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BVB-Präsident Reinhard Rauball leidet mit den Dortmunder Handballerinnen
BVB-Präsident Reinhard Rauball leidet mit den Dortmunder Handballerinnen © Getty Images
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Anders als bei den Männern wird in der Frauen-Bundesliga kein Meistertitel vergeben. Borussia Dortmund fühlt sich betrogen, Präsident Rauball äußert harsche Kritik.

Anders als bei den Männern gibt es in der abgebrochenen Handball-Bundesliga der Frauen 2020 keinen deutschen Meister. Diese Entscheidung hatte die HBF am Dienstag getroffen.

Spitzenreiter Borussia Dortmund fühlt sich durch den Beschluss um den Titel beraubt. BVB-Präsident kritisierte die Entscheidung nun mit scharfen Worten.

"Dass es bei den Männern einen Meister gibt und bei den Damen die Saison abgebrochen wird, hat schon die Anzeichen einer Diskriminierung. Der Sport wird hier mit Füßen getreten. Unsere Damen tun mir sehr leid", sagte Rauball der Bild.

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Auch BVB-Spielerin Kelly Dulfer reagierte, deutete gar Sexismus an, indem sie via Social Media vielsagend postete: "Wäre ich ein Mann, wäre ich jetzt deutscher Meister".

Champions-League-Ticket als Trost für BVB

Maßgeblich für die Entscheidung sei nach Mitteilung der HBL, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war und auch das Rückspiel zwischen dem Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim und Spitzenreiter Borussia Dortmund noch ausstand.

Allerdings wären auch bei den Männern der Zweite Flensburg und Tabellenführer Kiel im Spitzenspiel noch aufeinander getroffen.

Der Verband hatte die Saison wegen der Coronakrise am 18. März nach 18 von 26 Spieltagen abgebrochen.

Kleiner Trost für Dortmund: Die BVB-Damen erhalten mit einem Punkt Vorsprung zumindest das einzige Champions-League-Ticket für die kommende Spielzeit. Die dahinter liegenden Teams aus Bietigheim und von der TuS Metzingen qualifizieren sich für die European Handball League (EHL).

DHB-Pokal auf späteren Termin verschoben

Zur Ermittlung der Tabellenpositionen wurde auf Grundlage des Bundesratsbeschlusses des Deutschen Handballbundes (DHB) die Abbruchtabelle unter zu Hilfenahme der Quotientenregelung (Pluspunkte geteilt durch Anzahl der Spiele mal 100) herangezogen. 

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Absteiger wird es keine geben, aus der 2. Bundesliga steigen der Erstplatzierte HL Buchholz 08-Rosengarten sowie der sich auf dem Relegationsplatz befindliche Tabellenzweite SV Union Halle-Neustadt auf. Damit wird die Eliteklasse für die kommende Spielzeit auf 16 Teams aufgestockt, was durch einen vermehrten Abstieg für die Saison 2021/22 wieder ausgeglichen werden soll. 

Die Endrunde des diesjährigen DHB-Pokals soll zudem auf die zweite Jahreshälfte verschoben werden. In der kommenden Saison wird der Pokalwettbewerb schließlich nur mit Teams aus der 1. und 2. Bundesliga gespielt. Da einige Landespokale nicht zu Ende gespielt wurden, müssen die normalerweise qualifizierten Sieger der Landespokale ein Jahr pausieren.

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