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Oliver Kahn wird 50, hinter ihm liegt eine große Karriere, in der seine größten und seine schmerzhaftesten Momente oft dicht beieinander waren. Bilder seiner Laufbahn.
Der ganz junge Oliver Kahn im Alter von 18 Jahren -  zu seinen Anfangszeiten bei seinem Heimatverein Karlsruher SC
Am 27. November 1987 gab er nach der Verletzung von Stammtorhüter Alexander Famulla sein Bundesliga-Debüt - und entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren zu einem der besten jungen Keeper in Deutschland
Mit Kahn im Tor erlebte der KSC seine besten Zeiten, wurde 1993 und 1994 zweimal achtbarer Sechster in der Bundesliga, nicht zu vergessen auch das UEFA-Pokal-Wunder im Wildpark 1993 mit dem 7:0 gegen den FC Valencia
In den erweiterten Kreis der DFB-Torhüter rückte Kahn 1993, bei der WM 1994 reiste er als dritter Torwart hinter Bodo Illgner und Andreas Köpke mit nach Amerika
Die Entwicklung entging den Großmächten der Branche natürlich nicht: 1994 wechselte Kahn für die damalige Rekord-Ablösesumme für einen Schlussmann von 4,6 Millionen D-Mark zum FC Bayern München
Im selben Jahr wurde er erstmals zum besten Bundesliga-Torhüter gewählt. Die Auzeichnung übergab ihm sein langjähriger KSC-Trainer Winfried Schäfer (l.)
Was in den nächsten 14 Jahren folgte, waren gleich reihenweise Titel und Erfolge
1996 kam der erste internationale Titel: Kahn wurde mit den Bayern UEFA-Cup-Sieger
Eine weniger schöne Erinnerung: Die Last-Minute-Niederlage im Champions-League-Finale 1999 gegen Manchester United - aus der aber nicht nur Kahn die Motivation zog, zwei Jahre später zum großen Wurf auszuholen
In seinem zweiten Finale der "Königsklasse" hielt Kahn 2001 im Elfmeterschießen gegen den FC Valencia drei Elfmeter
Für Kahn war es das Prunkstück seiner Sammlung, die am Ende seiner Karriere auch acht Meistertitel und sechs Pokalsiege umfasste
Neben seinen sportlichen Erfolgen sorgte auch seine polarisierende Persönlichkeit beständig für Aufsehen
In der Saison 1998/99 sorgte er im Spiel bei Borussia Dortmund für gleich zwei Eklats: Erst ging er Dortmunds Heiko Herrlich an die Gurgel
Danach setzte er zum fulminanten Kung-Fu-Tritt gegen Herrlichs Sturmpartner Stephane Chapuisat an
Auch der Leverkusener Thomas Brdaric zählte zu seinen "Opfern": "Ich hatte Todesangst, als ich die Pranke von Kahn in meinem Nacken spürte", gestand Brdaric
Mit den gegnerischen Fans lieferte sich Kahn über die Jahre so manche Auseinandersetzung
Ein häufiges Bild: Kahn entfernt Bananen aus dem Strafraum, eine Standard-Beleidigung gegnerischer Fans, die damit sagen wollte, dass Kahn sie in seinem Auftreten an einen Affen erinnerte. Kahn wandelte die negative Energie aber immer wieder in Motivation um, es seinen Kritikern zu zeigen. Weiter, immer weiter
Mit der Nationalmannschaft, für die Kahn seit 1998 als Nummer 1 im Tor stand, erlebte Kahn bei der WM 2002 in Japan und Südkorea seinen Höhepunkt - und zugleich einen seiner bittersten Momente. Mit fantastischen Leistungen war er Schlüssel zum Finaleinzug des eigentlich nicht so hoch gehandelten deutschen Teams
Das Finale gegen Brasilien verlor Deutschland dann allerdings mit 0:2 - und ausgerechnet Titan Kahn spielte eine unglückliche Rolle
Kahn verschuldete mit einem kapitalen Fehlgriff das 0:1 durch Brasiliens Superstar Ronaldo, wovon sich das DFB-Team nicht erholte
Ein Foto, das um wie Welt ging: Kahn lehnt nach dem verlorenen WM-Finale gegen die "Selecao" untröstlich am Pfosten
Bei der Rückkehr nach Deutschland wird Kahn in Frankfurt dennoch als Held empfangen - die Fans wussten, was sie ihm zu verdanken hatten
Nach der missratenen EM 2004 erlebt Kahn dann aber einen doppelten Tiefschlag: Der neue Bundestrainer Jürgen Klinsmann setzt ihn als DFB-Kapitän ab - und ruft mit Blick auf die Heim-WM 2006 einen offenen Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann aus. Ein Konkurrent, mit dem Kahn sich nicht gut versteht. Gar nicht gut ...
