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SG Flensburg-Handewitt v THW Kiel - PIXUM Supercup 2019
Die SG Flensburg-Handewitt holte sich den Supercup gegen den THW Kiel © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
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Die SG Flensburg-Handewitt ringt den THW Kiel nieder und gewinnt den DHB Supercup. Die Entscheidung fällt erst im 7-Meter-Werfen.

Erster Rückschlag für den THW Kiel und seinen neuen Trainer Filip Jicha: Der Pokalsieger unterlag Meister SG Flensburg-Handewitt im Supercup allerdings erst im Siebenmeterwerfen mit 3:4. Nach 60 Minuten stand es 28:28 (13:14). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Für Flensburg war es nach 2000 und 2013 der dritte Triumph bei der stimmungsvollen Saison-Ouvertüre. Kiel bleibt mit neun Erfolgen aber Rekordsieger.

"Drei Titel in zwei Jahren ist schon okay", sagte SG-Trainer Maik Machulla bei Sky Sport News HD: "Ich freue mich, dass wir mit einem positiven Gefühl nach Hause fahren. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, am Ende haben wir glücklich gewonnen."

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Sein Gegenüber Jicha war enttäuscht: "Die Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden. Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen", sagte der langjährige THW-Profi.

Golla ist bester Flensburger Werfer

Bester Flensburger Werfer vor 9713 Zuschauern in Düsseldorf war Johannes Golla mit acht Toren. Für den deutschen Rekordmeister erzielten Niclas Ekberg, Magnus Landin und Domagoj Duvnjak im 100. Landesderby der beiden Klubs jeweils fünf Treffer.

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Der ehemalige Welthandballer Jicha trat im Sommer die Nachfolge des legendären Alfred Gislason an. Der klare Auftrag des Tschechen lautet: Den ruhmreichen THW zurück auf den deutschen Handball-Thron und zur ersten Meisterschaft seit 2015 führen.

Dass dies kein Selbstläufer wird, merkten die Kieler am Mittwochabend im ISS Dome. 

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Flensburg begann konzentriert und warf beim 4:2 eine Zwei-Tore-Führung heraus (6.). Beide Mannschaften schenkten sich nichts, es ging hart zur Sache. In der ersten Viertelstunde verhängte das Schiedsrichter-Duo Schulze/Tönnies bereits fünf Zeitstrafen.

Die Kieler kamen allmählich besser ins Spiel und gingen durch Harald Reinkind beim 7:6 (14.) erstmals in Führung. Es begann die stärkste THW-Phase im ersten Durchgang, die Nationalspieler Patrick Wiencek mit zwei Treffern zum 11:8 (20.) krönte.

Zebras oftmals unkonzentriert

In der Folge schlichen sich unter den Augen von Ex-Coach Gislason aber wieder einige Unkonzentriertheiten ins Spiel der Zebras ein. Die SG, die in Abwehrchef Tobias Karlsson (Karrierende) und Weltmeister Rasmus Lauge (Veszprem) zwei Leistungsträger verloren hat, bestrafte die Kieler Nachlässigkeiten eiskalt und ging mit einem knappen Vorsprung in die Pause.

Flensburg erwischte auch im zweiten Durchgang den besseren Start und zog durch zwei Treffer von Hampus Wanne auf 16:13 davon (33.). Der THW zeigte sich unbeeindruckt und glich mit drei Toren in Serie wieder aus (36.).

Spannendes Spiel bis hin zum Siebenmeterwerfen

Die Führung wechselte nun hin und her, es entwickelte sich eine packende Schlussphase mit einem Krimi im Siebenmeterwerfen - das bessere Ende hatte Flensburg.

Die 54. Saison der Handball-Bundesliga startet am Donnerstag mit drei Spielen. Kiel und Flensburg sind erst am Sonntag gefordert.

Der THW erwartet Altmeister Frisch Auf Göppingen. Die SG, die Trainer Maik Machulla zuletzt zu zwei Meisterschaften in Folge führte, gastiert bei der MT Melsungen.

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