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Handball-EM Frauen: Spanien - Deutschland LIVE im TV, Stream, Ticker Für Emily Bölk und das DHB-Team zählt gegen die Niederlande nur ein Sieg
Zum Auftakt der Hauptrunde trifft das DHB-Team auf Spanien © Getty Images
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Nach der erfolgreichen Vorrunde bei der Handball EM in Frankreich, trifft das DHB-Team zum Auftakt der Hauptrunde auf Spanien. Die Aussichten sind gut, sogar das Halbfinale ist möglich.

Beim Check-In am Flughafen herrschte gelöste Stimmung. Mit dem Hauptrunden-Ticket in der Tasche und einer Menge Lust auf mehr bestiegen die deutschen Handballerinnen den Charterflieger zu ihrer nächsten EM-Station. Nach der bestandenen Nervenprobe gegen Tschechien ist für Torjägerin Emily Bölk und Co. in Nancy nun sogar das Halbfinale möglich.

Zum Auftakt der Hauptrunde trifft das DHB-Team am Freitag auf Spanien (Handball EM: Spanien - Deutschland ab 18 Uhr im LIVETICKER).

DHB-Frauen ohne Druck

"Wir fahren dorthin, um weiter zu siegen, spielen aber völlig ohne Druck, denn wir haben unser Ziel schon erreicht", gab Bundestrainer Henk Groener die Marschroute für die Hauptrunde aus. Und Rückraumspielerin Bölk meinte vor dem Start in Teil zwei des EM-Abenteuers am Freitag gegen Spanien: "Wir können frei aufspielen. Utopisch ist nichts."

Druck gibt es beileibe keinen mehr für die junge Auswahl des Deutschen Handballbundes. Doch die starke Vorrunde mit Siegen zum Auftakt gegen Titelverteidiger Norwegen (33:32) und im "Endspiel" gegen Tschechien (30:28) weckt Begehrlichkeiten - und eröffnet alle Chancen für die zweite Turnierphase, in der sich die beiden besten Teams für das Halbfinale qualifizieren.

Handball EM: Machbare Gegner in Hauptrunde

Spanien und Ungarn, bei der letzten EM auf Platz elf und zwölf, sind in der Hauptrunde machbare Aufgaben. Und selbst gegen Vize-Europameister Niederlande dürfte die mit sechs Turnier-Debütantinnen gespickte deutsche Mannschaft nicht chancenlos sein. "Jetzt geht es einfach darum, von Spiel zu Spiel und hoffentlich Sieg zu Sieg zu denken", sagte Groener selbstbewusst und unterstrich: "Wir wollen, müssen aber nicht gewinnen."

Genau diese neue Lockerheit könnte im weiteren Turnierverlauf zum großen Trumpf der erfrischend unbekümmert auftretenden deutschen Mannschaft werden. Zwar war die Leistung im entscheidenden Spiel gegen Tschechien erneut schwankend. Doch als es darauf ankam, waren Kapitänin Julia Behnke und Co. voll auf der Höhe. Selbst im Angesicht eines frühen Fünf-Tore-Rückstands blieben die Deutschen am Mittwochabend cool und drehten die Partie.

DHB-Coach als Erfolgsfaktor

Ein Erfolgsfaktor ist Coach Groener. Der 58-Jährige, der das Amt Anfang des Jahres von Michael Biegler übernahm und die Mannschaft nach dem Achtelfinal-K.o. bei der Heim-WM neu zusammenstellte, verzeiht Fehler und fordert ein hohes Maß an Eigenverantwortung ein. Die Chemie zwischen ihm und seinen Spielerinnen stimmt. "Er lebt viel Freude und Lockerheit vor. Es macht mega Spaß", sagte Bölk, die mit fünf Treffern gegen Tschechien erneut zu den Besten zählte. 

Groener selbst nimmt die gute Stimmung innerhalb des Teams wohlwollend zur Kenntnis, Medaillenträume hält er aber nicht für zielführend. "Bei Träumen gibt es meistens ein böses Erwachen", so Groener. Man werde jetzt ganz unbeschwert gegen die kommenden drei Gegner aufspielen: "Und wenn wir einen guten Tag haben, dann können wir sie auch schlagen."

So können Sie die Handball EM der Frauen LIVE sehen:

TV: -
STREAM: sportdeutschland.tv
LIVETICKER: SPORT1.de

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