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US Masters in Augusta: Das verrückteste Golf-Turnier der Welt

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Jedes Jahr im April trifft sich die Golf-Elite in Augusta im US-Bundesstaat Georgia und spielt das legendäre Masters. Das Major-Turnier ist keine Sportveranstaltung wie jede andere. Verrückte Regeln und Traditionen prägen das Event
2019 ist auch Superstar Tiger Woods wieder mit von der Partie. Woods selbst kennt den Platz in Augusta wie kaum ein anderer im Teilnehmerfeld und zählt auch dieses Jahr zu den Favoriten beim ersten Major-Turnier des Jahres. SPORT1 zeigt, wie irre Augusta ist
Die wahrscheinlich bekannteste Tradition in Augusta: Das grüne Jacket für den Gewinner. Der letztjährige Sieger streift es traditionell dem neuen Champion über. 2018 hatte Sergio Garcia aus Spanien die Ehre, den US-Amerikaner Patrick Reed einzukleiden
Jack Nicklaus (r.) war der erste Spieler, der das Masters zweimal in Folge gewinnen konnte und zog sich das Jacket somit selbst an. Erstmalige Gewinner dürfen es ein Jahr lang behalten, dann wird es im Klubhaus aufbewahrt
In diesem hat der Sieger des Vorjahres traditionell seine eigene Umkleidekabine
Die Mitgliedschaft im Augusta National Golf Club ist heiß begehrt. Sie ist begrenzt auf rund 300 Mitglieder. Neue Bewerber müssen von Mitgliedern vorgeschlagen werden und nur wenn ein aktuelles Mitglied stirbt oder austritt, wird ein neues aufgenommen.  Microsoft-Milliardär Bill Gates wartete lange und durfte 2002 endlich in den Klub
Ein weiteres Privileg für den Sieger: Er darf das Turnier mit dem ersten Schlag eröffnen
Und: Er richtet das Champions Dinner für alle bisherigen Masters Gewinner aus. Bei dem Festessen bestimmt der Gewinner des Vorjahres die Speisekarte. Charl Schwartzel entschied sich 2011 für ein Braai-Barbecue aus seiner Heimat Südafrika. Dem Champ steht auch eine Mannschaft von Spitzenköchen zur Verfügung. Der Deutsche Bernhard Langer ließ 1986 Wiener Schnitzel auftischen
Apropos Essen: Auch die Fans werden in Augusta bestens versorgt. Und das zu unschlagbaren Preisen
Normalerweise versuchen die Veranstalter von Sportevents bei der Verpflegung richtig Kasse zu machen. Anders beim Masters. Hier gibt es Essen und Trinken zu Spottpreisen. So kosten Softdrinks nur einen Dollar und ein Chicken-Sandwich nur 2,50 Dollar. Pommes Frites waren allerdings nie im Angebot, weil der erste Geschäftsführer des Clubs, Clifford Roberts, sie für ungesund hielt
Nicht nur deshalb strömen die Fans jedes Jahr in Massen nach Augusta. Es gibt ja auch Golf der Spitzenklasse zu sehen. Der Klub ist aber streng in Sachen Fans: Tickethändler vor dem Gelände wurden schon von der Polizei festgenommen. Für die Tickets muss man sich schon Monate im Voraus bewerben und dann wird ausgelost
Smartphones und Tablets sind auf dem Kurs streng verboten. An den Toren gibt es Taschenkontrollen
Nur in einem kleinen Bereich ist es gestattet, sich Autogramme von den Stars zu holen
Das Masters in Augusta ist das einzige Major, das immer auf dem gleichen Platz gespielt wird. Die spielentscheidenden Bahnen sind dabei die 11, 12 und 13 - die sogenannte Amen Corner
Der Rasen auf dem Gelände wird penibel gepflegt. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden dafür keine Rasenmäher eingesetzt. Eine Kuhherde sorgte dafür, dass der Rasen immer getrimmt war
Überall auf dem Platz blühen die buntesten Blumen. Dabei schummeln die Gärtner aber auch ein wenig
Oft wird Hand angelegt und Blumen einzeln mit Farbe angesprüht, damit sie noch besser aussehen
US-Präsident Eisenhower hatte hier sogar lange einen nach ihm benannten Baum (Bild). Während seiner Amtszeit kam er oft nach Augusta, konnte sich jedoch nie mit einer Pinie am Loch 17 anfreunden, an der sein Ball immer landete. Erst 2014 fiel der Baum einem Eissturm zum Opfer
Noch so eine verrückte Tradition: Die Caddies der Stars müssen einen weißen Jumpsuit und ein grünes Baseballcap tragen
Beim legendären Par-3-Contest haben die Profi-Caddies eine Pause. Dann übernehmen nämlich die Kinder der Golfer deren Aufgabe
Und die Kids sind mit voller Sache dabei
2013 ging auch schon einmal Tennisstar Caroline Wozniacki für ihren Ex-Verlobten Rory McIllroy als Caddie mit auf die Runde
Auch sehr beliebt bei den Fans: An Loch 16 lassen die Golfer den Ball über das Wasserloch springen. Martin Kaymer schaffte so sogar schon einmal ein spektakuläres Hole-In-One
Für so ziemlich alles gibt es in Augusta eine Trophäe: Der Spieler, der an einem Tag die wenigsten Schläge benötigt, bekommt eine Kristallvase. Für ein Hole-In-One oder Double Eagle gibt eine eine große Kristallschüssel, für einen Eagle einen Kristallkelch
Auch wenn die Golfer modisch recht konservativ unterwegs sind, gibt es immer wieder Farbtupfer. So wie hier Jordan Keegan, der 2017 mit auffälligen Michael-Jordan-Schuhen auflief
Der Sieger des Masters - im vergangenen Jahr war es der US-Amerikaner Patrick Reed (Bild) - darf einen kleinen Pokal in Form des Augusta-Clubhauses mit nach Hause nehmen und erhält ein lebenslanges Startrecht sowie jedes Jahr eine Einladung zum Champions Dinner
US Masters in Augusta: Das verrückteste Golf-Turnier der Welt
Jedes Jahr im April trifft sich die Golf-Elite in Augusta im US-Bundesstaat Georgia und spielt das legendäre Masters. Das Major-Turnier ist keine Sportveranstaltung wie jede andere. Verrückte Regeln und Traditionen prägen das Event
@SPORT1-Grafik: Getty Images
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