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Deutschland hat bei der EM die erste Niederlage einstecken müssen
Deutschland hat bei der EM die erste Niederlage einstecken müssen © Imago
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Die deutschen Handballerinnen müssen sich in ihrem zweiten EM-Spiel Rumänien deutlich geschlagen geben. Der Einzug in die Hauptrunde hängt am seidenen Faden.

Emily Bölk und ihre Mitspielerinnen wandten sich bei der Schlusssirene enttäuscht ab, zwei Tage nach dem Überraschungscoup gegen Titelverteidiger Norwegen beim EM-Auftakt sind die deutschen Handballerinnen auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener unterlag in Brest dem EM-Fünften Rumänien nach einer schwachen Vorstellung verdient mit 24:29 (11:14) und muss um das Erreichen des Minimalziels Hauptrunden-Qualifikation bangen.

"Die Abgeklärtheit und Ruhe vom Norwegen-Spiel waren überhaupt nicht da", konstatierte Groener nach der Schlusssirene: "Von Anfang an waren Stress und Hektik im Spiel. Wir sind immer wieder alle in die Mitte gerannt, haben einiges verworfen. Erst als das Spiel verloren war, haben wir es besser gemacht."

"Die Cleverness hat gefehlt"

Julia Behnke, die mit acht Toren noch die mit Abstand erfolgreichste Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes war, beklagte vor allem "die vielen vergebenen Chancen" und die "fehlende Konsequenz" in der Deckung. "Letztlich hat uns die Cleverness gefehlt. Wir haben bis zur 60. Minute gekämpft, um uns nichts vorwerfen zu müssen. Aber Rumänien war die bessere Mannschaft, sie haben verdient gewonnen", führte die Kreisläuferin aus. (Tabellen der EM)

Zum Abschluss in Gruppe D tritt Deutschland am Mittwoch gegen Tschechien an (Handball, Frauen-EM: Deutschland - Tschechien am Mi. ab 18 Uhr im LIVETICKER) - auf den Tag genau 25 Jahre nach dem Gewinn des letzten großen Titels bei der WM 1993 wird der Druck groß sein.

In Brest hatte die deutsche Mannschaft zwei Tage nach dem 33:32 gegen die hochfavorisierten Skandinavierinnen von Beginn an mit erheblichen Konzentrationsproblemen zu kämpfen. Nach fünf Minuten lag die DHB-Auswahl bereits 1:5 im Hintertreffen, nach neun Minuten (3:6) nahm Groener seine erste Auszeit.

Dedu bringt Deutschland zur Verzweiflung

Obwohl sich die Rumäninnen in der Folge mit Zeitstrafen selbst schwächten, blieben die Chancenverwertung und die defensive Stabilität die Schwachstellen der deutschen Mannschaft. In erster Linie war es Behnke mit ihren fünf Toren bis zum Seitenwechsel zu verdanken, dass die Partie nicht bereits nach 30 Minuten entschieden war. (Ergebnisse und Spielplan)

Auch in der zweiten Hälfte konnte die deutsche Auswahl ihre Schwächen allerdings nicht abstellen. Rumäniens überragende Torfrau Denisa Dedu brachte den ideenlosen Rückraum um Top-Talent Bölk immer wieder zur Verzweiflung.

Aufseiten der Rumäninnen gab es neben dem vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde, für die sich die besten drei Teams jeder Gruppe qualifizieren, weiteren Grund zur Freude: Die dreimalige Welthandballerin Cristina Neagu war fünfmal erfolgreich und setzte sich mit nun insgesamt 206 EM-Toren an die Spitze der ewigen Bestenliste. Am Abend setzte sich Norwegen mit 31:17 (20:10) gegen die weiterhin punktlosen Tschechinnen durch und liegt damit mit Deutschland gleichauf.

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