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Transfermarkt: Die kuriosesten Beinahe-Transfers der Bundesliga

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Das Transferfenster öffnet am 1. Juli und wird wieder für einige spektakuläre Deals sorgen. Doch nicht immer klappt jeder angedachte Transfer - aus unterschiedlichen Gründen. SPORT1 stellt die kuriosesten Beinahe-Deals vor
MARCELO: Der Brasilianer ist längst eine Legende bei Real Madrid und holte mit den Königlichen bereits zahlreiche Titel. Doch wer weiß, wie seine Karriere verlaufen wäre, wenn er 2006 zum HSV gewechselt wäre. "Ich habe mich mit Marcelo und seinem Vater in Rio getroffen'', erinnerte sich Dietmar Beiersdorfer zurück
Doch der Klub wollte die Ablöse für den Verteidiger von Fluminense Rio de Janeiro nicht zahlen. ''Damals haben wir uns noch schwergetan, eine mittlere Millionen-Summe für einen jungen Linksverteidiger auszugeben", erklärte Beiersdorfer. So ging Marcelo für 6,5 Millionen Euro zu Real - der Rest ist Geschichte
GARETH BALE: Der HSV ließ sich einen weiteren Topstar entgehen. 2008 wollte der damalige HSV-Trainer Martin Jol den Waliser an die Elbe holen, nachdem er ihn zuvor bei den Tottenham Hotspur trainierte. ''Die Spurs boten mir Bale an, als ich nach Hamburg gegangen bin'', sagte er dem englischen Radiosender "Talksport"
Schlappe sieben Millionen Euro verlangten die Spurs damals für den 18-Jährigen. Doch dieser Preis war den Norddeutschen zu teuer. Zum Glück für Tottenham, denn 2013 verkauften sie Bale für 101 Millionen Euro an Real Madrid
KAKÁ: 2002 wäre der brasilianische Superstar beinahe in der Bundesliga gelandet. Bayer Leverkusen beobachtete den Mittelfeldspieler bei einem U21-Turnier und war beeindruckt. Laut Kaká gab die Werkself ein konkretes Angebot ab
Doch der FC Sao Paulo lehnte die Offerte ab. Ein Jahr später wechselte er zum AC Mailand, wo er zum Weltfußballer wurde. Inzwischen hat er seine Karriere beendet
RONALDO: Der frühere Weltklasse-Stürmer wäre 1994 fast beim VfB Stuttgart gelandet. Der damalige A-Jugendtrainer Ralf Rangnick flog nach Brasilien und war begeistert vom damaligen Ausnahmetalent mit gerade einmal 17 Jahren
Ronaldos damaliger Verein, Cruzeiro Belo Horizonte, forderte fünf Millionen Euro - zu viel Geld für die klammen Schwaben. Stattdessen wechselte Ronaldo zur PSV Eindhoven und begann dort eine absolute Weltkarriere
PETR CECH: Auch der tschechische Weltklasse-Keeper wäre fast in der Bundesliga gelandet. 2001 absolvierte er mit 18 Jahren ein Probetraining bei Werder Bremen und hinterließ einen bleibenden Eindruck
Doch den Verantwortlichen um Manager Klaus Allofs war die aufgerufene Ablösesumme von 600.000 Euro zu hoch. So machte Cech drei Jahre später beim FC Chelsea Karriere und wurde zu einem der besten Keeper aller Zeiten
RONALDINHO: 2001 war der spätere Superstar noch bei Gremio Porto Alegre unter Vertrag, als Borussia Dortmund bei ihm anfragte. Doch der Youngster lehnte ab. Begründung: "Der Sprung nach Dortmund wäre mir dann doch etwas zu groß gewesen"
Stattdessen ging er zu Paris Saint-Germain, die damals noch ein Schattendasein fristeten und wurde schließlich beim FC Barcelona zum Weltstar
MICHAEL ESSIEN: 2002 war der VfL Wolfsburg auf der Suche nach einem Spieler für das defensive Mittelfeld und lud den 19-Jährigen Michael Essien ein. Der Ghanaer konnte die Verantwortlichen dabei überzeugen
Allerdings wollten die Wölfe nicht so viel Geld ausgeben und holten stattdessen Pablo Thiam. Essien wurde derweil bei seinen Stationen in Lyon und vor allem beim FC Chelsea zu einem der besten Fußballer in der Geschichte Afrikas
ALEXANDRE PATO: Bereits mit 16 Jahren galt der Brasilianer als absolutes Mega-Talent und rief auch den damaligen Hertha-Manager Dieter Hoeneß auf den Plan. Allerdings platzte der Deal nach langen Verhandlungen
Hertha wollte, laut Hoeneß, "einen solchen Vorgriff auf die Zukunft" für drei Millionen Euro nicht wagen. Stattdessen ging er zum AC Mailand, wo er vier Jahre später das Elffache wert war
MICHEL PLATINI: Als 19 Jahre altes Talent vom AS Nancy wurde Platini 1976 zum Probetraining bei Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken eingeladen. Das Urteil des damaligen FCS-Trainers Slobodan Cendic fiel deutlich aus: "Zu schmächtig, nix für uns"
Jahre später reifte er bei Juventus Turin zum Weltklassespieler und wurde nach seiner aktiven Laufbahn sogar UEFA-Präsident. Wegen zahlreicher Verwicklungen in Korruptionsaffären sperrte ihn die Ethikkomission der UEFA aber für mehrere Jahre. Apropos: Saarbrücken spielt inzwischen in der Regionalliga
PELÉ: 1964 war der spätere Weltfußballer noch nicht wirklich bekannt. Aber Bundesliga-Aufsteiger Hannover 96 wurde bei der Suche nach Verstärkungen auf ihn aufmerksam
Leider war Pelé aber verhindert, weil der brasilianische Staat ihm den Wechsel nach Europa und ins Ausland verboten hatte
Transfermarkt: Die kuriosesten Beinahe-Transfers der Bundesliga
Das Transferfenster öffnet am 1. Juli und wird wieder für einige spektakuläre Deals sorgen. Doch nicht immer klappt jeder angedachte Transfer - aus unterschiedlichen Gründen. SPORT1 stellt die kuriosesten Beinahe-Deals vor
@SPORT1-Montage: Getty Images/Imago
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