den Aufstieg in die 3. Liga.
Für Hansi Pflügler (r.) reicht es immerhin für einen Einsatz. Im Gruppenspiel gegen Kolumbien darf der Abwehrspieler über 90 Minuten ran.
Pflügler spielt noch bis 45 in der Landesliga. Ab 1992 Abteilungsleiter "Outlets" beim FC Bayern, heute organisiert er die Traditionsmannschaft "FC Bayern Legends", ist als Botschafter und Trainer für den Rekordmeister unterwegs und betreibt eine Pension in seiner Heimatstadt Freising.
Defenisv-Allrounder Stefan Reuter (l.) bringt es in Italien auf vier Einsätze. Unter anderem darf er im letzten Gruppenspiel gegen Kolumbien ran
Steigt als Assistent der Unternehmensführung beim BVB ein. Übernimmt ab 2006 drei Jahre als Geschäftsführer bei 1860 München. Seit 2012 in selber Funktion erfolgreich beim FC Augsburg tätig.
Paul Steiner (r.) darf zwar jedesmal die Nationalhymne mitsingen - jedoch nur am Spielfeldrand. Er kommt bei der gesamten WM zu keinem Einsatz.
Steiner beendet seine Profi-Laufbahn kurz nach der WM. Ist von 1997 bis 2011 für die Videoanalyse bei Bayer Leverkusen und beim 1. FC Köln zuständig. Seitdem hat er im Fußball keinen Job mehr übernommen. Für Schlagzeilen sorgt er, als er in Köln einen Ladendieb überwältigt.
Uwe Bein (r.) bestreitet die ersten vier Spiele der DFB-Elf in der Startelf. Einmal darf der Mittelfeldspieler dabei ein Tor bejubeln - nämlich gegen die Vereinigten Arabischen Emirate
Bein wird 2005 für ein halbes Jahr Manager bei Kickers Offenbach. Seitdem ist er in den "Kidsactive"-Fußballschulen von Frank Mill tätig und ist Eintracht-Frankfurt-Botschafter. Seine Tochter ist mit Profi Danny da Costa verheiratet.
Günter Hermann steht sinnbildlich für den Feldspieler ohne WM-Einsatz - obwohl auch Steiner und Frank Mill nicht spielen. Am Ende darf er sich trotzdem Weltmeister nennen.
Hermann übernimmt 1996 in Osterholz-Scharmbeck ein Sportgeschäft und führt den VSK zwischen 2001 und 2014 von der Bezirksliga bis in die Oberliga. Ist von Mai 2014 bis Juni 2015 Trainer des Regionalligisten FC Oberneuland und seitdem dort Sportlicher Leiter.
Thomas Häßler schießt Deutschland mit seinem Tor gegen Wales erst zur WM in Italien. Dort ist er eine feste Größe und spielt auch im Finale gegen Argentinien durch
Nach seinem Karriereende 2004 in Österreich arbeitet er in Nigeria als Co und für den 1. FC Köln als Techniktrainer. Seit 2019 trainiert er den BFC Preußen in seiner Heimatstadt Berlin und ist Werbefigur eines Wettanbieters
Pierre Littbarski ist ebenfalls eine feste Größe im DFB-Team. Seine Bilanz bei der WM: Sechs Einsätze und ein Tor - gegen Kolumbien.
Littbarski arbeitet nach der aktiven Karriere erfolgreich im Ausland. In Deutschland bei seinen Stationen in Duisburg, Wolfsburg und Leverkusen weniger erfolgreich. Seit 2018 Markenbotschafter beim VfL Wolfsburg.
Lothar Matthäus ist der dritte Feldspieler, der keine WM-Minute verpasst. Mit vier Treffern wird er zudem Deutschlands erfolgreichster Torschütze. Die WM 1990 ist angefangen mit der Gala gegen Jugoslawien sein Turnier
Als Nationaltrainer unter anderem in Ungarn und Bulgarien aktiv. Heute ist Matthäus als TV-Experte tätig. In der Bundesliga darf er dagegen nie als Trainer arbeiten - wohl auch aufgrund seiner privaten Skandale.