"Ich wüsste nicht, was wir reden sollen. Ich habe keine 24-jährige Freundin. Ich habe ein anderes Leben", stichelte Lehmann Anfang 2004, noch in der Ära des Klinsmann-Vorgängers Rudi Völler gegen Kahn
Kahns Antwort: "Er kann nicht damit umgehen, dass er die Nummer zwei ist. Er kann das nicht verkraften. Deswegen verlässt er jetzt wahrscheinlich den Boden des guten Geschmacks. Ich bin bis zur WM 2006 die Nummer eins in der Nationalmannschaft, und er muss das akzeptieren"
Bis zum Schluss scheint Kahn nicht mal den Gedanken zuzulassen, dass er den von Klinsmann ausgerufenen Konkurrenzkampf verlieren könnte. Aber er verliert ihn. Böse Zungen sagen: Er konnte ihn auch nicht gewinnen.
Im April 2006 verkündet Klinsmann: Lehmann ist seine Nummer 1. Als Grund gilt vor allem: Lehmann wird als besserer "spielender Torhüter" gesehen, der vor allem im Strafraum agierende Kahn als Vertreter alter Zeiten, die Klinsmann und sein damaliger Assistent Joachim Löw hinter sich lassen wollten
Nicht mehr ganz passend daher auch: Diese große WM-Werbung über der Autobahn zum Münchener Flughafen
Kahn ist geschockt, die Fußball-Nation spekuliert über seinen Rücktritt aus dem DFB-Team, letztlich aber verkündet er, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen und als Nummer 2 zur Verfügung zu stehen
Noch ein Bild, das um die Welt ging: Beim Viertelfinalsieg gegen Argentinien herzt Kahn den Rivalen Lehmann und gewährt ihm vor dem Elfmeterschießen moralische Unterstützung- Lehmann sorgt dann auch für den Halbfinal-Einzug
Im Spiel um Platz 3 gegen Portugal durfte Kahn noch einmal ran - und beendete nach seinem 86. Länderspiel wie erwartet seine Karriere. Unabhängig davon, wie man seine Ausbootung sah: Sein selbstloser Umgang damit bescherte ihm noch mehr Sympathien, er zeigte eine Seite von sich, die ihm nicht jeder zugetraut hatte
Kahn und Lehmann (vertreten von Gattin Conny) erhielten für ihre Aussöhnung als kleine Dreingabe den Sport-Bambi. "Oliver Kahn und Jens Lehmann sind ein Vorbild dafür, wie der Kampf um eine gemeinsame Sache über persönliche Rivalität siegen kann", begründete die Jury die Entscheidung.
Zwei Jahre danach zieht Kahn mit einem Abschiedsspiel des FC Bayern gegen die Nationalelf in der Allianz-Arena den endgültigen Schlussstrich
Auch nach seiner Karriere blieb Kahn präsent, legte direkt als TV-Experte im ZDF los. Nebenbei bildete er sich weiter, studierte Sportmanagement und startete diverse Business-Aktivitäten. Er wandelte sich vom heißblütigen Keeper zum souveränen Weltmann
Privat ist Oliver Kahn seit 2011 nach ein paar unruhigen Jahren mit Model Svenja Kögel verheiratet, mit der er zwei gemeinsame Kinder hat - zwei weitere gingen aus der ersten Ehe mit Simone hervor
In nicht allzu ferner Zukunft soll er seine größte Aufgabe nach der Karriere anpacken - als kommender Vorstands-Boss des FC Bayern. Die jetzige Führungsriege um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge will ihn als Rummenigges Nachfolger aufbauen. Man darf gespannt sein, ob ihm die großen Schuhe passen
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Oliver Kahn wird 50, hinter ihm liegt eine große Karriere, in der seine größten und seine schmerzhaftesten Momente oft dicht beieinander waren. Bilder seiner Laufbahn.
@Getty Images
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