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US Open: Serena Williams rastet im Finale gegen Naomi Osaka aus - die Bilder

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So hatte sich Serena Williams das Finale der US Open nicht vorgestellt. Überraschend verlor die 23-fache Grand-Slam-Siegerin bei ihrem Heimspiel in Flushing Meadows gegen Außenseiterin Naomi Osaka mit 2:6, 4:6
Doch auch ohne Sieg schaffte es Williams, die Schlagzeilen zu bestimmen und sorgte durch mehrere verbale Ausraster für einen echten Eklat. SPORT1 zeigt die Bilder des denkwürdigen Finals
Alles begann damit, dass die frühere Nummer eins in der Frühphase des zweiten Satzes eine Verwarnung erhielt, weil ihr Schiedsrichter Carlos Ramos unerlaubtes Coaching unterstellte
Das Regelwerk besagt, dass Spielerinnen während Ballwechseln keine Infos von ihren Trainern (im Bild Williams-Coach Patrick Mouratoglou) erhalten dürfen.
Williams konnte die Anschuldigungen nicht fassen und beschimpfte Ramos daraufhin lautstark. "Ich betrüge nicht, um zu gewinnen. Da verliere ich lieber."  Der Beginn einer sich fortsetzenden Fehde
Die Partie wurde nach der kurzen Unterbrechung zwar normal fortgesetzt, allerdings sah man Williams an, wie sehr ihr der Konflikt zu schaffen machte. Als sie nach einem Break umgehend das Re-Break kassierte, schnappte sich die US-Amerikanerin ihren Schläger, holte aus...
und schmetterte ihr Spielgerät mit aller Kraft auf dem Boden. Keine kluge Entscheidung...
Der neuerliche Ausraster brachte der 36-Jährigen ihre zweite Verwarnung ein - gleichbedeutend mit einem Punktverlust. Dies brachte sie weiter in Wallung. "Du hast mir einen Punkt gestohlen, du bist auch ein Dieb", schrie sie
Doch wer meint, die Williams-Show sei damit beendet gewesen, der täuscht sich. Nach dem 6:2, 4:3 aus der Sicht von Osaka regte sie sich beim Seitenwechsel erneut auf und wurde von Ramos ein drittes Mal verwarnt. Das hatte zur Folge, dass sie gleich ein komplettes Spiel abgezogen bekam. Osaka lag nun 5:3 vorne - Williams' Gesichtsausdruck wankte zwischen konsterniert und fassungslos
Williams ließ die Oberschiedsrichter auf den Court kommen und versuchte bei diesen ihr Glück, dass diese die vermeintliche Ungerechtigkeit regeln würde, blieb damit aber erfolglos.  "Du bist ein Lügner, du wirst niemals mehr ein Spiel von mir leiten", warf die US-Amerikanerin dem Unparteiischen unter anderem an den Kopf
Dann brach die sechsmalige Turniersiegerin gar in Tränen aus und stotterte: "Das ist nicht fair, das ist nicht fair. Nur, weil ich eine Frau bin".
Nach dem Spiel zeigte Williams dann aber wieder, dass sie nicht umsonst zu den Größten ihres Sports gehört
Weil das Publikum - das größtenteils auf ihrer Seite gestanden hatte - nicht ganz nachvollziehen konnte, was vor sich ging, musste sich Osaka bei der Siegerehrung lautstarke Buhrufe anhören - wenngleich diese wohl nicht explizit ihr galten
Williams tröstete die völlig aufgelöste Japanerin und richtete sich an die Fans. "Das ist der größte Erfolg ihrer Karriere, jetzt wird nicht mehr gebuht! Wir alle müssen das positiv sehen"
So konnte Osaka am Ende voller Stolz ihren ersten Grand-Slam-Titel bejubeln. Zugleich war es der erste Grand-Slam-Einzelerfolg einer Japanerin
Später gab Williams-Coach Mouratoglou beim US-Sender "ESPN" zu: "Ich habe gecoacht." Allerdings habe seine Spielerin die Hinweise nicht bekommen. "Der Star der Show war wieder einmal der Schiedsrichter", ergänzte er bei Twitter
Obwohl ihr Trainer das Coaching zugegeben hatte, blieb Williams bei der Pressekonferenz bei ihrer Darstellung. "Ich habe andere Männer gesehen, die andere Dinge zu anderen Schiedsrichtern gesagt haben", erklärte sie. "Ich habe ihn als Dieb bezeichnet, weil er mir ein Spiel weggenommen hat, das fühlt sich für mich sexistisch an. Einem Mann hätte er dafür nie ein Spiel weggenommen"
US Open: Serena Williams rastet im Finale gegen Naomi Osaka aus - die Bilder
So hatte sich Serena Williams das Finale der US Open nicht vorgestellt. Überraschend verlor die 23-fache Grand-Slam-Siegerin bei ihrem Heimspiel in Flushing Meadows gegen Außenseiterin Naomi Osaka mit 2:6, 4:6
@Getty Images
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