Andreas Möller erlebt die WM vorrangig von der Seitenlinie aus. Für ihn reicht es lediglich für zwei Kurzeinsätze, unter anderem gegen Jugoslawien.
Als Spieler gewinnt Möller nahezu alles. Als Trainer jedoch nur unterklassig aktiv. Nach seinem Rücktritt als Manager von Kickers Offenbach im Jahr 2011 arbeitet er als Co-Trainer der ungarischen Nationalmannschaft. Kürzlich nimmt ihn der DFB in die Hall of Fame auf.
Olaf Thon (l.) darf 1990 bei zwei Spielen mitwirken. Im Halbfinale gegen England (Bild) trifft er schließlich den entscheidenden Elfmeter - und das "kühl bis ans Herz", so sagte es damals TV-Kommentator Dieter Kürten.
Als einer der "Eurofighter" ist Thon von 2005 bis 2008 Aufsichtsratmitglied bei Schalke 04. Trainiert ab 2010 eineinhalb Jahre den Fünftligisten VfB Hüls. Danach als Kolumnist und SPORT1-Experte tätig, ist regelmäßiger Gast im SPORT1-Fantalk. Fordert jüngst Joachim Löws-Rücktritt.
Der junge Jürgen Klinsmann absolviert alle Spiele bei der WM. Mit drei Toren hat er zudem maßgeblichen Anteil am Erfolg des DFB-Teams. Vor allem das Achtelfinale gegen die Niederlande ist nach Rudi Völlers Platzverweis sein Spiel.
Klinsmann übernimmt 2004 das DFB-Team und legt den Grundstein für das "Sommermärchen" bei der Heim-WM 2006. 2011 bis 2016 ist er Nationaltrainer der USA. Im November 2019 steigt er im Aufsichtsrat bei Hertha BSC Berlin ein, übernimmt wenig später auch als Trainer und schmeißt alle Posten im Februar hin.
Frank Mill (r.) ist einer von drei Feldspielern, die keine Minute auf dem Feld stehen. Die einzigen Zweikämpfe führt er im Training oder beim Laktattest.
Mill wird 1996 Manager bei Fortuna Düsseldorf, muss aber nach nur einer Saison wieder gehen. Gründet und leitet danach die Fußballschule "Kidsactive".
Karl-Heinz Riedle muss sich bei der WM hauptsächlich mit der Joker-Rolle zufrieden geben. Bei seinen vier Einsätzen kommt er drei Mal von der Bank. Im Halbfinale gegen England verwandelt er einen Elfmeter.
Riedle arbeitet nach der aktiven Karriere als Sportchef, unter anderem bei Grashopper Zürich. Findet zudem Erfolg als Geschäftsmann. Er betreibt ein Hotel im Allgäu, leitet ein Fußball-Camp sowie eine Sport- und Eventagentur.
Rudi Völler gehört in Italien zu den Leistungsträgern, holt im Endspiel auch den entscheidenden Elfmeter raus. "Tante Käthe" erzielt drei Turniertreffer und fehlt nur im Viertelfinale rotgesperrt- nach dem Spuck-Eklat um Frank Rijkaard.
Völler wird 2000 Teamchef der Nationalmannschaft und 2002 Vize-Weltmeister - in Erinnerung bleibt aber auch sein "Weißbier-Ausraster" auf Island. Von 1996 bis 2018 mit Unterbrechungen als Sportdirektor in Leverkusen tätig und seitdem Geschäftsführer.
So sehen die Weltmeister von 1990 heute aus
Die Weltmeister von 1990 treffen sich in der Toskana und lassen das Turnier in Italien wieder aufleben.
@Twitter/@J_Klinsmann
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